Beobachtetes Signal · 11. Aug. 2026 · Research Report · Quelle: Adweek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
KI-Einsatz im Marketing wächst: Umfrage offenbart massive Trainingslücken
Eine von ADWEEK in Auftrag gegebene und durch das Marktforschungsunternehmen NewtonX durchgeführte Studie offenbart eine erhebliche Qualifikationslücke beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Marketing. Bei der Befragung von 500 Marketing-Verantwortlichen gaben 69 % an, dass ihre Unternehmen die Nutzung von KI vorschreiben oder stark forcieren – dennoch haben 43 % bisher keinerlei formelles KI-Training erhalten. Cynthia Chen, Gründerin und CEO des Fintechs Kikoff, begegnet dem Problem mit internen „AI Days“, um Mitarbeiter bezüglich Use Cases und Compliance zu schulen. Die Untersuchung warnt explizit davor, dass Führungskräfte, die über KI-Strategien entscheiden, oft am wenigsten für deren Evaluierung qualifiziert sind. Angesichts der rasanten KI-Adoption birgt diese Diskrepanz erhebliche operationelle Risiken sowie Compliance- und Governance-Gefahren für Organisationen.
Die Umfrage deckt ein gravierendes operatives Risiko auf: Unternehmen forcieren den KI-Einsatz im Marketing, versäumen jedoch den Aufbau notwendiger Fachkompetenzen und Governance-Strukturen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- NewtonX befragte im Auftrag von ADWEEK 500 Marketing-Fachkräfte.
- 69 % der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen die Nutzung von KI vorschreibt oder stark forciert.
- 43 % der Marketing-Profis haben keinerlei formelles Training für den KI-Einsatz erhalten.
- Kikoff-CEO Cynthia Chen etablierte interne „AI Days“, um Teams zu KI-Use-Cases und Compliance weiterzubilden.
- Die Studie warnt: Entscheidungsträger für KI-Strategien sind oft am schlechtesten für deren fachliche Bewertung qualifiziert.
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1 verknüpfte Unternehmen“New research from ADWEEK and NewtonX shows marketers are falling behind in AI training....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Studie: CMOs weisen die geringste KI-Kompetenz in Marketing-Organisationen auf
Eine gemeinsame Umfrage von NewtonX und ADWEEK unter 500 Marketing-Fachleuten offenbart eine erhebliche KI-Kompetenzlücke innerhalb von Marketing-Organisationen. Während 81 % der Befragten angeben, dass Marketer ihre KI-Fähigkeiten überschätzen, sind 47 % der Ansicht, dass das Senior Leadership im Vergleich zu anderen Mitarbeiterebenen hinterherhinkt. Eine separate Gartner-Studie stützt diesen Befund: Nur 15 % der befragten CEOs trauen ihren CMOs das erforderliche KI-Know-how zu, um die Organisation im Jahr 2026 zu führen. Laut Gartner-Analystin Lizzy Foo Kune unterschätzen viele CMOs grundlegend, wie stark künstliche Intelligenz ihre Rolle transformieren wird. Die Ergebnisse verdeutlichen akute Führungs- und Umsetzungsrisiken bei der unternehmensweiten KI-Adoption.
US-Marketer kämpfen trotz hoher Adoptionspläne mit KI-Verständnislücken
Laut AdExchanger klafft eine wachsende Lücke zwischen den KI-Adoptionsplänen von Marketern und ihrem tatsächlichen Technologieverständnis. Eine Umfrage unter 512 US-Marketingexperten aus Agenturen und Unternehmen zeigt, dass 87 % ihren KI-Einsatz im nächsten Jahr ausbauen wollen, aber nur 45 % die Funktionsweise KI-basierter Technologien verstehen. Diese Differenz von 42 Prozentpunkten verdeutlicht erhebliche Hürden bei der Frühadoption. Am stärksten ist der Einsatz in pragmatischen Anwendungsfeldern wie E-Mail-Automatisierung, Social Media Management und Chatbots (72 %), oft über native Features bestehender MarTech-Stacks (HubSpot, Mailchimp) oder Tools wie ChatGPT. Wissensdefizite bleiben gravierend: 47 % verstehen die Funktionsweise von KI nicht, und nur 39 % trauen ihren Teams zu, verwertbare Insights zu generieren. Zudem können 54 % den Erfolg nicht verlässlich an geschäftlichen Zielen messen. Als Lösungsansätze gelten gezielte KI-Weiterbildung, Tool-Integration und eine strikte Kopplung an Performance-KPIs.
Studie: KI erfordert langfristige Transformation der Marketing-Kompetenzen
Eine im Journal of Open Innovation veröffentlichte akademische Studie mit dem Titel „The AI Paradox in Marketing: Fascination, Resistance, and Reinvention“ analysiert die Auswirkungen von KI anhand von Interviews mit 24 weltweiten Marketing-Experten. Die Befragten gaben an, dass KI repetitive Routineaufgaben automatisiert, Freiräume für strategische Initiativen schafft und Arbeitsstress reduziert. Gleichzeitig warnten sie jedoch vor organisatorischen Defiziten, dem Mangel an KI-Expertise, rascher Entwertung vorhandener Fähigkeiten sowie dem Wegfall von On-the-Job-Training, das essenziell für die Ausbildung von Marketing-Urteilsvermögen ist. Die Forscher empfehlen, die KI-Adoption als ganzheitliche Workforce-Transformation zu behandeln. Unternehmen müssen gezielte Weiterbildungsprogramme etablieren, die technische Fähigkeiten wie Prompt Engineering und Tool-Auswahl mit nicht-technischen Kernkompetenzen wie kreativem Urteilsvermögen, ethischer Bewertung und Change Management verbinden, um die traditionell durch manuelle Praxis gewonnene Erfahrung systematisch zu kompensieren.
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