Beobachtetes Signal · 29. Juni 2026 · Opinion / Analysis · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Mark Ritson: Uninspiriertes Marketing statt Gen Z ist das Problem
Marketing-Kolumnist Mark Ritson argumentiert, dass Rückgänge bei der Gen Z – wie sinkende Kinobesuche sowie fallende Absatzvolumina bei Bier und Limonade – auf müde, repetitive Marketingstrategien und Produktportfolios zurückzuführen sind, statt auf eine generationsbedingte Konsumverweigerung. Er verweist auf überraschende Kinoerfolge kleinerer Produktionen und kontrastiert diese mit der zunehmenden Abhängigkeit der Studios von Sequels und Franchise-Erweiterungen. Zudem zeigt Ritson anhand von Verschiebungen im Getränkemarkt, dass jüngere Konsumenten innovative Value Propositions anstelle neu verpackter Legacy Brands nachfragen. Er schließt daraus, dass der Markt durchaus kaufkräftige junge Zielgruppen bereithält, Legacy Brands jedoch die kreative Leistungsfähigkeit und die Investitionsbereitschaft für genuine Innovationen vermissen lassen.
Der Meinungsbeitrag beleuchtet Markt- und Audience-Signale für die Markenstrategie und Content-Produktion in den Kategorien Kino und Beverages. Dies liefert wertvolle Einblicke für Marketer, stellt jedoch keine Plattform-Richtlinie, keinen großen Produktlaunch und kein regulatorisches Ereignis dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- PwC zählte 2019 rund 1,3 Milliarden US-Kinobesuche und 777 Millionen im Jahr 2023; der Pro-Kopf-Wert lag 2024 bei etwa 1,8.
- Häufige Kinogänger (sechs und mehr Tickets jährlich) sanken laut S&P Global von 39 % im Jahr 2019 auf 17 % im Jahr 2025.
- A24s Backrooms verzeichnete bei einem Budget von 10 Mio. USD ein weltweites Einspielergebnis von über 300 Mio. USD, wobei 43 % des Publikums 18 bis 24 Jahre alt waren.
- Pepsis nordamerikanisches Getränkevolumen schrumpfte im Q2 2025 um 2 %; Poppi wurde im Mai 2025 für 1,95 Mrd. USD von PepsiCo übernommen, während Olipop über 200 Mio. USD Jahresumsatz generierte und zuletzt mit 1,85 Mrd. USD bewertet wurde.
- Warner Bros. / DC Studios' Supergirl hatte ein Produktionsbudget von 170 Mio. USD sowie rund 125 Mio. USD Marketingkosten und einen weltweiten Break-Even-Point von über 315 Mio. USD.
Verknüpfte Unternehmen
7 verknüpfte Unternehmen“PwC counted 1.3bn US cinema admissions in 2019....”
“Frequent moviegoers, those buying six-plus tickets a year, fell from 39% of the audience in 2019 to 17% in 2025, per S&P Global....”
“Then May, A24 opened Backrooms....”
“Consider Supergirl. Warner Bros. and DC Studios opened it on Friday....”
“Pepsi’s North American beverage volume shrank 2% in the second quarter of 2025 alone....”
“Poppi was acquired by PepsiCo for $1.95bn in May 2025....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Werbeindustrie: Generation-Z-Fixierung versus kaufkräftige 40+-Konsumenten
ExchangeWire-Kolumnistin Shirley Marschall kritisiert die einseitige Fokussierung der Werbeindustrie auf die Generation Z und betont das stark abweichende Konsumverhalten der sogenannten „Mittelalten“ ab 40 Jahren. Anhand eines persönlichen Beispiels zeigt sie, dass ältere Generationen ihre Kaufentscheidungen eher an langjährigen Präferenzen und Markenhistorie ausrichten als an kurzfristigen Trends oder Social-Media-Algorithmen. Zitierte Marketing-Experten und CEOs liefern ergänzende Erklärungsansätze: Die Generation Z fungiert demnach als „unvollendete Konsumenten“ mit potenziell höherem Customer Lifetime Value, während andere Einflüsse kategorieabhängig und demografisch ungebunden wirken. Der Beitrag plädiert für ein grundsätzliches Überdenken traditioneller Zielgruppenannahmen und verdeutlicht, dass Markeneinfluss stark von Lebensphase, Produktkategorie und kultureller Prägung abhängt.
Hören Sie auf, die Marke zu kopieren, um die Sie andere beneiden
Ein Adweek-Gastbeitrag warnt Marketingverantwortliche davor, die Kampagnen von Premiummarken unkritisch zu kopieren, ohne deren Eignung für die eigene Kategorieökonomie und die spezifischen Kaufimpulse zu testen. Gestützt auf die Erfahrung des Autors bei Suntory Beverage (Schweppes) und Fallbeispielen wie Roku, Lipton Ice Tea, Boursin, Coca‑Cola und Pepsi zeigt der Beitrag, dass visuell spektakuläre Aktionen margenstarker Premium-Spirituosen bei margenschwachen Softdrinks oft finanziell irrational sind. Der Autor empfiehlt drei praktische Prüfschritte vor der Umsetzung von Inspirationen: die Marge, die Verbraucherbeteiligung an der Kategorie und die Wettbewerbsposition der Marke als Marktführer versus Angreifer. Die zentrale Erkenntnis lautet, dass großartige Kreativität in der falschen Kategorie den teuersten aller Marketingfehler darstellt.
KI-Studienplattform StudyStash von Kortext übernommen
Die adaptive KI-Lernplattform StudyStash wurde vom Edtech-Unternehmen Kortext übernommen. Die Akquisition erfolgte ein Jahr nach dem Abschluss der Gründer an der University of Birmingham, die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben. StudyStash verwandelt Kursinhalte in personalisierte Karteikarten, Übungstests und Podcasts und wird von Zehntausenden Studierenden an über 160 Institutionen in mehreren Ländern genutzt. Nach der Übernahme bleiben die Gründer Ben Ward und Jonathan Graham als CEO bzw. CTO an Bord, und das Unternehmen wird als eigene Marke weitergeführt. Die Gründer ziehen ins Silicon Valley, um die Expansion in den USA voranzutreiben.
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