Beobachtetes Signal · 5. Okt. 2026 · Study Release · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Longevity-Anbieter lassen 350-Mrd.-Dollar-Potenzial bei Frauen liegen
Eine von der Boston Consulting Group (BCG) für das St. Moritz Longevity Forum durchgeführte Studie zeigt eine erhebliche ungedeckte Nachfrage im Markt für Frauengesundheit und Langlebigkeit. Frauen in der Perimenopause oder Menopause sind die aktivsten und ausgabefreudigsten Konsumentinnen von Longevity-Produkten, doch ihre Zufriedenheit liegt nur bei rund 50 %. Die Studie, die auf einer Befragung von 10.608 Menschen in zwölf Ländern basiert, beziffert das ungenutzte Marktpotenzial auf 350 Milliarden US-Dollar. Diese Frauen haben durchschnittlich 3,3 mehr Interventionen ausprobiert als andere Frauen und 2,9 mehr als Männer. Sie geben monatlich im Median 84 US-Dollar für Longevity aus, verglichen mit 68 US-Dollar bei anderen Frauen und 73 US-Dollar bei Männern. Ein Drittel wäre bereit, die Ausgaben auf 108 US-Dollar zu erhöhen, wenn die Ergebnisse besser wären. Das Interesse an langfristiger Gesundheit beginnt bereits Mitte bis Ende 30. Zudem konsultieren nur 63 % der Frauen bei hormonellen Problemen einen Arzt. Anbieter werden aufgefordert, Frauen früher und gezielter anzusprechen.
Die Studie zeigt ein erhebliches ungenutztes Marktpotenzial im Bereich Frauengesundheit, das für Werbetreibende relevant ist, die diese Zielgruppe ansprechen möchten. Sie ist jedoch nicht direkt mit AdTech oder Marketingtechnologie verbunden.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- BCG-Studie schätzt das ungedeckte globale Marktpotenzial im Frauen-Longevity-Markt auf 350 Milliarden US-Dollar.
- Frauen in Perimenopause/Menopause nutzen 15 bis 22 Prozentpunkte mehr Longevity-Angebote als andere.
- Die medianen monatlichen Ausgaben für Longevity liegen bei 84 US-Dollar, verglichen mit 68 US-Dollar bei anderen Frauen und 73 US-Dollar bei Männern.
- Das Interesse an langfristiger Gesundheit beginnt bereits im Alter von 36 bis 38 Jahren – früher als viele Anbieter es adressieren.
- Nur 63 % der Frauen konsultieren bei hormonellen Gesundheitsproblemen einen Arzt.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Marketing entdeckt die Menopause als stark wachsenden Verbrauchermarkt
Der Artikel beleuchtet, wie sich die Menopause von einem Tabuthema zu einer sichtbaren Konsum- und Marketingkategorie wandelt und neue Potenziale für Marken, D2C-Player, Apps sowie Arbeitgeber eröffnet. Marktforscher prognostizieren ein starkes Wachstum – so taxiert Grand View Research den globalen Markt bis 2030 auf über 24 Milliarden US-Dollar, während in Deutschland rund neun Millionen Frauen im entsprechenden Alter leben. Der Beitrag analysiert etablierte OTC-Marken, neue D2C-Anbieter wie Menoelle, Xbyx und Hermaid, native Kampagnen von Publishern sowie betriebliche Initiativen von Unternehmen wie Teads und Publicis. Zudem werden ökonomische Effekte beleuchtet, darunter eine Studie der HWR Berlin zu Produktivitätsverlusten von jährlich 9,4 Milliarden Euro, sowie philanthropische Investitionen von Melinda French Gates und Pivotal. Damit positioniert sich die Menopause zunehmend als facettenreiches Narrativ im modernen Brand Marketing und Media Spend.
Marken unterschätzen weiterhin die kaufkräftige Zielgruppe 50plus
Ein W&V-Bericht über ein JOM-Group-Webinar und Forschungen des Rheingold Salons verdeutlicht, dass die Generation 50plus von Vermarktern oft unterschätzt wird, obwohl sie hochlukrativ ist. Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist über 50 Jahre alt, verfügt über rund 60 Prozent des Nettovermögens und verantwortet den Großteil der Ausgaben in Kategorien wie FMCG (57 Prozent) und Luxusgütern. Die Referenten Roland Köster von JOM und Ines Imdahl vom Rheingold Salon warnten, dass reine Reichweite, insbesondere über TV, weder Werberelevanz noch Vertrauen garantiert. Die repräsentative Studie des Rheingold Salons, unterstützt von Screenforce und Gerolsteiner Brunnen, zeigt, dass diese Alterskohorte heterogen, digital aktiv (insbesondere die 60- bis 69-Jährigen) und offen für Marken mit substanziellen Narrativen ist. Procter & Gamble ist der Initiative beigetreten und führt interne Workshops durch, um Kampagnen auf ihre Relevanz für die Zielgruppe 50plus zu prüfen.
Studie: Generation 60+ wird zum zentralen Konsum- und Schlüsselmarkt
Das Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz und Observatoire Cetelem belegt die wachsende wirtschaftliche Bedeutung der europäischen Generation 60+, die sich stark hinsichtlich Einkommen, Vermögen, Lifestyle und digitaler Kompetenz unterscheidet. Die Untersuchung basiert auf Online-Befragungen von 10.930 Erwachsenen in zehn europäischen Ländern zwischen November und Dezember 2025, darunter 833 in Deutschland. Demnach verfügen Senioren über mehr Kaufkraft als Unter-30-Jährige, agieren preis- und qualitätsbewusst und nutzen zunehmend digitale Kanäle. Gesundheit, finanzielle Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben stehen im Fokus, was die Nachfrage nach altersgerechtem Wohnen, smarten Technologien und Dienstleistungen antreibt. Für den Handel und Marken ergeben sich dadurch lukrative Potenziale, diese heterogene Zielgruppe durch transparente Preismodelle, digitale Barrierefreiheit und passgenaue Angebote zu erschließen.
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