Beobachtetes Signal · 10. Okt. 2026 · Security Breach · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Ledger bestätigt Hardware-Implantat in Krypto-Wallets
Ledger, ein französischer Hersteller von Hardware-Wallets, hat bestätigt, dass sich in einem Kundengerät ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat befand. Dies folgt auf eine Serie von Diebstählen in Südostasien mit einem Schaden von rund 92,9 Millionen Dollar. Die betroffenen Geräte wurden über CryptoBilis verkauft, einen offiziellen Ledger-Händler für Indonesien, Malaysia und die Philippinen. Das Implantat, Berichten zufolge eine zweite Platine mit Mikrocontroller und Mobilfunkhardware, kann die Wiederherstellungsphrase beim Einrichten abfangen und aus der Ferne übertragen. Ledger betont, dass die eigenen Systeme und Direktvertriebskanäle nicht kompromittiert wurden. Das Unternehmen überprüft nun die Kontrollen bei autorisierten Händlern und rät Kunden, die bei CryptoBilis gekauft haben, Vermögenswerte auf neue Geräte mit neuen Wiederherstellungsphrasen zu übertragen. CryptoBilis hat den Verkauf aller Hardware-Wallets gestoppt. Ledger arbeitet mit SEAL 911 und den Behörden zusammen. Dieser Vorfall reiht sich in eine Liste von Sicherheitsproblemen bei Ledger ein.
Sicherheitsvorfall bei Hardware-Wallets, relevant für Krypto- und Fintech-Sicherheit, aber nicht direkt für AdTech/MarTech.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ledger bestätigte ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat in einem Kundengerät, das mit Diebstählen in Südostasien in Verbindung steht.
- Betroffene Geräte wurden über CryptoBilis verkauft, einen offiziellen Ledger-Händler für Indonesien, Malaysia und die Philippinen.
- Die Blockchain-Analysefirma Bitquery schätzt den Schaden auf 92,9 Millionen Dollar aus 311 Wallets.
- CryptoBilis hat den Verkauf aller Hardware-Wallets bis zum Abschluss der Untersuchung gestoppt.
- Ledgers eigene Systeme und Direktvertriebskanäle wurden nicht kompromittiert.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Anfang des Jahres wurden durch ein Datenleck beim Zahlungsdienstleister Global-e Namen und Kontaktdaten von Ledger-Käufern offengelegt.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Trezor warnt vor Phishing-Welle nach Sicherheitsvorfall beim E-Mail-Dienstleister Brevo
Der Hardware-Crypto-Wallet-Anbieter Trezor warnt seine Kunden vor dem zweiten schwerwiegenden Sicherheitsvorfall innerhalb von zwei Monaten. Nach einem Cyberangriff auf das MarTech-Unternehmen Brevo, das Trezor für Newsletter-Kampagnen nutzt, versendeten Angreifer rund 347.000 Phishing-E-Mails an Trezor-Nutzer. Die E-Mails enthielten schädliche Links zu gefälschten Apps, mit denen Backup-Passwörter (Seed Phrases) für Wallets abgegriffen werden sollten, was zu irreversiblen Krypto-Diebstählen führen kann. Laut Brevo verschafften sich die Hacker aufgrund fehlerhaft konfigurierter Zugriffsrechte Zugang zu 138 Accounts. Trezor betonte, dass eigene Produkte, Wallets und Kernsysteme nicht kompromittiert wurden. Der Vorfall folgt auf einen Datenabfluss beim Versandpartner ShipMonk, von dem über 81.000 Kunden betroffen waren. Trezor evaluiert nun seine Dienstleisterbeziehungen neu und warnt vor weiteren Phishing-Versuchen.
Binance bestätigt: Nordkoreanische Hacker erbeuten 6,3 Mrd. $
Binance, die weltgrößte Kryptobörse, hat bestätigt, dass nordkoreanische Hacker letzte Woche einen Rekordbetrag von 6,3 Milliarden US-Dollar in Kryptowährung gestohlen haben. Der Angriff umfasste ein monatelanges Social-Engineering-Schema, bei dem sich Hacker als Personalvermittler ausgaben und einen Mitarbeiter dazu brachten, Schadsoftware herunterzuladen. Die Angreifer erlangten Zugang zu internen Systemen, kompromittierten zwei weitere Ingenieure und kontrollierten schließlich Milliarden an Krypto. Binance räumte ein, dass der Angriff "nicht hätte passieren dürfen", und leitete Sicherheitsverbesserungen ein. Dieser Vorfall unterstreicht die anhaltende Bedrohung durch staatlich geförderte nordkoreanische Hacker, die für ihre hochentwickelten Social-Engineering-Taktiken gegenüber Kryptounternehmen bekannt sind. Der Diebstahl ist der größte in der Geschichte der Kryptowährungen und verdeutlicht die Notwendigkeit robuster Sicherheitsmaßnahmen.
Zwei Hardware-Wallet-Hersteller gehackt: Foundation und Keystone offen
Zwei Hardware-Wallet-Hersteller, Foundation und Keystone, haben Datenschutzverletzungen erlitten, bei denen Kundendaten kompromittiert wurden. Bei Foundation nutzten Angreifer kompromittierte API-Schlüssel für Cloudflare, um Phishing-Mails über die eigenen Domains des Unternehmens zu versenden und möglicherweise auf Postadressen und Telefonnummern von Kunden zuzugreifen. Bei Keystone verschafften sich Angreifer über ein externes Monitoring-Tool Zugriff und legten fast 26.000 Kundendatensätze (Namen, Kontaktdaten, Lieferadressen, Bestelldetails) aus den Jahren 2024 bis 2026 offen. Beide Unternehmen bestätigen, dass Geräte und gespeicherte Kryptowerte nicht betroffen sind; Zahlungsdaten, Seed-Phrasen und private Schlüssel seien sicher. Allerdings verlor Keystone auch den Schlüssel zur Echtheitsprüfung der Geräte, was zur Vernichtung von über 18.800 Wallets führte. Die Vorfälle reihen sich in ein Jahr voller Sicherheitspannen bei Hardware-Wallets ein, auch Ledger und Coldcard waren betroffen. Die Hauptgefahr ist Phishing, da Kriminelle mit den gestohlenen Daten glaubwürdige Mails verfassen können.
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