Beobachtetes Signal · 12. Okt. 2022 · Research · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

Fachkräftemangel kostet Deutschlands Wirtschaft jährlich Milliarden

Zusammenfassung des Signals

Eine aktuelle Boston-Consulting-Group-Studie (BCG), über die OnlineMarketing.de berichtet, beziffert die wirtschaftlichen Verluste durch den anhaltenden Fachkräftemangel in Deutschland auf über 80 Milliarden Euro jährlich. Im zweiten Quartal markierten 1,934 Millionen offene Stellen einen neuen Rekord. Langfristig droht durch fehlende Arbeitskräfte ein Wertschöpfungsverlust von bis zu 86 Milliarden Euro pro Jahr. Dies führt zu sinkenden Steuereinnahmen und geringeren Sozialabgaben, was die Gesamtkonjunktur belastet. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich die Lage verschärfen. Experten empfehlen gezielte Rekrutierungen in bevölkerungsreichen Ländern wie Indien, Indonesien und Ägypten, da Zuwanderung insbesondere im Gesundheitswesen bereits hilft. Dennoch wird die erwerbsfähige Bevölkerung trotz Zuwanderung bis 2035 voraussichtlich um rund 3 Millionen und bis 2050 um bis zu 9 Millionen sinken. Insbesondere mittelständische Unternehmen werden aufgefordert, ihren Suchradius international zu erweitern, wobei Diversität die Innovationskraft stärken kann.

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Makroökonomischer Fachkräftemangel mit weitreichenden Implikationen für die Personalstrategie; moderater Einfluss auf den Talentmarkt in AdTech und MarTech.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • BCG-Studie prognostiziert jährliche Wirtschaftsschäden von 86 Milliarden Euro durch Fachkräftemangel in Deutschland.
  • Im zweiten Quartal gab es mit 1,934 Millionen offenen Stellen einen neuen Rekord.
  • Fehlende Arbeitskräfte mindern Steuereinnahmen und Sozialabgaben branchenübergreifend.
  • BCG empfiehlt Anwerbung in Indien, Indonesien und Ägypten; Zuwanderung dämpft Engpässe bereits im Gesundheitswesen.
  • Erwerbsfähige Bevölkerung sinkt laut Prognosen trotz Zuwanderung bis 2035 um 3 Millionen und bis 2050 um 9 Millionen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: OnlineMarketing.de•Veröffentlicht: 12. Okt. 2022
Ursprünglicher Berichttitel: “Fachkräftemangel sorgt für Milliardenverlust - OnlineMarketing.de”

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