Beobachtetes Signal · 31. Aug. 2026 · Thought Leadership · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

Known-Präsident Ross Martin kritisiert intransparente Praktiken von Holding-Agenturen

Zusammenfassung des Signals

Ross Martin, Mitgründer und Präsident der Agentur Known, analysiert den strukturellen Vertrauensbruch zwischen traditionellen Werbeagenturen und ihren Kunden. Als Juror beim The Drum Awards Festival führt Martin diesen Vertrauensverlust auf fehlgeleitete Anreize, Personalabbau und undurchsichtige Geschäftspraktiken zurück, die durch den Quartalserwartungsdruck von Holding-Gesellschaften begünstigt werden. Er betont, dass der zukünftige Erfolg auf der Wiederherstellung des Kundenvertrauens, radikaler Zielgruppennähe mittels Künstlicher Intelligenz sowie der Gewinnung von Top-Talenten durch kontinuierliche Neugier basiert. Insbesondere fordert er von Agenturen eine Abkehr von veralteten Modellen hin zu mehr Transparenz und technologischer Integration, um im intensiven Wettbewerb der Marketing- und Medienbranche langfristig bestehen zu können.

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Hohe Konfidenz

Beleuchtet die anhaltenden Spannungen im Agentur-Kunden-Verhältnis sowie die fundamentale Kritik an Agentur-Holdings aus der Perspektive eines führenden Vertreters einer unabhängigen Agentur.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Ross Martin, Mitgründer und Präsident von Known, kritisiert traditionelle Holding-Agenturen für den Verlust des Kundenvertrauens.
  • Martin führt die Vertrauensprobleme auf den Quartalserwartungsdruck, Personalabbau und undurchsichtige Geschäftspraktiken zurück.
  • Er plädiert für eine radikale Zielgruppenintegration als zentrale Voraussetzung für den Markterfolg von Marken.
  • Martin hebt Top-Talente als wichtigstes Branchen-Asset und entscheidenden Differenzierungsfaktor für das Jahr 2026 hervor.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: The Drum•Veröffentlicht: 31. Aug. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Judge of the day: Ross Martin says agencies have some work to do rebuilding trust”

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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Media & Agency Strategy / AI23. März 2026

Horizon-Präsident Bob Lord fordert Agenturtransparenz und KI-Neuaufstellung

Bob Lord, President von Horizon Media Holdings, kritisierte auf der Konferenz der Advertising Research Foundation traditionelle Agenturmodelle als veraltet und intransparent. Er forderte eine Ausrichtung auf Performance, Offenlegung von Plattform- und Datengebühren sowie mehr Explainability bei KI-Modellen. Horizon selbst weist Technologiegebühren transparent aus und berechnet eine Blu-Gebühr für seine eigene KI-Plattform. Jay Pattisall von Forrester warnte indessen, dass agentisches Media Buying die Intransparenz erhöhen könnte, selbst wenn es Zwischenschritte reduziert. Laut einer Studie von Keen Decision Systems planen 44 % der Werbetreibenden, mehr Media Planning ins Haus zu holen, während Marken Werbung in generativen KI-Schnittstellen testen. Zudem kündigte Dentsu einen Global Media Planner in Zusammenarbeit mit Lumen an, und die neue KI-native Agentur Multiply sammelte 9,5 Millionen US-Dollar an Funding ein. Diese Entwicklungen verdeutlichen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle im programmatischen Ökosystem.

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Agency & Consultancy19. Aug. 2026

Agentur-Blackbox bricht auf: Bob Lord von Horizon Media fordert Wandel

Bob Lord, President von Horizon Media, argumentiert, dass viele Agenturen sich zu stark auf reine Kostensenkungen durch KI konzentrieren, statt echtes Werbewachstum zu fördern. Laut Lord bestehen Intransparenzen in der Supply-Chain, isolierte Tech-Stacks und versteckte Programmatic-Kosten weiterhin fort. Mehr Transparenz, Open-Source-Ansätze und erfolgsbasierte Vergütungsmodelle sollen Agenturen zu echten Wachstumspartnern machen. Bei Horizon stellt das Management das Vergütungsmodell zunehmend auf direkte Geschäftsergebnisse der Kunden um und setzt auf transparente Verträge, die Publisher-Rabatte direkt weitergeben. Zudem fordert Lord Systeme, die Kunden den Self-Service-Zugriff auf Kampagnen-Insights ermöglichen, sowie eine engere Verzahnung von Kreation und Media, um messbare Geschäftserfolge zu erzielen. Diese Entwicklung deutet auf einen nachhaltigen Wandel in der Branche hin, der traditionelle Agenturmodelle und programmatische Praktiken grundlegend verändern könnte.

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Agency & Consultancy7. Okt. 2026

Unbound Media launcht Media Sovereignty Index mit Hochschule Düsseldorf

Die deutsche Agentur Unbound Media hat zusammen mit der Hochschule Düsseldorf den Media Sovereignty Index (MSI) eingeführt. Dieses Self-Assessment-Tool hilft Werbungtreibenden zu bewerten, wie unabhängig sie ihre Media- und Daten-Setups steuern. Es nutzt einen zweistufigen Fragebogen: einen Quick-Check mit 12 Fragen und eine vollständige Bewertung mit 18 weiteren Fragen, die sechs Dimensionen abdecken: Resilienz und Handlungsfähigkeit, Datenkontrolle und Transparenz, Beratungs- und Planungsneutralität, Identitäts-Souveränität, Kosten- und Buying-Transparenz sowie Wirkungsmessung. Der Index soll für strukturelle Abhängigkeiten und Transparenzlücken in der Adtech-Landschaft sensibilisieren, in der sich Plattformen und Identitätsinfrastruktur zunehmend konzentrieren. Das Tool ist kostenlos unter sovereignty.unbound-media.de verfügbar.

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