Beobachtetes Signal · 7. Mai 2026 · Forecast Update · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
IW senkt Konjunkturprognose für Deutschland für 2026 drastisch
Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 laut einer dpa-Analyse drastisch auf 0,4 Prozent gesenkt, nach zuvor 0,9 Prozent im Dezember. IW-Ökonom Michael Grömling führt die Korrektur vor allem auf die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, steigende Energiepreise und Lieferengpässe zurück. Die Bundesregierung rechnet derweil mit einem Wachstum von 0,5 Prozent. Für 2026 prognostiziert das IW eine Inflationsrate von rund drei Prozent, sinkende Beschäftigtenzahlen sowie einen Rückgang bei Privatkonsum und Investitionen. Die Exporte dürften das vierte Jahr in Folge schrumpfen, was die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit unterstreicht. Nach Rückgängen 2023 und 2024 geht das IW für 2025 von einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent aus. Die Prognose ist stark von der Dauer des Konflikts abhängig.
Herabgesetzte Wachstumsaussichten für Deutschland deuten auf eine schwächere Inlandsnachfrage, höhere Inflation und sinkende Exporte hin – makroökonomische Entwicklungen, die Werbebudgets dämpfen, Marketingausgaben verlangsamen und europäische AdTech- sowie Medienmärkte beeinträchtigen können.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) prognostiziert für 2026 ein BIP-Wachstum von 0,4 Prozent.
- Die IW-Prognose für 2026 wurde von zuvor 0,9 Prozent im Dezember deutlich nach unten korrigiert.
- Die Bundesregierung rechnet aktuell mit einem Wachstum von 0,5 Prozent für 2026.
- Als Hauptgründe nennt das IW den Iran-Krieg, steigende Energiepreise und Lieferstörungen bei einer erwarteten Inflation von drei Prozent.
- Deutsche Exporte schrumpfen voraussichtlich zum vierten Mal in Folge; zudem schwächen sich Beschäftigung, Investitionen und Konsum ab.
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2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
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EU Halves Germany Growth Forecast
The European Commission has sharply downgraded its 2026 growth forecast for Germany, citing a surge in energy prices linked to the Iran war and a de facto blockade of the Strait of Hormuz. The Commission now expects German GDP to grow 0.6% in 2026 (down from 1.2% in its autumn forecast) and sees a modest improvement only by 2027 if energy markets stabilise. The EU-wide growth forecast was cut from 1.4% to 1.1%, and the Eurozone forecast to 0.9%. Germany’s federal government and the employer‑aligned Institut der deutschen Wirtschaft (IW) have also reduced their outlooks, projecting roughly 0.5% and 0.4% growth respectively. Rising inflation, higher energy costs, supply‑chain pressures and business uncertainty are cited as the main headwinds.
IAB-Prognose: Erwerbstätigkeit sinkt trotz Konjunkturerholung
Die deutsche Wirtschaft dürfte 2026 und 2027 wieder wachsen, aber der Arbeitsmarkt bleibt schwach. Laut der aktuellen Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sinkt die Zahl der Erwerbstätigen 2026 um 210.000 und 2027 um weitere 140.000. Hauptgründe sind die verhaltene Beschäftigungsentwicklung und das schrumpfende Arbeitskräfteangebot infolge des demografischen Wandels. Das IAB erwartet ein reales BIP-Wachstum von 1,2 Prozent im Jahr 2026 und 1,0 Prozent im Jahr 2027. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung soll erstmals seit 2009 sinken, vor allem bei Vollzeitstellen. Die Arbeitslosigkeit dürfte nur leicht steigen, während der öffentliche Dienst, Erziehung und Gesundheit wachsen.
Germany's skilled worker shortage could double by 2029, study says
A study by the German Economic Institute (IW) projects that the shortage of skilled workers in Germany could nearly double to around 723,000 unfilled positions by 2029, up from about 370,000 in 2025. The sectors most affected are expected to be retail sales, childcare, social work, healthcare, and electrical engineering. The study attributes this trend to an aging workforce, insufficient domestic and international labor supply, and a potential economic recovery that could increase demand. The findings highlight a growing challenge for the German labor market, with significant implications for industries reliant on skilled labor.
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