Beobachtetes Signal · 12. Mai 2026 · Leadership Change · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Investor Aspex erzwingt Abschied von Delivery-Hero-CEO Östberg
Delivery Hero hat angekündigt, dass CEO und Mitgründer Niklas Östberg spätestens zum 31. März 2027 aus dem Amt scheiden wird. Vorausgegangen war massiver Druck des Großaktionärs Aspex, der öffentlich seine Ablösung gefordert und seine Beteiligung auf rund 15 Prozent aufgestockt hatte. Zuvor hatte Prosus/Naspers ein Aktienpaket von etwa 5 Prozent im Wert von rund 335 Millionen Euro an Aspex veräußert. Aspex kritisierte die vergleichsweise schwache Profitabilität von Delivery Hero, forderte regionale Rückzüge und begrüßte den angekündigten Führungswechsel. Während einer Übergangsphase soll Östberg eine strategische Überprüfung leiten, während der Aufsichtsrat anstrebt, bis Jahresende einen Nachfolger zu benennen. An der Börse reagierten Anleger positiv: Die Delivery-Hero-Aktie legte kräftig zu.
Aktivistischer Investorendruck führt zu einem geplanten CEO-Wechsel und einer signifikanten Anteilsverschiebung. Dies ist für Investoren und die Unternehmensstrategie hochrelevant, hat jedoch nur begrenzten direkten Einfluss auf die breitere AdTech- und MarTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Delivery Hero gab bekannt, dass CEO und Mitgründer Niklas Östberg sein Amt bis spätestens 31.03.2027 niederlegen wird.
- Großaktionär Aspex forderte öffentlich Östbergs Ablösung und erhöhte seine Beteiligung auf rund 15 Prozent.
- Prosus/Naspers verkaufte ein rund 5-prozentiges Aktienpaket an Aspex für etwa 335 Millionen Euro.
- Die Delivery-Hero-Aktie stieg nach der Ankündigung deutlich an und verzeichnete Kursgewinne.
- Der Aufsichtsrat plant die Ernennung eines Nachfolgers bis Jahresende; Östberg leitet in der Übergangszeit eine strategische Überprüfung.
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Aspex erhöht Delivery-Hero-Anteil – Druck auf CEO wächst
Aspex Management hat seine Beteiligung an Delivery Hero auf rund 15 Prozent ausgebaut und damit den Druck auf CEO und Gründer Niklas Östberg vor der Hauptversammlung am 23. Juni massiv erhöht. Prosus veräußerte ein Aktienpaket von 5 Prozent im Wert von rund 335 Millionen Euro zu einem Kurs von 22 Euro je Aktie an Aspex, was einem Aufschlag von etwa 10 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs entspricht. Prosus muss seinen Gesamtanteil aufgrund von EU-Wettbewerbsauflagen nach der Übernahme von Just Eat Takeaway bis Spätsommer auf unter 10 Prozent senken; nach dem Verkauf hält Prosus noch rund 16,8 Prozent und muss mindestens weitere 7 Prozent abstoßen. Aspex hatte in der Vergangenheit bereits eine Zerschlagung des Unternehmens und die Absetzung Östbergs gefordert. Hermes Li, Gründer von Aspex, betonte, der Investor wolle konstruktiv mit Aufsichtsrat und Management zusammenarbeiten.
Delivery Hero: CEO Niklas Östberg bleibt trotz Übernahmeangebot im Amt
Niklas Östberg, Mitgründer und CEO von Delivery Hero, bleibt im Amt und revidiert damit seinen geplanten Rücktritt für April. Hintergrund ist das Übernahmeangebot von Uber, dessen Annahme Delivery Hero den Aktionären empfiehlt. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Kristin Skogen Lund begründete den Schritt mit Östbergs langjähriger Erfahrung und starker Bindung, um personelle Kontinuität zu gewährleisten. Östberg richtet den Fokus wieder verstärkt auf die interne Weiterentwicklung inklusive der 'Everyday-App'-Strategie. Ubers Barangebot von 41,50 EUR je Aktie bewertet Delivery Hero voll verwässert mit rund 13 Milliarden EUR. Uber beabsichtigt, operative Einheiten in 50 Märkten zu übernehmen, während SSW Partners Aktivitäten in 14 Märkten akquirieren soll – darunter Foodora, Glovo, PedidosYa und Yemeksepeti. Der Abschluss der Transaktionen wird nach behördlichen Genehmigungen für das zweite Halbjahr 2027 erwartet.
Delivery Hero-Aktie steigt nach optimistischerem Ausblick für den operativen Gewinn
Delivery Hero hat die Erwartungen der Investoren gestärkt, nachdem CFO Marie-Anne Popp erklärte, dass Investitionen in Kernmärkten wie Korea, Nordafrika und dem Nahen Osten sowie in beschleunigte Lieferzeiten erste Früchte tragen. Das Unternehmen erwartet den bereinigten operativen Gewinn am oberen Ende der angepeilten Spanne von 910 bis 960 Millionen Euro, woraufhin die Aktie um rund 5,5 Prozent zulegte. Im ersten Quartal beschleunigte sich das Bruttowarenvolumen (GMV) auf 8,8 Prozent, während sich das Konzernumsatzwachstum im Vergleich zum Vorquartal auf 17,8 Prozent verlangsamte. CEO Niklas Östberg äußerte sich nicht zu potenziellen Veräußerungen oder strategischen Änderungen. Der Druck des Asset-Managers Aspex hinsichtlich der Profitabilität und Forderungen nach regionalen Rückzügen bestehen weiterhin, während Uber kürzlich seine Beteiligung an Delivery Hero aufstockte.
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