Beobachtetes Signal · 10. Juli 2026 · Interview · Quelle: The Drum · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
Interview: Who Gives A Crap-Marketingchefin Helen Bromley über Markenführung
Helen Bromley, Director of Brand Marketing UK bei Who Gives A Crap, spricht über ihren Werdegang beim Aufbau von Challenger Brands wie Popchips, Oatly, Kit & Kin, Livia’s und Who Gives A Crap. Sie beleuchtet die Bedeutung einer prägnanten Tonalität, die Vermittlung von Nachhaltigkeit ohne erhobenen Zeigefinger sowie den Wechsel von Nestlé zu wachstumsstarken Marken. Zudem erörtert sie die Risiken von Social-Media-Gegenwind, kreative Konsistenz und gibt praxisnahe Ratschläge, wie das Thema Branding dauerhaft auf der Agenda der Geschäftsführung bleibt. Bromley nennt TRIP und Bold Bean Co als bewunderte Vorbilder und betont den Wert partnerschaftlicher Agenturbeziehungen, die Briefings konstruktiv weiterentwickeln, anstatt sie zu bekämpfen. Der Beitrag erschien am 10. Juli 2026 bei The Drum.
Profil und Interview zu Markenstrategie und kreativen Ansätzen mit begrenztem direkten Einfluss auf AdTech- oder MarTech-Infrastrukturen sowie marktbewegende Entscheidungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Helen Bromley ist Director of Brand Marketing UK bei Who Gives A Crap.
- Bromley war für diverse Challenger Brands wie Popchips, Oatly, Kit & Kin, Livia’s und Who Gives A Crap tätig.
- Vor über einem Jahrzehnt wechselte Bromley von Nestlé zu Popchips.
- The Grocer kürte Who Gives A Crap in der Veröffentlichungswoche zur Household Goods Brand of the Year.
- Michael Lee, Creative Director bei Oatly, gab Bromley einen prägenden Rat zum Thema Tonalität.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“The moment I made the leap from corporate to challenger brand. I went from Nestlé to Popchips over a decade ago, and wow, talk about a shock...”
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Campbell’s Risa Cretella über die Neugestaltung ikonischer Marken
Adweek veröffentlichte am 5. Mai 2026 eine Podcast-Zusammenfassung von Brave Commerce mit Risa Cretella, Executive Vice President für Meals and Beverages bei The Campbell’s Company. Im Gespräch mit den Moderatoren Rachel Tipograph und Sarah Hofstetter erläutert Cretella, wie ein unternehmerisches Denken in eine große CPG-Organisation getragen wird, wie Geschwindigkeit und eigenverantwortliche Entscheidungsfindung priorisiert werden und wie Markenaufbau mit kommerziellen Ergebnissen korreliert. Sie erklärt Campbell’s Ansatz zur Innovation, der bei beobachtetem Verbraucherverhalten ansetzt und bei erkennbarer Nachfrage schnell agiert, und untersucht, warum Handelsmarken Anteile gewinnen, wenn Marken stagnieren. Wichtige Erkenntnisse betonen Geschwindigkeit als Wettbewerbsvorteil, Handelsmarken als Symptom von Stagnation und erfolgreiche Innovationen als Formalisierung bestehender Verbrauchergewohnheiten im Bereich Brand Strategy und Retail Media.
Annabel Harris: Wie Marken dem Algorithmus entkommen
Am Rande des CreatorFest erklärte Annabel Harris, Account Director bei The Goat Agency, gegenüber Hello Partner, dass Marken sich von kurzlebigen Trends lösen sollten. Stattdessen empfiehlt sie den Einsatz strategischer Momente wie dem London Marathon sowie die Wiederverwendung bewährter Creator-Inhalte für unerwartete Kanäle wie Digital Out-of-Home oder Blogs. Harris riet zudem zur Erschließung aufstrebender Communities wie Reddit, das in Großbritannien inzwischen das viertmeistbesuchte soziale Netzwerk ist. Zudem hob sie den Wert abonnementbasierter Creator-Modelle wie Substack hervor, da Creator zunehmend wie Journalisten agieren. Der Beitrag verweist zudem auf Untersuchungen von Sprout Social, wonach ein Drittel der Verbraucher das Aufspringen von Marken auf Trends als peinlich empfindet.
Unilevers Creator-First-Strategie verlangt nach wie vor eine große Idee
Jo Bromilow argumentiert im The Drum, dass Unilevers Umstellung auf einen Creator-First-Ansatz und die stärkere Fokussierung auf Influencer Marketing eine überfällige Herausforderung für traditionelle Agenturstrukturen darstellen. Gleichzeitig warnt der Beitrag, dass Marken weiterhin eine übergeordnete, flexible „Big Idea“ benötigen, um fragmentierte Creator-Aktivitäten zu bündeln. Interviews von The Drum mit Unilever-Managern verdeutlichen, dass das Unternehmen Influencer nicht länger als reinen Distributionskanal betrachtet, sondern diese aktiv in kreative Kernprozesse einbindet. Unter Bezugnahme auf Branchenstudien von WPP Media, System1 und TikTok wird betont, dass die Werbewirkung im Influencer Marketing konsistentes, phasenbasiertes Storytelling und langfristige Partnerschaften voraussetzt. Agenturen sind demnach gefordert, Marken bei der Übersetzung flexibler Kernideen in fortlaufende, Creator-gesteuerte Kampagnen zu unterstützen.
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