Beobachtetes Signal · 30. Okt. 2023 · Research Study · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
IKT-Experten warnen: CO2-Emissionen könnten bis 2030 um 50 Prozent steigen
Forschende mehrerer Fraunhofer- und Leibniz-Institute haben alarmierende Prognosen zur CO2-Bilanz der IKT in Deutschland veröffentlicht. Die Studie prognostiziert, dass bis 2030 allein in den Anwendungsbereichen Telekommunikation, Rechenzentren und Haushalte über 30 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emittiert werden könnten – ein Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber 2021. Etwa zwei Drittel dieser Emissionen entfallen auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, Streaming, Smart Home und ähnliche Anwendungen. Die Studie „Carbon Footprint der IKT in Deutschland“ wurde von Nils F. Nissen auf dem MikroSystemTechnik-Kongress 2023 vorgestellt. Sie analysiert Emissionen auf Basis von Gerätebeständen sowie des Energieverbrauchs in Produktions- und Nutzungsphasen. Die Produktion von IKT-Geräten macht rund 11 Millionen Tonnen beziehungsweise ein Drittel der Gesamtemissionen aus. Forschende planen, die Untersuchung auf den Handel, Gebäudeautomation und IoT-Anwendungen auszuweiten.
Die Ergebnisse verdeutlichen das erhebliche prognostizierte Wachstum der CO2-Emissionen in der IKT-Infrastruktur einschließlich Rechenzentren und Streaming, was für die Nachhaltigkeitsplanung entlang der gesamten digitalen Medien- und Werbelieferkette von hoher Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Studie prognostiziert Anstieg der IKT-CO2-Emissionen in Deutschland bis 2030 um rund 50 Prozent im Vergleich zu 2021.
- Bis zu 30 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente könnten 2030 in Telekommunikation, Rechenzentren und Haushalten anfallen.
- Zwei Drittel der Emissionen werden durch KI, Streaming und Smart-Home-Nutzung verursacht.
- Die IKT-Produktion macht mit rund 11 Millionen Tonnen etwa ein Drittel der Gesamtemissionen aus.
- Studie „Carbon Footprint der IKT in Deutschland“ wurde von Nils F. Nissen auf dem MikroSystemTechnik-Kongress 2023 vorgestellt.
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1 verknüpfte Unternehmen“Expert:innen für ressourcenbewusste Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mehrerer Fraunhofer- und Leibniz-Institute haben verg...”
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Fraunhofer auf der Bits & Pretzels 2026
Deutschland investiert mit der Hightech-Agenda Milliarden in Schlüsseltechnologien. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie gelingt die erfolgreiche Kommerzialisierung und Transformation hin zu marktfähigen Unternehmen? Genau diese Herausforderung steht im Mittelpunkt des diesjährigen Fraunhofer-Auftritts auf der Bits & Pretzels vom 28. bis 30. September in München. Die Initiative verbindet exzellente Spitzenforschung mit unternehmerischer Exzellenz, um das Potenzial disruptiver Innovationen im deutschen Ökosystem voll auszuschöpfen. Im Fokus stehen dabei praxisnahe Strategien zur Skalierung, der effektive Wissenstransfer sowie die Vernetzung von Deep-Tech-Gründern mit strategischen Investoren und Industrie-Partnern. Angesichts des globalen Wettbewerbs im Bereich zukunftsweisender Technologien demonstriert Fraunhofer, wie durch gezielte Innovationsförderung und exzellentes Venture-Building aus wissenschaftlichen Durchbrüchen globale Marktführer entstehen können, die die digitale und technologische Souveränität Europas nachhaltig stärken.
Globales Low-Carbon-Forum forciert netzbildende Technologien und KI-gestützte Energielösungen
Am 15. September 2026 fand in Shenzhen das Global Low-Carbon Industry Forum statt, mitorganisiert von Huawei Digital Power, dem Global Solar Council und der China Energy Research Society. Im Fokus stand die Fusion netzbildender Technologien (Grid-Forming) mit künstlicher Intelligenz, um globale Herausforderungen wie Netzsicherheit, Versorgungssicherheit und die Energieversorgung für knapp 700 Millionen Menschen ohne Stromanschluss zu lösen. Zu den Höhepunkten zählte die Gründung der ‚Global Joint Initiative on Grid Forming & AI‘ zur Beschleunigung von Standardisierung und Rollout sowie Huaweis Vorstellung des ‚FusionSolar Agent‘ für intelligentes Kraftwerksmanagement. Präsentiert wurden zudem das MTerra Solar Grid-Forming-Projekt auf den Philippinen (3,5 GW PV und 4,5 GWh Speicher) und Europas erster Megawatt-Grid-Forming-Test mit dem Fraunhofer IWES. Die Konferenz unterstrich die transformative Rolle erneuerbarer Energien, Speicher und KI für die weltweite Infrastruktur.
EveryCarbon erhält FLAIR-Unterauftrag zur Skalierung der Materialproduktion
EveryCarbon, ein Hersteller von Hochleistungsschutzmaterialien, hat im Rahmen des von der TU Hamburg geleiteten FLAIR-Projekts einen Unterauftrag erhalten, um die Produktion zirkulärer Diole vom Labormaßstab zu einem industriellen 10.000-Liter-Piloten bei Popp Feinkost zu skalieren. Das Projekt zielt darauf ab, die industrielle Produktion von ECOne zu validieren, einem Polyester-Isoliermaterial, das Lebensmittelabfall-Hydrolysat und bestehende Infrastruktur nutzt. Diese Initiative unterstützt den Wandel hin zu einer fossilunabhängigen Fertigung und umfasst Partner wie die Universität Hamburg und das Fraunhofer IPA für Monomerentwicklung und Datenanalytik. Das mehrjährige Projekt konzentriert sich darauf, Nebenströme der Lebensmittelverarbeitung in funktionale Materialien umzuwandeln und so nachhaltige industrielle Kreisläufe zu etablieren.
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