Beobachtetes Signal · 20. Mai 2026 · Cancellation · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Moderator Stefan Mross reagiert fassungslos auf Show-Aus bei der ARD
Stefan Mross, langjähriger Moderator der ARD/SWR-Sonntagsshow „Immer wieder sonntags“, hat sich gegenüber der Bild-Zeitung tief bestürzt über die Entscheidung des Senders gezeigt, das Format nach der Saison 2026 einzustellen. SWR und ARD hatten dies mit anhaltendem Kostendruck begründet und angekündigt, die freiwerdenden Mittel teilweise einzusparen und teilweise in neue digitale Entertainment-Formate zu investieren. Mross kritisierte, er sei erst Stunden vor der Öffentlichkeit informiert worden und sollte ein vorbereitetes Statement unterzeichnen, was er ablehnte. In einer früheren Pressemitteilung hatten Clemens Bratzler (SWR) und Christine Strobl (ARD) Mross für seinen jahrzehntelangen Einsatz gedankt. Die finale Staffel im Jahr 2026 umfasst noch zwölf reguläre Live-Episoden, ein großes Finale sowie eine Best-of-Sendung. Der Bericht wurde am 20. Mai 2026 von DWDL.de veröffentlicht.
Die Einstellung eines langjährigen linearen TV-Formats verdeutlicht den anhaltenden Kostendruck und die strategische Umschichtung von Budgets hin zu digitalen Entertainment-Formaten. Dies wirkt sich direkt auf die Programmgestaltung öffentlich-rechtlicher Sender und das künftige lineare Werbeinventar aus.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der SWR stellt „Immer wieder sonntags“ nach der Saison 2026 aus Kostengründen ein.
- Die Abschiedsstaffel 2026 umfasst zwölf Live-Episoden, ein Finale und eine Best-of-Sendung.
- Stefan Mross erfuhr erst kurz vor der Öffentlichkeit von dem Aus und lehnte die Unterschrift eines vorgefertigten Statements ab.
- Clemens Bratzler (SWR) und Christine Strobl (ARD) würdigten Mross in einer offiziellen Erklärung für seine langjährige Präsenz.
- Stefan Mross moderierte die ARD-Show seit dem Jahr 2005.
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SWR Cancels 'Immer wieder sonntags'; Format Poaching Looms
SWR has decided to end its long-running morning entertainment show "Immer wieder sonntags" as part of a broader set of program cuts driven by cost pressures and a strategic push to reallocate resources toward younger, digital audiences. SWR programming director Clemens Bratzler had signalled earlier that budget savings would require cuts across administration, infrastructure and programming aimed at older linear viewers. Private broadcasters face the opposite challenge — shifting youth-focused content to streaming while needing stronger linear offerings for remaining viewers — raising talk of private channels potentially picking up formats or talent (host Stefan Mross said he is in talks with private broadcasters). Creators worry budget cuts could threaten program quality, and the industry may see more format transfers where one broadcaster drops a show and another picks it up.
RTL stellt „Stern TV am Sonntag“ nach anhaltender Quotenschwäche ein
RTL trennt sich nach der laufenden Staffel vom Magazinableger „Stern TV am Sonntag“; die finale Ausgabe wird am 06. September 2026 ausgestrahlt. Das Format ging 2022 an den Start, erzielte jedoch dauerhaft nur einstellige Marktanteile in der werberelevanten Kernzielgruppe (14–49 Jahre) sowie eine Reichweite von unter einer Million Zuschauern. Infolgedessen fokussiert sich der Sender künftig wieder auf das klassische Mittwochsformat sowie neue Programmideen. Zuvor durchgeführte Optimierungen – darunter der Wechsel an der Moderationsspitze von Steffen Hallaschka zu Redaktionsleiter Stefan Uhl, veränderte Aufzeichnungstage sowie der Studioumzug von den EMG-Studios in Hürth in die Bavaria-Studios in Köln-Bocklemünd – brachten keine nachhaltige Trendwende. Die Produktion lag zuletzt bei i&u Studios, mit denen RTL laut eigenen Angaben bereits Vereinbarungen über alternative TV-Formate getroffen hat.
Torsten Amarell wechselt zum SWR und wird Leiter „Show & Factual“
Torsten Amarell übernimmt zum 1. August 2026 die Leitung der neu geschaffenen Abteilung „Show & Factual“ beim SWR. Er wechselt vom rbb, wo er als Hauptabteilungsleiter Gesellschaft unter anderem für Radiowellen sowie digitale Angebote für jüngere Zielgruppen verantwortlich war. Z zuvor leitete Amarell den Bereich Talk & Journalistische Unterhaltung beim MDR und fungierte als Redaktionsleiter des NDR-Formats DAS!. Beim SWR verantwortet er künftig den Ausbau des nicht-linearen Entertainments sowie zentrale TV-Marken, darunter die ARD-Federführung beim Eurovision Song Contest, „Verstehen Sie Spaß?“, „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ und „Sag die Wahrheit“. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler hob Amarells umfassende Branchenerfahrung und sein starkes Netzwerk hervor. Der Fachbeitrag wurde am 9. Juli 2026 von MEEDIA veröffentlicht.
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