Beobachtetes Signal · 16. Juni 2026 · Insolvency · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
Baumarktkette Hellweg meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an
Die Dortmunder Baumarkt- und Gartencenterkette Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt, dem stattgegeben wurde. Das Unternehmen betreibt in Deutschland 68 Filialen – vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet und in Berlin – mit rund 2.900 Beschäftigten; Medienberichten zufolge beschäftigt die gesamte Hellweg-Gruppe inklusive Österreich rund 4.000 Mitarbeiter. Das Gericht bestellte den Rechtsanwalt Stefan Denkhaus zum vorläufigen Sachverwalter zur Wahrung der Gläubigerinteressen. Zwei weitere Restrukturierungsexperten wurden in die Geschäftsführung berufen. Der stationäre Betrieb sowie der Onlineshop laufen uneingeschränkt weiter. Die Gehälter der Beschäftigten sind für die kommenden drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Eine regionale Handelsinsolvenz mit begrenzten direkten Auswirkungen auf die AdTech- und MarTech-Branche, die allenfalls lokale Werbebudgets und Retail Media-Potenziale geringfügig dämpfen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.
- Das Amtsgericht Essen hat dem Insolvenzantrag von Hellweg stattgegeben.
- Das Unternehmen betreibt 68 Märkte in Deutschland mit rund 2.900 Beschäftigten; die Gruppe kommt laut Berichten inklusive Österreich auf ca. 4.000 Mitarbeiter.
- Rechtsanwalt Stefan Denkhaus wurde zum vorläufigen Sachverwalter bestellt.
- Alle Standorte und der Onlineshop bleiben geöffnet; die Mitarbeiter erhalten für drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
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Kartellamt genehmigt Bauhaus-Übernahme von acht Hellweg-Standorten
Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von acht Standorten der Hellweg-Gruppe und der BayWa Bau- und Gartenmärkte durch Bauhaus freigegeben. Die Märkte befinden sich in Backnang, Beckum, Berlin-Köpenick, Dahlwitz-Hoppegarten, Dortmund-Hacheney, Essen-Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam. Die Behörde stellte fest, dass in allen regionalen Einzugsgebieten ausreichend Wettbewerb besteht. Die Prüfung basierte auf tatsächlichen Kundenwegen und Nachfrageverhalten, unterstützt durch Kundenkartendaten und Befragungen. Hellweg, das sich seit Juni 2026 in Insolvenz in Eigenverwaltung befindet, verkauft im Rahmen der Restrukturierung die Mietverträge dieser Standorte. Bauhaus, das rund 290 Standorte im In- und Ausland betreibt, erweitert damit sein Filialnetz.
Mäc Geiz stellt Insolvenzantrag: Filialschließungen und Restrukturierung drohen
Der deutsche Non-Food-Discounter Mäc Geiz (Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH) hat laut öffentlichen Bekanntmachungen beim Amtsgericht Halle (Saale) Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Von dem Verfahren ist auch die MTH Retail Services (Germany) GmbH betroffen; zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Lucas Flöther bestellt. Die Handelskette betreibt rund 180 Filialen – überwiegend in Ostdeutschland – und beschäftigt circa 1.200 Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb wird zunächst fortgeführt, während alle Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit und potenzielle Schließungen geprüft werden. Die Gehälter der Beschäftigten sind für drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert. Als Gründe nannte das Unternehmen die schwache Verbrauchernachfrage, steigende Lebenshaltungskosten sowie den Wegfall von Warenkreditversicherungen. Erst im Februar hatte die Kodi Beteiligungs GmbH zahlreiche Filialen übernommen; vorheriger Eigentümer war die MTH Retail Group.
Galeria stellt erneut Insolvenzantrag
Die deutsche Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet - es ist der vierte Antrag innerhalb von sechs Jahren. Das Unternehmen, das 83 Filialen und rund 12.000 Mitarbeiter betreibt, hat beim Amtsgericht Düsseldorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst weiterlaufen. Galeria, das 2024 von der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz übernommen wurde, steht vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen hatte im Juni eine Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro von Gordon Brothers erhalten, die an einen dreijährigen Sanierungsplan gekoppelt ist. Der jüngste Antrag folgt auf einen Umsatzrückgang von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 2 Milliarden Euro im Jahr 2025. Die Zukunft vieler Filialen ist ungewiss, und die Mitarbeiter könnten aufgrund der laufenden Planüberwachung kein Insolvenzgeld erhalten.
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