Beobachtetes Signal · 25. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
HDE fordert beschleunigte Reformen zur Entlastung des Einzelhandels
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat die Bundesregierung aufgefordert, vereinbarte Reformen zur Entlastung des Handels von steigenden Arbeits-, Energie- und Bürokratiekosten zügig umzusetzen. Vor einer Kabinettsklausur warnte HDE-Präsident Alexander von Preen, dass die schwache Verbraucherstimmung eine nachhaltige Branchenerholung verhindert, und forderte rasch wirksame Maßnahmen für Unternehmen und Haushalte. Der Verband verlangt insbesondere den Schutz von Minijobs – rund 800.000 Minijobber sind im Einzelhandel beschäftigt –, geringere Lohnnebenkosten, steuerliche Berücksichtigung für Einzelunternehmer sowie eine zügige Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen. Angesichts der anhaltenden Konsumzurückhaltung und stark belasteter Innenstädte drängt der HDE auf spürbare politische Impulse, um die Liquidität der Händler zu sichern und Investitionsspielräume zu wahren.
Politische Verbandsforderungen beeinflussen die operativen Kosten von Händlern und das Konsumentenvertrauen, was sich direkt auf Einzelhandelsumsätze und nachgelagerte Werbebudgets auswirkt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert vor einer Kabinettsklausur die rasche Umsetzung vereinbarter Reformen.
- Der HDE verlangt Entlastungen bei Arbeits-, Energie- und Bürokratiekosten sowie den Schutz von rund 800.000 Minijobs im Handel.
- HDE-Präsident Alexander von Preen sieht die anhaltend schwache Verbraucherstimmung als zentrale Belastung für den Einzelhandel und die Innenstädte.
- Der Verband fordert konkret eine Stromsteuersenkung für alle Unternehmen und steuerliche Erleichterungen für Einzelunternehmer.
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1 verknüpfte Unternehmen“Article published on 25 August 2026 by the Retail-News editorial team (Retail-News Redaktion)....”
Ontologie & Marktkonzepte
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HDE: Konsumlaune und Geschäftslage im Handel unter starkem Druck
Eine aktuelle Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter 600 Handelsunternehmen zeigt, dass zwei Drittel der Händler im ersten Halbjahr eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage verzeichneten. Die Stimmung im Sektor wird vom HDE als vergleichbar mit dem zweiten COVID-19-Lockdown eingestuft. Angesichts dieser massiven Belastungen fordert der Verband von der Politik dringende Reformen, die über Anpassungen bei den Lohnnebenkosten und den Regelungen für Minijobs hinausgehen. Der Bericht unterstreicht die anhaltend verhaltene Konsumlaune in Deutschland, was direkte Relevanz für den stationären und digitalen Handel sowie werbetreibende Marken hat. Der Artikel wurde am 14.07.2026 von Hans-Jürgen Deglow in der Lebensmittelzeitung (DFV Mediengruppe) veröffentlicht und beleuchtet die aktuellen Herausforderungen der Branche.
HDE kritisiert geplante Kassenpflicht und fordert risikobasierte Regulierung
Der Handelsverband Deutschland (HDE) übt deutliche Kritik an der geplanten Pflicht zur Nutzung elektronischer Kassensysteme für Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 100.000 Euro. Zwar befürwortet der Verband Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung, hält die starre Umsatzgrenze jedoch für unverhältnismäßig. Stattdessen fordert der HDE eine Kopplung an den tatsächlichen Bargeldumsatz sowie gezielte, risikobasierte Kontrollen. Die Bundesregierung plant die Einführung der Registerpflicht zum 1. Januar 2028 im Rahmen ihrer Strategie zur Bekämpfung von Steuerkriminalität. Zudem spricht sich der HDE gegen die unveränderte Beibehaltung der allgemeinen Belegausgabepflicht (Bonpflicht) aus, da insbesondere kleine Händler durch anstehende Systemumstellungen und Compliance-Anforderungen mit erheblichen Investitionskosten und administrativem Mehraufwand belastet würden.
Handelsverband HDE lehnt gesetzliche Pflicht zur Kartenakzeptanz ab
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat einen politischen Vorstoß zur gesetzlichen Verpflichtung von Händlern zur Kartenakzeptanz scharf zurückgewiesen. Hintergrund sind Pläne des Bundesfinanzministeriums zur Förderung digitaler Bezahlmethoden. Der HDE argumentiert, dass Bargeld- und Kartenzahlungen im deutschen Einzelhandel bereits flächendeckend verfügbar seien; rund 99 Prozent der Transaktionen bieten beide Optionen. Eine gesetzliche Pflicht würde jedoch zu höheren Gebühren und mehr Bürokratie führen, insbesondere durch den Zwang zur Annahme teurer internationaler Kartensysteme. Stattdessen fordert der HDE die Erlaubnis, anfallende Karten- und Zahlungsgebühren an die Kundschaft weiterzugeben (Surcharging), sowie die Förderung kosteneffizienter digitaler Alternativen wie dem digitalen Euro. Diese regulatorische Position beeinflusst maßgeblich die hiesige Payment-Landschaft und betrifft direkt die Wachstumsstrategien von Payment Service Providern im Retail-Sektor.
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