Beobachtetes Signal · 2. Nov. 2026 · Security Incident · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Hacker drehen Kühlungen in Supermärkten in Schweden und Belgien auf 55 Grad
In einer zweiten Angriffswelle nach einem Vorfall in Frankreich im Oktober haben Hacker die Kühlsteuerungen von Supermärkten in Schweden und Belgien ferngesteuert und Temperaturen von bis zu 55 Grad erzeugt. Die schwedischen Ketten Ica und Coop bestätigten betroffene Filialen, die belgischen Ketten Delhaize und Carrefour meldeten 40 bzw. 15 Standorte. Die Angriffe nutzen veraltete Danfoss-Steuergeräte (AK-SM 800, AK-SC 355), die das Ende ihres Lebenszyklus überschritten haben und über das Internet erreichbar sind. Sicherheitsforscher hatten die Schwachstelle bereits im Vorjahr demonstriert. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die französischen Behörden ermitteln, die Täter sind noch unbekannt.
Dies ist ein bedeutender Cybersicherheitsvorfall, der kritische Einzelhandelsinfrastruktur in Europa betrifft und auf Schwachstellen in IoT-Geräten hinweist. Er verdeutlicht systemische Risiken in der Lieferkette des Einzelhandels mit möglichen Auswirkungen auf Geschäftskontinuität und Lebensmittelsicherheit. Obwohl nicht direkt ein AdTech-Thema, ist es für die breitere Technologie- und Infrastrukturlandschaft relevant.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Hacker erhöhten Temperaturen in Supermarkt-Tiefkühltruhen auf bis zu 55°C in Schweden und Belgien.
- Die schwedischen Ketten Ica und Coop bestätigten betroffene Filialen; die belgischen Ketten Delhaize und Carrefour meldeten 40 bzw. 15 Standorte.
- Die Angriffe nutzten veraltete Danfoss-Steuergeräte (AK-SM 800, AK-SC 355) mit bekannten Schwachstellen.
- Dies ist die zweite Welle nach einem Angriff im Oktober auf bis zu 700 französische Supermärkte.
- Die Schadensschätzungen liegen bei mehreren Millionen Euro.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Muttergesellschaft von Delhaize, bestätigte einen IT-Vorfall, der die Kühlsysteme in mehreren Filialen betraf.”
“Belgische Supermarktkette, Teil von Carrefour Belgien, meldete 15 betroffene Standorte.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Hackerangriffe auf Kühlsysteme deutscher Supermärkte
Eine Serie von Cyberangriffen hat Kühlsysteme in deutschen Supermärkten ins Visier genommen, mit Vorfällen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In Wuppertal, Wetter und im Münsterland wurden Kühlanlagen vermutlich gehackt, um die Temperaturen zu erhöhen, was zu Lebensmittelverderb und erheblichen finanziellen Verlusten führte. In Lilienthal musste ein Supermarktbesitzer Waren im Wert von über 360.000 Euro entsorgen, nachdem die Kühlung in der Nacht ausfiel und die Temperaturen auf 30 Grad stiegen. Ähnliche Angriffe gab es in Europa, unter anderem in Belgien, Schweden und Irland, wobei die Angreifer die Systeme offenbar aus der Ferne in den Abtaumodus versetzten. Die Vorfälle folgen auf einen großangelegten Angriff im Oktober, der mehrere französische Supermarktketten betraf. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger forderte mehr Anstrengungen zum Schutz digitaler Gebäude- und Betriebstechnik, während Christian Müller, CEO von Schwarz Digits, vor KI-gestützten Angriffen warnte. Die Supermärkte der Schwarz Gruppe sind nicht betroffen.
Zweite Welle von Cyberangriffen trifft Supermarktkühlschränke in Europa
Eine zweite Welle von Cyberangriffen hat Supermarktkühlschränke in ganz Europa getroffen und zu Lebensmittelverderb und Lieferunterbrechungen geführt. Die Supermarktriesen Ahold Delhaize und Colruyt bestätigten die Angriffe, die dutzende Filialen in Belgien, Irland, Luxemburg und Schweden betrafen. Ein belgisches Unternehmen, das Delhaizes Systeme betreibt, berichtete, dass Hacker die Einstellungen auf Abtauen geändert hätten. Die Angriffe folgen auf einen ähnlichen Vorfall in Frankreich im letzten Monat, der bei Hunderten von Supermärkten zu Lebensmittelverlusten führte. Sicherheitsforscher führen die Verwundbarkeit auf internetverbundene Kühlschränke des dänischen Unternehmens Danfoss zurück, das keine Sicherheitsupdates mehr bereitstellt. Das Sicherheitsunternehmen Claroty hatte bereits im August vor Remote-Hack-Risiken gewarnt. Die Vorfälle verdeutlichen die realen Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Lebensmittelversorgungskette, nachdem ein Angriff auf den Distributor UNFI im Jahr 2025 zu Engpässen in den USA geführt hatte. Die Behörden untersuchen außerdem mögliche Iran-bezogene Angriffe auf Gefrierschränke auf Militärbasen.
USA warnen vor Cyber-Bedrohung für Industriekühlung
Die US-Regierung hat in einer gemeinsamen Erklärung vor einer anhaltenden Cyber-Bedrohung für industrielle Kühlanlagen gewarnt, nachdem es zu massiven Hackerangriffen auf Supermärkte, Militärstützpunkte und eine Blutbank gekommen war. Die Angreifer nutzten internetverbundene Kühlketten-Überwachungssysteme aus, um Temperaturen zu verändern, was zu Lebensmittelverderb und möglichen Gefahren führte. Die Angriffe, die von Forschern dem Iran zugeschrieben wurden, betrafen auch Systeme von Danfoss, die keine Sicherheitsupdates mehr erhielten. CISA, das FBI und andere Behörden forderten Betreiber kritischer Infrastruktur auf, Fernsteuerungssysteme vom Internet zu trennen, Passwörter zu stärken und nicht mehr unterstützte Geräte auszumustern. Die Angriffe betrafen die Bereiche Lebensmittel, Landwirtschaft, Transport und Gesundheitswesen in mehreren Ländern.
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