Beobachtetes Signal · 18. Sept. 2020 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Googlebot startet Crawling von HTTP/2-Seiten im November
Google hat angekündigt, dass der Googlebot ab Mitte November 2020 mit dem Crawling einer Untermenge von Seiten über HTTP/2 beginnt. Dies setzt voraus, dass der Server das Protokoll unterstützt und Website-Betreiber nicht optieren. Websites mit HTTP/1.1 werden wie gewohnt weiter gecrawlt. HTTP/2 gilt als schneller und effizienter, da eine einzige TCP-Verbindung mehrere Datenströme multiplexen kann, was die Serverressourcen beim Crawling schont. Zu Beginn werden nur einzelne Seiten über HTTP/2 gecrawlt, gefolgt von einer schrittweisen Ausweitung. Betreiber können sich durch die Rückgabe des HTTP-Statuscodes 421 oder über das Googlebot-Team abmelden. Diese Entwicklung unterstreicht Googles Fokus auf Crawl-Effizienz und Protokollevolution im Indexierungsprozess.
Ein technisches Update einer Major Platform mit direkten Auswirkungen auf Crawling und Infrastruktur. Dies besitzt hohe Relevanz für die technische SEO, ist jedoch nicht konsumentengerichtet.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Googlebot crawlt Seiten ab Mitte November 2020 über HTTP/2.
- Das HTTP/2-Crawling erfolgt nur bei Serverunterstützung und wenn kein Opt-out vorliegt.
- Ein Opt-out ist über den HTTP-Statuscode 421 oder direkt über das Googlebot-Team möglich.
- HTTP/2 ermöglicht Multiplexing über eine einzige TCP-Verbindung und reduziert so die Serverlast beim Crawling.
- Die Einführung beginnt beschränkt auf isolierte Seiten mit anschließender breiterer Adaption.
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Grok Bot durchsucht X und nutzt Konkurrenzmodelle
SpaceXAI hat seinen AI-Agenten Grok Bot um die Fähigkeit erweitert, die gesamte X-Plattform kontinuierlich zu durchsuchen und zu analysieren. Nutzer können den Agenten nun für 24/7-Social-Listening, Markenüberwachung und Trendanalysen einsetzen, ähnlich wie bei Googles Information Agents. Grok Bot wird je nach Aufgabenstellung auch Modelle von Konkurrenten wie Claude Opus 5.5, Midjourney und Suno integrieren. Dieser Schritt signalisiert einen Wandel hin zu Multi-Modell-AI-Agenten und erweitert die Möglichkeiten der KI-gestützten Social-Media-Analyse.
OpenAI wirbt für Anzeigen in ChatGPT als humanitärer Auftrag
Auf der Advertising Week New York verteidigte Samantha Jacobson, VP of Monetization Partnerships bei OpenAI, die Einführung von Werbung in ChatGPT als Weg, die Vorteile der AGI für alle zugänglich zu machen, da nicht jeder für Abos zahlen kann. Sie betonte, dass das Verbrauchervertrauen das Wichtigste sei, selbst auf Kosten von Umsatz oder Partnerschaften, und stellte die intent-basierte Werbung von ChatGPT der traditionellen demografischen Zielgruppenansprache gegenüber, die sie als 'gruselig' bezeichnete. Das Werbegeschäft von OpenAI wächst schnell: Anzeigen starteten im Februar, ein Self-Service-Ad-Manager in den USA im Mai, und Ende August wurde eine jährliche Umsatzrate von 1 Milliarde US-Dollar erreicht, mit Zehntausenden Werbetreibenden in über 40 Ländern. Das Unternehmen strebt laut Berichten 2,5 Milliarden US-Dollar Werbeeinnahmen in diesem Jahr und 100 Milliarden US-Dollar bis 2030 an. Jacobsons Aussagen kommen vor dem Hintergrund allgemeiner Skepsis gegenüber werbefinanzierten Modellen und Datenschutzbedenken.
Windows führt Open-Weight-KI wie DeepSeek und Nvidias Nemotron ein
Microsoft positioniert Windows neu als Plattform für 'hybride Intelligenz' und ermöglicht KI-Agenten, die je nach Aufgabe lokal am PC oder in der Cloud laufen. Das Unternehmen kündigte die allgemeine Verfügbarkeit von Microsoft Execution Containers (MXC) an, integrierte Sandboxes, die den Zugriff von Agenten auf Dateien und Netzwerke kontrollieren, mit Unterstützung von Codex, GitHub Copilot, OpenClaw und anderen. Zudem stellt Microsoft neue lokal laufende Modelle vor, darunter MAI Code 1.1 Flash, Nvidias Nemotron und DeepSeek V4 Flash. Das Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX-Spark-Chip wurde vorgestellt und ist vorbestellbar. Copilot erhält erweiterte Befugnisse, um auf lokale Dateien zuzugreifen und Aufgaben auf Copilot+-PCs auszuführen, die in den kommenden Monaten ausgerollt werden. Dieser Schritt signalisiert eine weitere Loslösung von OpenAI, da Microsoft eigene MAI-Modelle baut und Alternativen integriert. Die Ankündigung folgt auf Rückschläge mit Recall und der Copilot+-Marke, doch Microsoft setzt nun auf einen sicherheitsorientierten Ansatz.
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