Beobachtetes Signal · 22. Jan. 2021 · Partnership · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Google zahlt über News Showcase vermehrt Publisher in Frankreich
In Frankreich hat ein neues Urheberrechtsgesetz, das eine Vergütung für die Anzeige von Verlagshinweisen vorschreibt, Google zu Anpassungen bei der Nachrichtenausgabe veranlasst. Als Kompromiss zur Regulierung bezahlt das Google News Showcase-Programm Publisher für qualitativ hochwertige journalistische Inhalte zu den Bedingungen des Tech-Giganten. In Frankreich haben sich bereits namhafte Medien wie Le Monde, Le Figaro und Libération angeschlossen, und weltweit umfasst das Programm schätzungsweise 450 Publisher. Zudem gab Google eine globale Vereinbarung mit Reuters bekannt. Durch bestimmte News Showcase-Partnerschaften erhalten Nutzer sogar kostenlosen Zugriff auf ansonsten hinter Paywalls verborgene Artikel. Während Google bei der für 2021 geplanten Expansion mit neuen Funktionen zur Unterstützung des Qualitätsjournalismus vor weiterem regulatorischen Gegenwind warnte, dient die Situation in Australien als potenzieller Präzedenzfall dafür, wie solche Ansätze die digitalen Medienmärkte und den Einfluss von Google beeinflussen könnten.
Die Expansion von News Showcase und die Debatten um Publisher-Vergütungen spiegeln den wachsenden regulatorischen Druck wider, wobei die globale Reuters-Partnerschaft eine zentrale Rolle einnimmt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Frankreich ratifizierte ein Urheberrechtsgesetz, das Verlage für die Anzeige ihrer Inhalte entschädigt.
- Google News Showcase vergütet Publisher für journalistische Qualitätsprodukte nach eigenen Bedingungen.
- Französische Teilnehmer sind Le Monde, Le Figaro und Libération; global machen rund 450 Publisher mit.
- Google kündigte eine weltweite Partnerschaft mit Reuters im Rahmen von News Showcase an.
- Einige News Showcase-Partner gewähren freien Zugang zu sonst kostenpflichtigen Paywall-Inhalten.
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Französische Verlage reichen Kartellbeschwerde gegen Google wegen AI Overviews ein
Die französische Verlagsallianz APIG hat bei der nationalen Wettbewerbsbehörde Beschwerde gegen Google eingereicht. Sie fordert eine finanzielle Vergütung für die Nutzung von Publisher-Inhalten in AI Overviews und AI-Modi ohne vorherige Zustimmung oder Lizenzierung. Nach Ansicht der APIG verstößt Google damit gegen französische Gesetze zum Leistungsschutzrecht, die große Digitalplattformen zu fairen Verhandlungen mit Verlagen verpflichten. Unter Berufung auf Regulierungsdaten betont die Allianz, dass KI-Zusammenfassungen für bis zu 38 Prozent der Traffic-Verluste von Verlagen in europäischen Märkten verantwortlich sind. Die APIG stellt sich nicht gegen KI-Innovationen, fordert jedoch eine angemessene Vergütung und will Google an den Verhandlungstisch zurückbringen. Bereits 2022 war Google wegen der Nichteinhaltung verwandter Verpflichtungen mit einer Geldbuße von 500 Millionen Euro belegt worden.
300 französische Zeitungen gehen gegen Googles AI Overviews vor
Fast 300 französische Zeitungen haben bei der französischen Wettbewerbsbehörde Beschwerde gegen Google eingereicht. Auslöser ist das im Juli eingeführte Feature "AI Overview". Die Verleger, unterstützt vom Verband Apig, kritisieren, dass die KI-generierten Zusammenfassungen oberhalb der organischen Suchergebnisse den Traffic auf ihren Webseiten drastisch reduzieren und fordern eine faire Vergütung für die Nutzung ihrer journalistischen Inhalte. Der Konflikt beruht auf einer Vereinbarung aus dem Jahr 2022, in der sich Google zu Zahlungen an Presseverleger verpflichtet hatte, welche laut Verlegerseite durch die neuen KI-Übersichten verletzt wird. Die Behörde hatte Google in diesem Zusammenhang bereits zuvor mit einer Geldstrafe in Höhe von 250 Millionen Euro belegt. Der Fall verdeutlicht die weltweit wachsende rechtliche und regulatorische Prüfung von KI-generierten Suchfunktionen und deren Auswirkungen auf das Such- und Monetarisierungs-Ökosystem.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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