Beobachtetes Signal · 25. Nov. 2016 · Hiring · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Google verzichtet bei der Personalgewinnung auf Notendurchschnitte und Elite-Abschlüsse
Der Artikel beleuchtet den Wandel in der Rekrutierung bei Google, das früher auf Denksportaufgaben und Absolventen von Elite-Universitäten setzte. Laut Laszlo Bock, dem ehemaligen Chief Human Resources Officer von Google, ist der Notendurchschnitt als Einstellungskriterium wertlos. Interne Datenanalysen zeigten, dass weder Bestnoten noch das Universitätsprästige die Arbeitsleistung verlässlich vorhersagen. Absolventen mit Top-Noten hatten kaum Vorteile, während Noten bei Kandidaten mit Berufserfahrung völlig irrelevant waren. Daher hat Google den Einstellungsprozess grundlegend reformiert: Denksportaufgaben wurden abgeschafft, und ein Studienabschluss ist keine zwingende Voraussetzung mehr. Stattdessen konzentriert sich die aktuelle Praxis auf praktische Berufserfahrung, Problemlösungskompetenz und Fragen nach real bewältigten Herausforderungen. Ideale Kandidaten zeichnen sich durch technische Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität sowie die Offenheit aus, bessere Lösungen von Kollegen anzuerkennen.
Der Strategiewechsel einer führenden Plattform wie Google hin zu einer erfahrungsbasierten Evaluierung statt Noten dient als Vorbild und beeinflusst potenziell die Rekrutierungspraktiken im gesamten AdTech- und MarTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google lud historisch gesehen bevorzugt Elite-Absolventen ein und nutzte Denksportaufgaben im Interview.
- Laszlo Bock, ehemaliger HR-Chef von Google, erklärte, dass der Notendurchschnitt für die Kandidatenauswahl wertlos ist.
- Datenanalysen bewiesen, dass der Notendurchschnitt nicht mit der späteren Arbeitsleistung korreliert.
- Google hat den Rekrutierungsprozess umgestellt, Denksportaufgaben entfernt und den Studienabschluss als Kann-Kriterium definiert.
- Neue Interviewfragen fokussieren auf praktische Berufserfahrung, Problemlösungskompetenz, Kreativität und Offenheit.
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Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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