Beobachtetes Signal · 18. Juni 2020 · Funding · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Google stellt 175 Millionen US-Dollar für schwarze Unternehmer bereit
Google hat einen Fonds in Höhe von 175 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Unternehmen unter der Leitung von People of Color (PoC) angekündigt. Davon fließen 100 Millionen US-Dollar in PoC-Start-ups sowie Organisationen zur Förderung schwarzer Unternehmer, 50 Millionen US-Dollar als direkte Zuschüsse an kleinere, von Schwarzen geführte Unternehmen und 25 Millionen US-Dollar in Bildungs- und Trainingsprogramme. CEO Sundar Pichai stellte diese Maßnahmen im Unternehmensblog vor, ergänzt durch interne Diversitätsinitiativen wie die Erhöhung des Anteils schwarzer Führungskräfte um 30 Prozent bis 2025 sowie den Ausbau von Anti-Rassismus-Programmen. Der Schritt folgt auf branchenweite Reaktionen auf soziale Ungerechtigkeit, zu denen zuvor auch YouTubes Zusage von 100 Millionen US-Dollar für schwarze Content Creators gehörte, und hat signifikante Auswirkungen auf das gesamte Technologie- und Werbeökosystem.
Google verbindet ein substanzielles philanthropisches Investment mit verbindlichen internen Diversitätszielen, was erhebliche Auswirkungen auf die Kultur und Struktur im Technologie- und Werbeökosystem hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google stellt 175 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von PoC-geführten Unternehmen bereit
- 100 Millionen US-Dollar gehen an PoC-Start-ups und Organisationen zur Förderung schwarzer Unternehmer
- 50 Millionen US-Dollar sind als Zuschüsse für kleinere, von Schwarzen geführte Unternehmen vorgesehen
- 25 Millionen US-Dollar fließen in die Aus- und Weiterbildung von PoC
- Google strebt an, den Anteil schwarzer Führungskräfte bis 2025 um 30 Prozent zu steigern
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3 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
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Pichai: KI-Wandel treibt massive Startup-Investitionen von Alphabet voran
Alphabet-CEO Sundar Pichai erklärte im Gespräch mit Stripe-Mitgründer John Collison, dass der Aufstieg der künstlichen Intelligenz neue Möglichkeiten eröffnet, um verstärkt in Startups zu investieren. Anstatt sich ausschließlich auf klassische Venture-Capital-Wege zu verlassen, setzt Alphabet verstärkt Kapital aus der eigenen Bilanz für strategische KI-Wetten ein. Als historische Referenz nannte Pichai unter anderem das 900-Millionen-Dollar-Investment in SpaceX aus dem Jahr 2015, dessen Wert sich im Zuge der jüngsten Entwicklungen vervielfacht haben könnte. Zudem belaufen sich Googles Investitionen in Anthropic inzwischen auf über drei Milliarden US-Dollar, was einem geschätzten Anteil von rund 14 Prozent entspricht. Auch bei Waymo bekräftigte Alphabet weiteres finanzielles Engagement. Das Ziel bleibt es laut Pichai, als umsichtiger Kapitalverwalter attraktive Renditen auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften.
Alphabet plant 85 Milliarden Dollar Kapitalerhöhung für KI-Ausbau
Alphabet beabsichtigt, 85 Milliarden US-Dollar über eine Kapitalerhöhung aufzunehmen, um den massiven Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren. Zuvor war ein Volumen von 80 Milliarden US-Dollar avisiert worden, an dem sich Berkshire Hathaway mit 10 Milliarden US-Dollar beteiligen wollte. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer vierwöchigen Kursschwäche der Aktie und folgt auf bereits seit November emittierte Fremdkapitalverbindlichkeiten von über 55 Milliarden US-Dollar. CEO Sundar Pichai und CFO Anat Ashkenazi begründen die Maßnahme mit der Sicherung finanzieller Flexibilität bei gleichzeitiger Skalierung von Rechenkapazitäten, Rechenzentren und KI-Modellen. Google erhöhte die Jahres-Capex-Guidance auf bis zu 190 Milliarden US-Dollar. Google Cloud steigerte den Q1-Umsatz um 63 % im Jahresvergleich auf 20 Milliarden US-Dollar bei einem Auftragsbestand von über 460 Milliarden US-Dollar. Marktteilnehmer reagierten angesichts potenziellen Drucks auf den kurzfristigen Free Cashflow und konkurrierender Mega-IPOs wie OpenAI oder SpaceX verhalten.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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