Beobachtetes Signal · 5. März 2026 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Positiv
Google kippt Play-Store-Provision nach Epic-Streit und öffnet Android
Google beendet die klassische 30-Prozent-Provision im Play Store und führt flexiblere Zahlungsstrukturen sowie ein neuartiges Programm für registrierte Drittanbieter-App-Stores ein. Der Schritt, ausgelöst durch den Rechtsstreit mit Epic Games um Fortnite, zielt darauf ab, die Entwicklererlöse zu steigern und alternative Zahlungsmethoden zu erlauben. Die generelle Provision sinkt auf 20 Prozent, bei Abonnements auf 10 Prozent und für spezielle Programme auf 15 Prozent. Entwickler dürfen alternative Zahlungsmethoden nutzen oder Nutzer auf eigene Webseiten verleiten; bei Abrechnung über Google Play fällt im EWR, UK und den USA eine Gebühr von 5 Prozent an. Zudem startet ein Programm für registrierte Android-Marktplätze mit vereinfachter Installation. Die weltweite Einführung erfolgt schrittweise bis 2027. Ein außergerichtlicher Vergleich zwischen Google und Epic im November 2025 im Wert von rund 800 Millionen US-Dollar bringt Fortnite weltweit zurück in den Play Store und setzt auch das App-Store-Modell von Apple unter Druck.
Richtungsweisende Anpassung der Play-Store-Richtlinien durch Google mit massiven Auswirkungen auf die Monetarisierung im Android-Ökosystem und den Wettbewerb bei App-Stores.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google senkt die generelle Play-Store-Provision auf 20 Prozent; 15 Prozent für App Experience oder Google Play Games Level Up; 10 Prozent für Abonnements.
- Entwickler können fremde Zahlungsmethoden integrieren oder Nutzer auf eigene Webseiten verweisen; eine Google-Play-Abrechnungsgebühr von 5 Prozent gilt im EWR, UK und in den USA.
- Neues Programm für registrierte App-Stores ermöglicht Drittanbieter-Android-Marktplätze mit Sicherheitsstandards und vereinfachter Installationsschnittstelle.
- Rollout: Beginn ab 30. Juni 2026 im EWR, UK und USA; bis 30. September 2026 in Australien; bis 31. Dezember 2026 in Korea und Japan; weltweit bis September 2027.
- Epic Games und Google schlossen im November 2025 einen außergerichtlichen Vergleich über rund 800 Millionen US-Dollar; Fortnite wird weltweit auf Google Play verfügbar.
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Google und Epic Games einigen sich: Play-Store-Gebühren sinken auf 20 Prozent
Google und Epic Games haben einen weltweiten Vergleich erzielt, der ihren jahrelangen Rechtsstreit beilegt und tiefgreifende Änderungen der Google-Play-Richtlinien auslöst. Künftig setzt Google eine neue Servicegebühr von 20 Prozent für In-App-Käufe bei Neuinstallationen und 10 Prozent für wiederkehrende Abonnements an, zuzüglich 5 Prozent bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems. Zudem kehrt Fortnite in den Google Play Store zurück. Google führt ein Programm für registrierte App Stores ein, um die Installation zugelassener alternativer App-Marktplätze zu vereinfachen, und startet neue Entwickleranreize. Die neuen Konditionen und Programme rollen ab dem 30. Juni 2026 regional in den USA, dem EWR und Großbritannien aus, gefolgt von einer weltweiten Expansion bis zum 30. September 2027.
Google loosens Play Store billing rules
Google announced changes to Play Store billing rules effective June 30, 2026, allowing developers in the US, EEA and UK to redirect users to external payment methods or their own websites. Google will charge a 10% service fee on the first $1 million of annual developer revenue regardless of payment method; using Google’s billing adds an extra 5% billing fee that is waived for alternative payment flows. Apps with annual revenue above $1 million will face 20% fees for new in‑app purchases on new installs, while subscription fees remain 10%. Google also announced two reduced‑fee programs — “Games Level Up” and “Apps Experience” — starting September 30, 2026, with a full global rollout of alternative billing planned after September 30, 2027. The changes stem from the Epic Games antitrust case and a 2025 settlement between Google and Epic.
Google und Epic ziehen Vergleich zurück: Play-Store-Öffnung rückt näher
Google und Epic Games haben ihren gemeinsamen Antrag zur Änderung der US-Gerichtsverfügung zur Android-App-Distribution zurückgezogen. Damit wird der Weg frei, dass der Google Play Store in den USA ab dem 22. Juli 2026 konkurrierende Third-Party App Stores führen muss. Google setzt nun die ursprüngliche richterliche Anordnung um, anstatt des zuvor verhandelten Sideloading-Modells für registrierte Stores. Zur Vorbereitung startete Google das Play Catalogue Access Program: Teilnehmende Drittanbieter müssen eine jährliche Prüfgebühr von 5.000 US-Dollar entrichten, Apps ausschließlich in den USA vertreiben, strenge Sicherheitsrichtlinien erfüllen, transparente Trust-and-Safety-Standards vorweisen und die Malware-Installationsversuche unter einem Prozent halten. Der Schritt folgt auf ein Geschworenenurteil, das Google ein illegales Monopol bei der Android-App-Distribution attestierte. Offen bleibt weiterhin, ob Google Gebühren für Link-out-Zahlungen erheben darf.
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