Beobachtetes Signal · 14. Juli 2020 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Google verzichtet wegen Kartellbedenken auf Fitbit-Gesundheitsdaten für Werbung
Alphabet hat im Rahmen der geplanten Übernahme von Fitbit angeboten, keine Gesundheitsdaten der Nutzer für Werbezwecke zu verwenden, um kartellrechtliche Bedenken der Europäischen Kommission auszuräumen. Gegenüber Reuters erklärte Google, dass es bei dem Deal um Geräte und nicht um Daten gehe und man eng mit der EU-Kommission zusammenarbeite. Dieser Schritt erfolgt, während Google im Bereich Fitness-Tracker und Wearables mit Apple und Samsung konkurriert, wobei Fitbit einen Marktanteil von rund drei Prozent hält, während Apple auf etwa 29,3 Prozent kommt. Kritiker befürchten jedoch, dass Google die gewonnenen Gesundheitsdaten nutzen könnte, um seine dominante Position im Online-Advertising weiter zu stärken. Die EU-Kommission prüft das Geschäft derzeit und könnte bei gravierenden Bedenken eine viermonatige Tiefenprüfung einleiten. Kritische Stimmen verweisen darauf, dass ähnliche Zusagen von Tech-Giganten in der Vergangenheit die Datennutzung für Werbung nicht gänzlich verhindern konnten.
Wesentliche Plattform- und Regulierungsentwicklung im Zuge der EU-Kartellprüfung einer hochkarätigen Wearable-Akquisition mit direkten Implikationen für Data-Governance und Targeting-Strategien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Alphabet bot an, Fitbit-Gesundheitsdaten nicht für Werbung zu nutzen, um EU-Kartellbedenken auszuräumen.
- Die EU-Kommission prüft die Übernahme und plant möglicherweise eine vertiefte Untersuchung.
- Fitbit hält rund 3 % Marktanteil bei Wearables, verglichen mit 29,3 % bei Apple.
- Google betonte gegenüber Reuters, dass die Akquisition auf Hardware und nicht auf Daten ausgerichtet ist.
- Kritiker zweifeln an der Wirksamkeit solcher Zusagen, da vergleichbare Selbstverpflichtungen von Plattformen die Datennutzung in der Vergangenheit oft nicht stoppten.
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US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
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