Beobachtetes Signal · 4. März 2026 · Policy Update · Quelle: techcrunch · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Positiv
Google und Epic Games einigen sich: Play-Store-Gebühren sinken auf 20 Prozent
Google und Epic Games haben einen weltweiten Vergleich erzielt, der ihren jahrelangen Rechtsstreit beilegt und tiefgreifende Änderungen der Google-Play-Richtlinien auslöst. Künftig setzt Google eine neue Servicegebühr von 20 Prozent für In-App-Käufe bei Neuinstallationen und 10 Prozent für wiederkehrende Abonnements an, zuzüglich 5 Prozent bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems. Zudem kehrt Fortnite in den Google Play Store zurück. Google führt ein Programm für registrierte App Stores ein, um die Installation zugelassener alternativer App-Marktplätze zu vereinfachen, und startet neue Entwickleranreize. Die neuen Konditionen und Programme rollen ab dem 30. Juni 2026 regional in den USA, dem EWR und Großbritannien aus, gefolgt von einer weltweiten Expansion bis zum 30. September 2027.
Die durch einen globalen Rechtsstreit erzwungenen Richtlinien- und Gebührenanpassungen von Google verändern die Wirtschaftlichkeit für App-Entwickler, den Wettbewerb im App-Distribution sowie den globalen App-Store-Commerce nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google und Epic Games haben einen weltweiten Vergleich zur Beilegung ihrer Streitigkeiten geschlossen, wodurch Fortnite in den Google Play Store zurückkehrt.
- Google legt eine Play-Store-Servicegebühr von 20 Prozent für In-App-Käufe bei Neuinstallationen und 10 Prozent für wiederkehrende Abonnements fest.
- Eine zusätzliche Gebühr von 5 Prozent fällt bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems an (gilt in den USA, im EWR und in UK; in anderen Ländern gelten marktspezifische Raten).
- Google führt ein Programm für registrierte App Stores ein, um Installationsprozesse für zugelassene alternative App-Marktplätze unter Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu optimieren.
- Die neuen Gebühren und Entwicklerprogramme starten am 30. Juni 2026 in den USA, dem EWR und UK, mit gestaffelten Rollouts in Australien, Korea, Japan sowie einer weltweiten Expansion bis Ende September 2027.
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Google kippt Play-Store-Provision nach Epic-Streit und öffnet Android
Google beendet die klassische 30-Prozent-Provision im Play Store und führt flexiblere Zahlungsstrukturen sowie ein neuartiges Programm für registrierte Drittanbieter-App-Stores ein. Der Schritt, ausgelöst durch den Rechtsstreit mit Epic Games um Fortnite, zielt darauf ab, die Entwicklererlöse zu steigern und alternative Zahlungsmethoden zu erlauben. Die generelle Provision sinkt auf 20 Prozent, bei Abonnements auf 10 Prozent und für spezielle Programme auf 15 Prozent. Entwickler dürfen alternative Zahlungsmethoden nutzen oder Nutzer auf eigene Webseiten verleiten; bei Abrechnung über Google Play fällt im EWR, UK und den USA eine Gebühr von 5 Prozent an. Zudem startet ein Programm für registrierte Android-Marktplätze mit vereinfachter Installation. Die weltweite Einführung erfolgt schrittweise bis 2027. Ein außergerichtlicher Vergleich zwischen Google und Epic im November 2025 im Wert von rund 800 Millionen US-Dollar bringt Fortnite weltweit zurück in den Play Store und setzt auch das App-Store-Modell von Apple unter Druck.
Google lockert Play-Store-Abrechnungsregeln und passt Gebührenstrukturen an
Google hat Änderungen der Play-Store-Abrechnungsregeln mit Wirkung zum 30. Juni 2026 angekündigt, die Entwicklern in den USA, dem EWR und dem UK erlauben, Nutzer zu externen Zahlungsmethoden oder eigenen Websites weiterzuleiten. Google erhebt eine Servicegebühr von 10 % auf den ersten Millionenumsatz von Entwicklern, unabhängig von der Zahlungsmethode. Bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems fällt eine zusätzliche Gebühr von 5 % an, die bei alternativen Zahlungswegen entfällt. Apps mit einem Jahresumsatz von über 1 Million US-Dollar werden bei Neuinstallationen mit 20 % für In‑App-Käufe belastet, während die Abo-Gebühren bei 10 % verbleiben. Zudem startet Google am 30. September 2026 zwei reduzierte Gebührenprogramme namens „Games Level Up“ und „Apps Experience“, wobei ein globaler Rollout alternativer Abrechnungen für die Zeit nach dem 30. September 2027 geplant ist. Die Änderungen resultieren aus dem Epic-Games-Kartellverfahren und einem Vergleich aus dem Jahr 2025.
Google und Epic ziehen Vergleich zurück: Play-Store-Öffnung rückt näher
Google und Epic Games haben ihren gemeinsamen Antrag zur Änderung der US-Gerichtsverfügung zur Android-App-Distribution zurückgezogen. Damit wird der Weg frei, dass der Google Play Store in den USA ab dem 22. Juli 2026 konkurrierende Third-Party App Stores führen muss. Google setzt nun die ursprüngliche richterliche Anordnung um, anstatt des zuvor verhandelten Sideloading-Modells für registrierte Stores. Zur Vorbereitung startete Google das Play Catalogue Access Program: Teilnehmende Drittanbieter müssen eine jährliche Prüfgebühr von 5.000 US-Dollar entrichten, Apps ausschließlich in den USA vertreiben, strenge Sicherheitsrichtlinien erfüllen, transparente Trust-and-Safety-Standards vorweisen und die Malware-Installationsversuche unter einem Prozent halten. Der Schritt folgt auf ein Geschworenenurteil, das Google ein illegales Monopol bei der Android-App-Distribution attestierte. Offen bleibt weiterhin, ob Google Gebühren für Link-out-Zahlungen erheben darf.
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