Beobachtetes Signal · 13. Okt. 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Google und Apple reichen erneut Klage gegen Epic Games ein
Der anhaltende Rechtsstreit zwischen Epic Games und den Technologiegiganten Google und Apple wegen In-App-Käufen in Fortnite geht in eine neue Runde. Google hat eine Schadensersatzklage eingereicht, da Epic Zahlungen außerhalb des Google Play Stores abgewickelt und dem Unternehmen dadurch erwartete Provisionen entzogen habe, was gegen die Play-Store-Richtlinien verstoße. Auch Apple fordert Schadensersatz wegen entgangener Umsätze durch Epics alternatives Zahlungssystem und verweist auf frühere Verstöße gegen die App-Store-Regeln sowie die Entfernung von Fortnite inklusive einer Geldstrafe von sechs Millionen US-Dollar. Fortnite ist zudem nicht über den App Store auf Android-Geräten verfügbar. Bereits seit dem 13. August 2020 konnten Nutzer zwischen den Zahlungssystemen von Google, Apple oder Epic wählen, wobei bei Nutzung der Plattform-Anbieter bis zu 30 Prozent des Kaufpreises als Provision anfallen. Epic kritisiert dieses Vorgehen als monopolitisches Verhalten der Plattformbetreiber.
Kartellrechtlicher App-Store-Streit mit weitreichenden Implikationen für die Plattform-Monetarisierung, In-App-Käufe und zukünftige App-Store-Richtlinien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google hat eine Schadensersatzklage eingereicht, da Epic In-App-Käufe außerhalb des Google Play Stores abwickelte und dem Unternehmen so Provisionen entgingen.
- Google argumentiert, dass Epics eigenes Zahlungssystem gegen die Richtlinien des Google Play Stores verstößt.
- Apple fordert von Epic Schadensersatz wegen Umsatzeinbußen durch alternative Zahlungssysteme und verweist auf frühere App-Store-Sperren sowie eine Geldstrafe von sechs Millionen US-Dollar.
- Fortnite ist auf Android-Geräten nicht über den App Store verfügbar.
- Seit dem 13. August 2020 konnten Nutzer In-App-Käufe wahlweise über Google, Apple oder Epic abwickeln, wobei bis zu 30 Prozent an die Plattformen abgeführt wurden.
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Google und Epic Games einigen sich: Play-Store-Gebühren sinken auf 20 Prozent
Google und Epic Games haben einen weltweiten Vergleich erzielt, der ihren jahrelangen Rechtsstreit beilegt und tiefgreifende Änderungen der Google-Play-Richtlinien auslöst. Künftig setzt Google eine neue Servicegebühr von 20 Prozent für In-App-Käufe bei Neuinstallationen und 10 Prozent für wiederkehrende Abonnements an, zuzüglich 5 Prozent bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems. Zudem kehrt Fortnite in den Google Play Store zurück. Google führt ein Programm für registrierte App Stores ein, um die Installation zugelassener alternativer App-Marktplätze zu vereinfachen, und startet neue Entwickleranreize. Die neuen Konditionen und Programme rollen ab dem 30. Juni 2026 regional in den USA, dem EWR und Großbritannien aus, gefolgt von einer weltweiten Expansion bis zum 30. September 2027.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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