Beobachtetes Signal · 10. Juli 2026 · Product Launch · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Google führt Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Werbemittel ein
Google führt im „My Ad Center“ ein neues Infopanel namens „Wie diese Werbung erstellt wurde“ ein, das den Einsatz generativer KI bei der Erstellung oder Bearbeitung von Creatives offenlegt. Das Feature wird schrittweise für Google Search, Discover und YouTube ausgerollt und weist aus, ob Elemente wie Personen, Orte, Objekte, Ereignisse oder Texte KI-generiert bzw. -modifiziert wurden. Bei der Nutzung hauseigener Google-KI-Tools erfolgt die Kennzeichnung automatisch. Für Creatives aus Drittanbieter-Tools können Advertiser die KI-Nutzung deklarieren, was jedoch Transparenzlücken birgt, falls dies unterbleibt. Je nach regulatorischen Vorgaben, wie etwa dem EU AI Act, können diese Labels künftig auch direkt auf den Werbeanzeigen eingeblendet werden. Ergänzend verweist Google auf unsichtbare Provenienzsignale wie SynthID sowie bestehende Richtlinien für synthetische Inhalte in sensiblen Kontexten.
Mit Google etabliert eine dominierende Plattform Transparenzstandards für KI-Creatives, was direkte Auswirkungen auf Advertiser-Workflows und die Compliance mit neuen Vorgaben wie dem EU AI Act hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google führt das Infopanel „Wie diese Werbung erstellt wurde“ im My Ad Center zur Kennzeichnung generativer KI ein.
- Das KI-Labeling wird für Google Search, Discover und YouTube ausgerollt.
- Bei der Nutzung von Googles eigenen generativen KI-Tools wird die Kennzeichnung automatisch ausgespielt.
- Advertiser können den KI-Einsatz bei Drittanbieter-Assets manuell deklarieren, was bei Nichtangabe zu Lücken führen kann.
- Zur Erfüllung lokaler Regulierungen wie dem EU AI Act können Kennzeichnungen künftig direkt auf den Werbemitteln platziert werden.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Google shows users in Search, on YouTube and in Discover with a new info panel whether and how ads were created with generative AI....”
“That does not mean the Alphabet subsidiary is suffering from weak ad revenues (the article notes Google earned $77.3 billion in advertising ...”
“If you want to set OnlineMarketing.de as a preferred source on Google, you can open the Google source settings and select the site....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Google führt Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Werbemittel ein
Google rollt Transparenz-Labels für seine Werbeprodukte aus, die kenntlich machen, ob generative KI zur Erstellung oder Bearbeitung von Creatives eingesetzt wurde. Die Kennzeichnung wird im Bereich „Mein Anzeigen-Center“ ausgespielt – erreichbar über das Dreipunkt-Menü oder das Info-Icon bei Anzeigen in Google Search, YouTube und Google Discover. Damit sollen Nutzer nachvollziehen können, wie Werbemittel produziert wurden. Anzeigen, die mit Googles hauseigenen generativen KI-Tools erstellt wurden, erhalten das Label automatisch. Werbetreibende, die externe KI-Tools nutzen, müssen den Einsatz manuell über eine neue Einstellung deklarieren; Google wird diese Angaben nicht unabhängig überprüfen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass lokale Gesetzgebungen solche Labels künftig vorschreiben könnten. Dieser Schritt erweitert eine frühere Regelung, die bisher nur für politische Wahlwerbung galt.
Google APIs führen Kennzeichnungsfelder für KI-generierte Inhalte ein
Google hat API-Updates für den Campaign Manager 360 und Display & Video 360 angekündigt, die das optionale Feld syntheticContentAttestationStatus für Creatives und Ad-Assets einführen. Das Attribut akzeptiert die Werte IS_SYNTHETIC oder NOT_SYNTHETIC und steuert Kennzeichnungen für KI-Inhalte in Jurisdiktionen mit entsprechenden regulatorischen Vorgaben – derzeit die EU, Indien und der US-Bundesstaat New York. Einmal definiert, kann das Feld nicht mehr vollständig entfernt, sondern nur noch zwischen den beiden Statuswerten gewechselt werden. Zudem plant Google für die kommenden Wochen den Rollout von Structured Data Files (SDF) v10.1, um die Kennzeichnung auch für YouTube-Video-Assets zu unterstützen. Diese Anpassungen sollen die Transparenz erhöhen und Werbetreibenden sowie Plattform-Tools dabei helfen, regionale Compliance-Vorgaben für generative KI nahtlos umzusetzen.
Google testet KI-generierte Produktbeschreibungen in Shopping Ads
Google weitet den Einsatz generativer KI im Werbebereich aus und testet automatisiert erstellte Produktbeschreibungen innerhalb von Shopping Ads. Diese Texte werden direkt von Googles KI (Gemini) und nicht von den Händlern verfasst, sind als automatisch generiert gekennzeichnet und sollen laut ersten Messungen die Conversions steigern. Der Test folgt auf vorherige Versuche mit KI-Zusammenfassungen für klassische Search Ads und fügt sich in Googles Gesamtstrategie ein, generative KI tief in die Sucherfahrung zu integrieren. Branchenexperten sehen klare Vorteile bei Relevanz und Conversion-Rates, warnen jedoch zugleich vor einem Kontrollverlust der Marken über die finale Werbebotschaft. Dadurch gewinnen qualitativ hochwertige Produktdaten und direkte First-Party-Kundenbeziehungen für Advertiser weiter an strategischer Bedeutung.
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