Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2025 · Regulation · Quelle: AdExchanger · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Google stellt Privacy Sandbox APIs nach CMA-Freigabe ein
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat Google überraschend von seinen Verpflichtungen im Rahmen der Privacy Sandbox entbunden. Daraufhin kündigte Google an, zahlreiche Kerntechnologien einzustellen, darunter die Attribution Reporting APIs für Chrome und Android, den IP-Schutz, On-Device-Personalisierung, Private Aggregation, die Protected Audience API, Protected App Signals, Related Website Sets, die SDK Runtime sowie Topics für Chrome und Android. Weitergeführt werden hingegen CHIPS, FedCM sowie verschlüsselte Private State Tokens zur Betrugsprävention. Das Feedback zur Attribution API soll in die zukünftige Arbeit des W3C Private Advertising Technology Working Group einfließen. Die formelle Konsultation der CMA, die 15 überwiegend kritische Rückmeldungen zutage förderte, kam zu dem Schluss, dass keine Wettbewerbsbedenken mehr bestehen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als signifikante Kehrtwende bei datenschutzfreundlichen Technologien und dem künftigen Datenzugriff im AdTech-Ökosystem.
Regulatorische Änderung durch eine Großplattform (Google) im Bereich der Privacy Sandbox Tools mit gravierenden Auswirkungen auf die künftige Datenverarbeitung und AdTech-Infrastruktur.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die CMA hat Google am 17. Oktober 2025 formell von den Privacy Sandbox Verpflichtungen entbunden.
- Google plant die Einstellung zahlreicher Privacy Sandbox Technologien, darunter Attribution APIs, IP-Schutz, Protected Audience API, SDK Runtime und Topics.
- CHIPS, FedCM und Private State Tokens für Betrugsprävention werden weiterhin unterstützt.
- Erkenntnisse aus der Attribution API fließen in die Arbeit der W3C Private Advertising Technology Working Group ein.
- Alle 15 Teilnehmer der formellen CMA-Konsultation sprachen sich gegen die Entbindung Googles von seinen Verpflichtungen aus.
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Google beendet Privacy Sandbox: Das Scheitern eines AdTech-Experiments
Google hat die Privacy Sandbox nach fast sechsjähriger Entwicklung im Jahr 2025 eingestellt. Dies markiert das Ende des auf Chrome ausgerichteten Versuchs, Third-Party-Cookies durch datenschutzfreundliche APIs zu ersetzen. Die Initiative wurde 2019 gestartet, um den Messbedarf von Advertisers mit dem Nutzerdatenschutz in Einklang zu bringen, stieß jedoch auf heftige Kritik. Marktteilnehmer reichten formelle Beschwerden bei der britischen Wettbewerbsbehörde CMA ein, da Google unfaire Wettbewerbsvorteile im AdTech-Markt drohten. Frühe Tester wie Mediavine und Criteo berichteten über Leistungshindernisse wie höhere Latenzen, die zu Umsatzeinbußen führen könnten. Trotz anfänglicher Zuversicht absorbierte das Projekt enorme Ressourcen. Branchenbeobachter werten die Einstellung als bittersüßen Wendepunkt in der Evolution von Datenschutztechnologien.
Mistral sichert sich 3 Milliarden Euro Series-D für souveräne KI-Infrastruktur
Das Pariser KI-Unternehmen Mistral AI hat in einer Series-D-Finanzierungsrunde 3 Milliarden Euro (ca. 3,5 Mrd. USD) eingeworben und erreicht damit eine Post-Money-Bewertung von über 21 Milliarden Euro – die bislang größte Eigenkapitalfinanzierung eines europäischen Tech-Unternehmens. Angeführt wurde die Runde von Samsung Electronics gemeinsam mit EQTs Scaleup Europe Fund und PSG Equity. Neu eingestiegen sind unter anderem Advent, von BlackRock verwaltete Fonds und der Staat Luxemburg; bestehende Investoren wie ASML, NVIDIA und Andreessen Horowitz beteiligten sich erneut. Das frische Kapital soll in F&E, Rechenkapazitäten und die globale Expansion fließen, markiert jedoch vor allem einen strategischen Schwenk hin zu KI-Infrastruktur und Sovereign Compute über „Mistral Compute“. Dies verschärft den Wettbewerb mit europäischen Neocloud-Anbietern wie Nebius und Nscale. Mistral bedient über 125 Unternehmenskunden, plant bis 2030 Rechenzentren mit 1 GW Kapazität und erwartet für das laufende Jahr einen ARR von über 1 Milliarde Dollar.
Pasqal debütiert an Nasdaq; Callstack übernimmt Margelo
Das französische Quantum-Computing-Unternehmen Pasqal ist nach einer SPAC-Merger mit der Bleichroeder Acquisition Corp. II unter dem Tickersymbol 'PSQL' an der Nasdaq gelistet und sichert sich rund 360 Millionen US-Dollar an Barmitteln. In einer separaten Transaktion hat das polnische Softwareunternehmen Callstack den in Wien ansässigen Mobile-Engineering-Spezialisten Margelo übernommen; der Wert des auf React Native spezialisierten Unternehmens liegt bei über 20 Millionen Euro. Margelo ist insbesondere für Open-Source-Bibliotheken wie VisionCamera und react-native-mmkv bekannt. Die Akquisition zielt darauf ab, Callstacks Kompetenzen im Bereich der mobilen Architektur zu stärken und das Enterprise-Service-Portfolio auszubauen, um hochperformantes Software Engineering in einer zunehmend KI-getriebenen Entwicklungsumgebung bereitzustellen.
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