Beobachtetes Signal · 24. Aug. 2023 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Deutschland verstärkt KI-Investitionen und plant 150 neue Professuren
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat einen neuen KI-Aktionsplan zur Stärkung der Künstlichen Intelligenz in Deutschland vorgestellt. Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger kündigte an, in der laufenden Legislaturperiode über 1,6 Milliarden Euro in den KI-Sektor zu investieren, wobei 427,2 Millionen Euro für 2023 und 483,3 Millionen Euro für 2024 vorgesehen sind, nach 120 Millionen im Jahr 2021 und 280 Millionen im Jahr 2022. Der Plan sieht die Schaffung von sechs KI-Kompetenzzentren sowie 150 zusätzlichen KI-Professuren vor. Ziel ist es, Deutschlands Forschungsexzellenz in wirtschaftlichen Erfolg zu transformieren, vertrauenswürdige KI im Sinne von 'Made in Europe' zu fördern und die ressort- sowie länderübergreifende Zusammenarbeit zu intensivieren. Laut PwC könnte KI das globale BIP bis 2030 um 14 Prozent steigern, während eine Stanford-Studie zeigt, dass die privaten US-KI-Investitionen 2022 bei 47,4 Milliarden US-Dollar lagen.
Diese staatliche Initiative erhöht die öffentlichen KI-Fördermittel sowie die akademischen Kapazitäten in Deutschland erheblich und stärkt das breitere KI-Forschungssystem, hat jedoch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die AdTech- oder MarTech-Märkte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das BMBF hat im August 2023 einen neuen KI-Aktionsplan vorgestellt.
- Das Ministerium plant KI-Investitionen von über 1,6 Milliarden Euro in der laufenden Legislaturperiode.
- Die Ausgaben sind auf 427,2 Millionen Euro für 2023 und 483,3 Millionen Euro für 2024 beziffert.
- Geplant sind die Errichtung von sechs KI-Kompetenzzentren und die Schaffung von 150 zusätzlichen KI-Professuren.
- PwC prognostiziert einen globalen BIP-Zuwachs durch KI von 15,7 Billionen US-Dollar bis 2030; US-Investitionen betrugen 2022 laut Stanford 47,4 Milliarden US-Dollar.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“PwC calculations cited in the article project that 70% of AI's global economic impact will be in China and the US....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Ambition, Entlassung und Risiko bei Changemakers
Auf der Changemakers-Konferenz der Marketing Society ging es um Karriere-Resilienz, Ambition und Scheitern. Laura Brown, ehemalige Chefredakteurin der InStyle, sprach über ihre Entlassung und die Bedeutung persönlicher Eigenständigkeit gegenüber Jobtiteln. Sofia Hernandez, Ex-TikTok-Führungskraft, erzählte von ihrem Ausstieg aus gesundheitlichen Gründen und dem schnellen Verlust von Status. Wendy Kula, jetzt CMO bei Saucony, nahm sich nach einer Umstrukturierung bei Nike ein Jahr Auszeit gegen Burnout. Maryam Banikarim, frühere Hyatt-CMO, zog sich mit 50 zurück, um Prioritäten zu setzen. Sam Tomlinson, CEO von MediaSense, plädierte für eine 'Learn-fast'-Kultur und kritisierte übertriebenes Risikomanagement. Im Fokus stand die Neudefinition von Erfolg jenseits von großen Titeln.
Anthropic startet Cyber-Mission zur Sicherung kritischer Infrastruktur
Anthropic hat die Anthropic Cyber Mission angekündigt, eine langfristige Initiative zur Unterstützung von Cybersicherheits-Experten. Das Programm umfasst das Critical Infrastructure Defense Program (CIDP), das frontier Claude-Modelle, Ingenieure vor Ort und Bedrohungsforschung an Partner weitergibt, die operationelle Technologie in Stromnetzen, Wassersystemen und Transport sichern. Gründungspartner sind Accenture, Booz Allen, CrowdStrike, Deloitte, Dragos, Hitachi, Insane Cyber, Nozomi Networks, Palo Alto Networks, PwC und Rockwell Automation. Zusätzlich hat Anthropic den OSS Scanner eingeführt, einen kostenlosen Opt-in-Dienst, der Open-Source-Projekte auf Schwachstellen mit seinen leistungsfähigsten Modellen scannt und Proof-of-Concept-Exploits sowie Lösungsvorschläge bietet. Die Initiative baut auf Erkenntnissen aus Project Glasswing auf und erweitert das Cyber Verification Program. Anthropic zielt darauf ab, die Behebung von Schwachstellen zu beschleunigen und sichere Codierungspraktiken zu erforschen, mit der Prognose, dass KI innerhalb von zwei Jahren die Verteidigung begünstigen wird.
KI treibt Cyberausgaben; Firmen sehen Risiken durch autonome Systeme
Laut der „2027 Global Digital Trust Insights Survey“ von PwC erwarten 84 Prozent der befragten Sicherheits- und Finanzverantwortlichen steigende Cyberbudgets in den kommenden zwölf Monaten, gegenüber 78 Prozent im Vorjahr. KI ist für 58 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen eine der wichtigsten Budgetprioritäten, doch nur 39 Prozent verfügen über einen vollständig formalisierten Kontinuitätsplan, der Cyberrisiken berücksichtigt. Angriffe auf KI-Systeme werden von 50 Prozent als die am schlechtesten vorbereitete Bedrohung genannt, noch vor Cloud-Bedrohungen (40 Prozent), Angriffen über Dritte (34 Prozent) und Ransomware (33 Prozent). Nur 22 Prozent würden KI-Agenten autonome Entscheidungen in der Cyberabwehr erlauben, größte Hürden sind Zuverlässigkeit, Verantwortung und fehlende Kompetenzen. Nur 47 Prozent sagen, dass Cyberrisiken regelmäßig auf der Vorstandsagenda stehen. Unternehmen setzen daher auf Multi-Cloud (54 Prozent), regionale Redundanz (47 Prozent) und verbessertes Lieferantenmanagement (50 Prozent). Die Studie basiert auf fast 4.000 Führungskräften aus 71 Ländern.
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