Beobachtetes Signal · 29. Sept. 2026 · Research Publication · Quelle: Retail-News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Restrukturierungen in Deutschland: Stagnation treibt Fälle, KI noch nicht etabliert
Eine neue Studie von Roland Berger zeigt eine zunehmende Restrukturierungsaktivität in Deutschland. 83% der befragten Experten berichten von steigenden Fallzahlen, bedingt durch wirtschaftliche Stagnation und hohe Kosten. 65% erwarten in den nächsten zwölf Monaten eine stagnierende Wirtschaftsleistung. Hauptrisiken sind Bürokratie (65%), Energiepreise (53%), geopolitische Spannungen (51%) und technologischer Wandel (51%). Deutsche Unternehmen gelten als schlecht auf einen erneuten Konjunkturrückschlag vorbereitet, nur 8% als gut vorbereitet. Restrukturierungen dauern länger und werden komplexer: 61% berichten von längeren Verfahren, 56% von komplexeren Finanzierungsstrukturen. Die Automobilindustrie steht mit 87% unter dem stärksten Druck. Obwohl KI als Beschleuniger gesehen wird (89% sehen Potenzial in der Datenanalyse), steckt der Einsatz noch in den Anfängen; 45% haben nur Pilotprojekte, keiner sieht KI als flächendeckend etabliert. KI wird die menschliche Führung nicht ersetzen.
Diese Studie gibt Einblicke in das deutsche Wirtschaftsklima, das sich auf Werbebudgets und Retail-Media-Investitionen auswirken kann, ist aber nicht direkt auf AdTech bezogen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Roland-Berger-Studie: 83% der Experten melden steigende Restrukturierungsfälle.
- 65% der Experten erwarten eine stagnierende Wirtschaftsleistung in den nächsten zwölf Monaten.
- Automobilindustrie hat den höchsten Restrukturierungsdruck (87%).
- 89% der Experten sehen KI-Potenzial in der Datenanalyse, aber keiner sieht KI flächendeckend etabliert.
- Nur 8% der Experten bewerten deutsche Unternehmen als gut auf einen Abschwung vorbereitet.
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Geringe KI-Budgets bremsen Deutschlands digitale Transformation
Eine von AWS beauftragte Strand-Partners-Studie zeigt, dass 63 % der deutschen Unternehmen zwar KI nutzen, aber nur 15 % sie flächendeckend für neue Produkte, Geschäftsmodelle oder Workflows einsetzen. Damit sinkt der Wert im Jahresvergleich von 21 % und liegt unter dem europäischen Durchschnitt von 22 %. Die Mehrheit beschränkt sich auf Basis-Anwendungen wie Chatbots statt auf fortschrittliche Agentic AI. Nur 22 % kennen Agentic AI vorab, wobei 57 % nach einer Erklärung einen Test in Betracht ziehen. Anwender verzeichnen signifikante Effekte wie Produktivitätsgewinne bei 92 % und Umsatzsteigerungen bei 48 %. Hauptbarrieren sind fehlende KI- und Digitalkompetenzen (49 %), fehlende Budgets (39 %) sowie hohe Compliance-Kosten, die rund 44 % der Tech-Ausgaben verschlingen. Die Studie warnt vor dem Verlust von Wachstum und Start-ups, sofern Rahmenbedingungen und Kapital nicht optimiert werden.
Mehrheit deutscher Unternehmen nutzt KI trotz massiver Bedenken und Hürden
Eine Bitkom-Studie zeigt, dass 57 Prozent der deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern KI nutzen, verglichen mit 36 Prozent im Vorjahr. Trotz dieses Wachstums ist der Reifegrad gering: Kein Unternehmen schöpft das Potenzial voll aus, und 59 Prozent der Nutzer geben an, KI kaum oder gar nicht einzusetzen. Als Vorteile nennen Unternehmen eine verbesserte Wettbewerbsposition (66 Prozent) und schnellere interne Prozesse (48 Prozent). Gleichzeitig hemmen Herausforderungen wie fehlendes technisches Know-how bei Nicht-Nutzern sowie Datenschutz- (66 Prozent) und Rechtsunsicherheiten (56 Prozent) die Verbreitung. Der EU AI Act sorgt für Sorge: 37 Prozent erwarten direkte Auswirkungen, wobei 89 Prozent von diesen hohe bürokratische Kosten prognostizieren. Dennoch bauen 70 Prozent der Firmen auf Weiterbildung, und 45 Prozent erhöhen ihre KI-Budgets.
McKinsey-Studie: Deutsche Unternehmen skalieren KI, vermissen aber messbaren ROI
Laut dem McKinsey-Report „State of AI in 2026: On the Road to ROI“ skalieren deutsche Unternehmen Künstliche Intelligenz branchenübergreifend, tun sich jedoch schwer damit, die finanziellen Erträge zu quantifizieren. Rund 49 Prozent der befragten Organisationen nutzen KI bereits in skalierter oder vollständig ausgerollter Form, während 43 Prozent den Beitrag zum operativen Ergebnis nicht beziffern können. Im Schnitt kommt KI in 4,3 Geschäftsbereichen zum Einsatz (globaler Schnitt: 3,5). Zwar verzeichnen 63 Prozent moderate Vorteile, doch nur 14 Prozent sehen spürbare Auswirkungen auf den Umsatz. Im Fokus stehen Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen. Zudem verzichteten 36 Prozent auf Softwarekäufe, da sie Tools intern durch KI-Coding-Anwendungen selbst bauten. Trotz laufender Kosten, die 24 Prozent limitieren, planen 64 Prozent höhere KI-Investitionen im kommenden Jahr. Zugleich erwarten 46 Prozent personelle Einsparungen durch KI.
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