Beobachtetes Signal · 17. Juni 2026 · Market Report · Quelle: Horizont · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Deutsche Brutto-Werbeausgaben im Mai: TV erholt sich, Print bricht ein
Die Brutto-Werbeausgaben in Deutschland beliefen sich im Mai 2026 auf 3,03 Milliarden Euro, wie Horizont auf Basis von Nielsen-Daten berichtet. Das lineare TV-Spotvolumen verzeichnete ein deutliches Plus, das maßgeblich durch vorgezogene Kampagnenaktivitäten im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft getrieben wurde. Im Gegensatz dazu schwächte sich die Nachfrage nach Printwerbung drastisch ab. Der von Marco Saal verfasste und am 17.06.2026 veröffentlichte Bericht stuft diesen Monat als spürbare Erholung für das Sorgenkind Linear TV ein, während sich die Krise im Printsegment weiter verschärft. Dies signalisiert eine kurzfristige Umschichtung der Mediabudgets hin zu klassischen Bewegtbildformaten.
Die monatlichen Nielsen-Bruttowerbezahlen verdeutlichen einen starken WM-Sondereffekt zugunsten von Linear TV bei gleichzeitigem Print-Einbruch, was auf eine signifikante kurzfristige Verschiebung der Media-Allokationen im deutschen Markt hinweist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Brutto-Werbeausgaben in Deutschland erreichten im Mai 2026 ein Volumen von 3,03 Mrd. Euro.
- Das lineare TV-Spotvolumen stieg deutlich an, getrieben durch Kampagnen im Vorfeld der Fußball-WM (Start am 11.06.2026).
- Die Nachfrage im Print-Werbemarkt verzeichnete im Mai einen drastischen Einbruch.
- Die ausgewerteten Daten stammen vom Hamburger Marktforschungsunternehmen Nielsen.
- Der Bericht von Autor Marco Saal erschien am 17.06.2026 im Fachmedium Horizont.
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Deutscher Werbemarkt im Mai: TV wächst, Print und Radio verlieren
Laut den aktuellen Bruttowerbedaten von Nielsen erreichte der deutsche Werbemarkt im Mai 2026 ein Gesamtvolumen von 3,03 Milliarden Euro (+2,8 % YoY), maßgeblich getrieben durch das Fernsehen. Die TV-Bruttowerbeeinnahmen stiegen um 4,5 % auf 1,39 Milliarden Euro, womit TV das stärkste Segment blieb und seinen YTD-Rückstand auf -0,2 % reduzierte. Print und Radio verzeichneten deutliche Einbußen: Zeitungen fielen im Mai um 7,8 % (YTD: -3,2 %), Radio sank um 6,1 % (YTD: -3,5 %). Out-of-Home (OOH) und Online-Publisher legten dagegen um 7,5 % bzw. 12,8 % zu. Das Kinosegment verzeichnete mit 12,5 Millionen Euro ein Plus von rund 140 %. Unter den TV-Vermarktern wuchs Ad Alliance um 9,3 %, während Seven.One Media ein Minus von 2,2 % hinnehmen musste. Die Nielsen-Zahlen basieren auf Listenpreisen ohne Rabatte.
Deutscher Werbemarkt wächst im Juni – lineares TV verliert deutlich
Laut aktuellen Nielsen-Daten erzielten deutsche Medien und Vermarkter im Juni 2026 Brutto-Werbeumsätze von 2,78 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 4,1 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Kumuliert liegt der Werbemarkt im ersten Halbjahr 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegen den Trend entwickelte sich das lineare Fernsehen negativ: Die Bruttoumsätze im Linear-TV sanken im Juni um 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Hauptursache war die Sendeplanung zur Fußball-Weltmeisterschaft, die Reichweiten privater Broadcaster schwächte, während ARD und ZDF nur begrenzte Vermarktungspotenziale realisieren konnten. Die übrigen Gattungen zeigten ein gemischtes Bild: Zeitungen, Publikumszeitschriften und Radio blieben im Minus, erholten sich jedoch gegenüber Mai. Digitale Vermarkter, Out-of-Home sowie das stark wachsende Kinosegment trugen hingegen maßgeblich zu den Marktgewinnen bei. Die Nielsen-Werte erfassen Bruttovolumina ohne Berücksichtigung von Rabatten oder Barter-Geschäften.
Deutscher Werbemarkt: TV verliert weiter, Online und OOH wachsen dynamisch
Laut aktuellen Nielsen-Zahlen für den Zeitraum Januar bis August 2026 verzeichnete der deutsche Werbemarkt ein moderates Gesamtwachstum von 1,6 %. Haupttreiber dieser Entwicklung waren Online-Vermarkter mit einem Plus von 16,9 % sowie der Bereich Out-of-Home mit einem Zuwachs von 5,8 %. Das lineare Fernsehen musste hingegen im selben Zeitraum ein Minus von 2,3 % im Jahresvergleich hinnehmen. Besonders deutlich zeigte sich der Abwärtstrend im August: Die Bruttowerbeumsätze der TV-Sender sanken um 4,9 % auf 977 Millionen Euro, womit der TV-Markt den zweiten Monat in Folge unter der Schwelle von einer Milliarde Euro blieb. Auch die klassischen Gattungen Print und Radio verloren an Boden: Zeitungen verzeichneten ein Minus von 0,7 %, Publikumszeitschriften gaben um 4,1 % nach und Radio sank um 1,0 %. Das gesamte Marktvolumen belief sich im August auf 2,39 Milliarden Euro, was einem leichten Zuwachs von 0,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.
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