Beobachtetes Signal · 25. Juni 2026 · M&A · Quelle: Meedia · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
GeraNova Bruckmann übernimmt traditionsreiche Medienmarke Spektrum der Wissenschaft
Springer Nature zieht sich aus dem Publikumsgeschäft für populärwissenschaftliche Medien zurück und verkauft Scientific American an die kanadische LabX Media Group sowie Spektrum der Wissenschaft an den Münchner Verlag GeraNova Bruckmann. Die Transaktion umfasst den Haupttitel, acht Line-Extensions sowie sämtliche Digital-Angebote, vorbehaltlich der Zustimmung durch die österreichischen Kartellbehörden. Springer Nature begründet den Schritt mit einer strategischen Fokussierung auf die Segmente Forschung, Gesundheit und Bildung. Zusammen erwirtschafteten Scientific American und Spektrum im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro; finanzielle Details wurden nicht genannt. GeraNova-Verleger Clemens Schüssler und Spektrum-Geschäftsführer Dennis Dirdjaja betonen, dass die redaktionellen Stärken bewahrt und die Print- sowie Digital-Aktivitäten konsequent ausgebaut werden sollen.
M&A-Aktivitäten auf Verlegerebene beeinflussen Medienstrukturen und Werbeinventar, stellen jedoch keine plattform- oder richtliniengetriebene Marktveränderung dar; das Umsatzvolumen ist überschaubar und die kartellrechtliche Zustimmung steht noch aus.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Springer Nature verkauft seine populärwissenschaftlichen Publikationen Scientific American (USA) und Spektrum der Wissenschaft (Deutschland).
- Scientific American geht an die kanadische LabX Media Group.
- GeraNova Bruckmann aus München übernimmt Spektrum der Wissenschaft inklusive acht Line-Extensions und der Digital-Angebote.
- Die veräußerten Titel Scientific American und Spektrum erzielten 2025 gemeinsam einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro.
- Der Deal steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständige österreichische Wettbewerbsbehörde; Finanzdetails blieben unveragert.
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Schade und Bannert verkaufen „Medieninsider“ an Auerbach Verlag
Der Leipziger Fachverlag Auerbach Verlag übernimmt das deutsche Medien-Branchenportal Medieninsider zum 1. September 2026. Sechs Jahre nach dem Start im Herbst 2020 scheiden die Mitgründer Marvin Schade und Matthias Bannert auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus. Medieninsider, das ein erfolgreiches Paid-Content-Abonnementmodell mit zuletzt über 1.000 zahlenden Mitgliedern aufgebaut hat, bekommt mit Manuel Weis einen neuen Chefredakteur als Nachfolger von Schade. Weis ist ein Branchenkenner mit über 20 Jahren journalistischer Erfahrung. Der Auerbach Verlag unter der Leitung von Geschäftsführer Florian Pötzsch plant, die investigative DNA von Medieninsider zu bewahren und die inhaltliche Ausrichtung strategisch zu erweitern, passend zum bestehenden Portfolio an Special-Interest-Publikationen.
Somedia übernimmt Publikationsgeschäft im Schweizer Apothekenmarkt
Die Healthcare Consulting Group hat ihr Publishing-Geschäft zum 1. September 2026 an die Somedia Group übertragen. Die neu gegründete Healthcare Media AG verantwortet künftig zwei Publikationen: die AstreaApotheke, das offizielle Kundenmagazin für Schweizer Apotheken, das zehnmal jährlich auf Deutsch und Französisch in rund 600 Apotheken auflaugt, sowie das Fachmagazin AstreaBulletin für Apotheken- und Praxisteams mit zwölf Ausgaben pro Jahr. Sämtliche Mitarbeitenden werden übernommen. Die Gesamtleitung liegt bei Martin Bürki, die Redaktion verantwortet Jürg Lendenmann und den Verkauf Thomas Schwabe. Die Healthcare Media AG agiert als eigenständige Gesellschaft innerhalb der Somedia Health AG, zu der bereits Rosenfluh Publikationen AG und Helvète Media Sàrl gehören. Als Partner und Verwaltungsrat steigt zudem der Unternehmer Niklaus Leemann ein. Über finanzielle Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.
Axel Springer Academy übernimmt redaktionelle Verantwortung für die B.Z.
Axel Springer überträgt die Führung und redaktionelle Verantwortung der Berliner Boulevardzeitung B.Z. an die Axel Springer Academy of Journalism and Technology. Die Leitung übernimmt Miriam Krekel, die bereits von 2017 bis 2012 die Chefredaktion innehatte und heute die Academy leitet. Mit dieser radikalen organisatorischen Neuausrichtung will Springer die Marke verjüngen, mit innovativen Formaten wie KI-gestütztem hyperlocal journalism experimentieren und die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des lokalen Boulevardjournalismus sichern. Die neue Redaktion kombiniert erfahrene Redakteure mit rotierenden Journalistenschülern. Im Zuge der Restrukturierung rechnet das Medienhaus mit Stellenabbaumaßnahmen im niedrigen zweistelligen Bereich, die sozialverträglich und über Abfindungs- beziehungsweise Aufhebungsangebote geregelt werden sollen. Eine klassische Chefredakteursposition für die B.Z. wird es künftig nicht mehr geben; die weitere Rolle des bisherigen Redaktionsleiters Jan Schilde bleibt zunächst offen.
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