Beobachtetes Signal · 1. Okt. 2026 · Interview / Opinion · Quelle: The Drum · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Future's Jamie Samuel: Verlage müssen sich selbst disruptieren
In einem Interview mit Mark Challinor spricht Jamie Samuel, VP of Commercial Product and Go-to-Market bei Future, über die Herausforderungen und Chancen für Verlage angesichts von KI, die Discovery, Attribution und Media Buying verändert. Future setzt auf menschlich erstellte Inhalte und nutzt seine redaktionelle Autorität durch Produkte wie Future Optic, das Marken hilft, ihre Sichtbarkeit in KI-Suchumgebungen zu verbessern. Das Unternehmen investiert außerdem in Aperture, eine First-Party-Datenplattform für prädiktive Zielgruppenmodellierung, um die Last-Click-Attribution zu überwinden. Samuel prognostiziert, dass agentisches Media Buying die Verhandlungen transformieren wird und dass Verlage sich anpassen müssen, indem sie sich auf Ergebnisse, Markendifferenzierung und Konsolidierung konzentrieren. Er betont, dass Verlage sich selbst disruptieren müssen, bevor KI es tut.
Der Artikel behandelt strategische Auswirkungen von KI auf Verlage, einschließlich des Aufkommens von agentischem Media Buying, was eine entscheidende Entwicklung für die AdTech-Branche darstellt. Er zeigt, wie ein großer Verlag seine kommerzielle Strategie anpasst, was die gesamte Branche beeinflussen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jamie Samuel von Future betont die Bedeutung von menschlich erstellten redaktionellen Inhalten als Differenzierungsmerkmal im KI-Zeitalter.
- Future Optic, im letzten Jahr gestartet, hat über 30 Partnerschaften und mehr als 60 in der Warteschlange.
- Future nutzt seine Aperture-Plattform für First-Party-Daten und prädiktive Modellierung zur Identifizierung von High-Intent-Zielgruppen.
- Samuel erklärt, dass die Attribution nicht mehr funktioniert, und plädiert dafür, sich auf Ergebnisse zu konzentrieren statt auf Last-Click.
- Samuel erwartet, dass KI-Agenten bis 2027 eine große Rolle beim Media Buying spielen werden, und sagt eine Marktkonsolidierung voraus.
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1 verknüpfte Unternehmen“Future is a global specialist media company with a portfolio spanning news, finance, technology, games, fashion, beauty, home interest, spor...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
KI bevorteilt Premium-Publisher gegenüber dem Commodity-Web
Aly Nurmohamed von Nodals argumentiert, dass KI-getriebene Veränderungen in der Entdeckung von Inhalten die Branche von einer Such- in eine Antwortökonomie überführen. Dies reduziert zwar das volumenstarke Suchtraffic-Aufkommen mit geringer Nutzerabsicht, erhöht jedoch den Wert treuer Zielgruppen und vertrauenswürdiger Quellen. Premium-Publisher können davon profitieren, indem sie First-Party-Data nutzen und KI-Modelle einsetzen, um erfolgsbasierte Performance nachzuweisen und so mit Walled Gardens zu konkurrieren. Nurmohamed prognostiziert zudem den Aufstieg des agentenbasierten Media-Buyings (Agentic Media Buying), bei dem KI-Agenten Media-Kampagnen planen und ausführen. Dies macht die Inventareffektivität und messbare Ergebnisse für Publisher noch wichtiger. Er verweist auf Brancheninitiativen wie IAB Tech Lab und AdCP sowie Beispiele wie Metas Advantage+, als Zeichen dafür, dass sich das Ökosystem auf diese Veränderungen vorbereitet.
Publisher 2026: Künstliche Intelligenz umarmen oder drohende Obsolezenz riskieren?
ExchangeWire untersucht in einer Expertenrunde, wie Publisher im Jahr 2026 mit Künstlicher Intelligenz navigieren werden. Der Beitrag betrachtet KI gleichermaßen als potenziellen Rivalen, der das Nutzerverhalten und die Wertschöpfungsketten neu formt, sowie als Verbündeten zur Steigerung von Effizienz, Kreativität und Wachstum. Er beleuchtet rasante KI-Innovationen in den Bereichen Content-Erstellung, -Kuration sowie Monetarisierung und fordert Publisher auf, die Transformation durch agentenbasierte Systeme mit LLMs vorherzusehen. Eine Echtzeit-LLM-Verarbeitung auf Seitenebene, wie die agentenbasierte Architektur von ArcSpan, könnte als zukunftssichere Kontextschicht herkömmliche Anbieter übertreffen. Zudem betont die Diskussion die Notwendigkeit transparenter, auditierbarer KI-Ergebnisse und vom Publisher kontrollierter Kurationspfade. Sie prognostiziert einen Wandel hin zu verwalteten, monetarisierten Zugängen mit gestaffelten Lizenzierungsmodellen für die Datennutzung. Dabei verknüpfen die Experten KI-gesteuerte Ad Products und Datenstrategien mit verbesserter Brand Safety, höherer Effizienz und exzellenter Audience Quality, während sie gleichzeitig Vertrauensherausforderungen durch synthetische Inhalte adressieren.
Agentic Commerce: KI-Agenten übernehmen zunehmend Einkäufe für Konsumenten
Ein Fachbeitrag auf Marketecture analysiert den Aufstieg des „Agentic Commerce“, bei dem KI-Systeme Einkäufe für Konsumenten eigenständig tätigen oder unterstützen. Gestützt auf den langfristigen Trend zu maximaler Convenience und aktuelle Praxisbeispiele wird Agentic Commerce als neuer, relevanter Demand Channel positioniert. Verwiesen wird unter anderem auf Googles KI-Shopping-Features für das Weihnachtsgeschäft, ChatGPT-Integrationen mit Booking.com und Target sowie Walmarts KI-Shopping-Agenten („Sparky“). Auch Instacart dient als Beleg für die Zahlungsbereitschaft von Nutzern bei delegierten Einkäufen. Die Analyse prognostiziert deutliche Effizienzgewinne durch automatisierte Warenkörbe und Transaktionen via Natural Language, wirft jedoch zugleich kritische Fragen zu Governance, Privacy und Measurement auf. Myles Younger (Chief Growth Officer bei U of Digital) ordnet die Transformation aus Sicht seiner langjährigen AdTech-Expertise ein.
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