Beobachtetes Signal · 8. Juni 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Frankreich verhängt 220 Millionen Euro Kartellstrafe gegen Google Ad Manager
Die französische Wettbewerbsbehörde Autorité de la concurrence hat Google mit einer Geldbuße in Höhe von 220 Millionen Euro belegt. Grund dafür ist die bevorzugte Behandlung eigener Technologien im Rahmen des Google Ad Manager im Online-Werbemarkt. Google hat die Strafe akzeptiert und sich verpflichtet, bis zum ersten Quartal 2022 Änderungen zur Verbesserung des Datenzugriffs und der Flexibilität des Ad Manager umzusetzen. Dem Entscheid waren Beschwerden von Publishern wie Figaro-Verlag und News Corp über die Marktmacht und das monopolistische Verhalten des Tech-Riesen vorausgegangen. Die Behördenleiterin Isabelle de Silva wertete die Praktiken als schwerwiegende Benachteiligung des Wettbewerbs im aufstrebenden Online-Werbemarkt. Google kündigte an, die geforderten Anpassungen in den kommenden Monaten zu testen und einzuführen. Dieser Fall reiht sich in eine Serie europäischer Kartellverfahren ein, zu denen unter anderem auch Klagen des deutschen Bundeskartellamts zählen.
Ein wegweisendes kartellrechtliches Vorgehen gegen eine dominante Plattform im Online-Werbemarkt mit weitreichenden Impulsen für die Markttransparenz und künftige Regulierung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Autorité de la concurrence verhängt 220 Millionen Euro Bußgeld wegenBevorzugung von Google Ad Manager.
- Google akzeptiert die Geldstrafe und sagt Produktanpassungen zu.
- Forderung nach besserem Datenzugriff und erhöhter Ad Manager Flexibilität bis Q1 2022.
- Beschwerden von Publishern wie Figaro-Verlag und News Corp lösten das Verfahren aus.
- Wettbewerbsbehörde stuft die Praktiken als massiven Nachteil für den Markt ein.
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Französische Verlage reichen Kartellbeschwerde gegen Google wegen AI Overviews ein
Die französische Verlagsallianz APIG hat bei der nationalen Wettbewerbsbehörde Beschwerde gegen Google eingereicht. Sie fordert eine finanzielle Vergütung für die Nutzung von Publisher-Inhalten in AI Overviews und AI-Modi ohne vorherige Zustimmung oder Lizenzierung. Nach Ansicht der APIG verstößt Google damit gegen französische Gesetze zum Leistungsschutzrecht, die große Digitalplattformen zu fairen Verhandlungen mit Verlagen verpflichten. Unter Berufung auf Regulierungsdaten betont die Allianz, dass KI-Zusammenfassungen für bis zu 38 Prozent der Traffic-Verluste von Verlagen in europäischen Märkten verantwortlich sind. Die APIG stellt sich nicht gegen KI-Innovationen, fordert jedoch eine angemessene Vergütung und will Google an den Verhandlungstisch zurückbringen. Bereits 2022 war Google wegen der Nichteinhaltung verwandter Verpflichtungen mit einer Geldbuße von 500 Millionen Euro belegt worden.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
USA suspendieren Microsoft und Adobe vom Green-Card-Programm
Das US-Arbeitsministerium hat die Suspendierung von Microsoft und Adobe vom Programm zur dauerhaften Arbeitszertifizierung angekündigt, zusammen mit Cognizant, Infosys, Capgemini, Tata, Wipro und HCL. Minister Keith Sonderling nannte aktive Bundesuntersuchungen als Grund für Microsoft und Adobe und kritisierte, dass diese Unternehmen amerikanischen Arbeitnehmern Arbeitsplätze wegnähmen. Vizepräsident JD Vance warf Microsoft konkret vor, entlassene Mitarbeiter durch H-1B-Visuminhaber ersetzt zu haben. Microsoft verteidigte seine Einstellungspraktiken und betonte, dass die Mehrheit seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und die meisten H-1B-Anträge für bestehende Mitarbeiter gestellt würden. Die Ankündigung erfolgte während eines Gipfels im Weißen Haus zur Bekämpfung von H-1B-Betrug, zeitgleich mit der Verleihung der National Medal of Science an mehrere Tech-CEOs durch Präsident Trump.
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