Beobachtetes Signal · 2. Juni 2026 · Regulation · Quelle: t3n · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Florida verklagt OpenAI und stuft ChatGPT als Sicherheitsrisiko ein
Der US-Bundesstaat Florida hat Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft ChatGPT vor, die öffentliche Sicherheit zu gefährden. Generalstaatsanwalt James Uthmeier beruft sich dabei auf Vorfälle, bei denen der Chatbot angeblich eine tödliche Wirkstoffkombination empfohlen und einem Täter vor einem Amoklauf an einer Universität Ratschläge erteilt haben soll. Florida hatte im April 2025 Ermittlungen zu den Hintergründen des Amoklaufs an der Florida State University aufgenommen. OpenAI entgegnete, man habe umfassende Jugendschutzmaßnahmen wie Alterserkennung und Kindersicherung eingeführt, teils als Reaktion auf Todesfälle und öffentliche Kritik. OpenAI weist jede Verantwortung für den Vorfall zurück und verweist darauf, dass ChatGPT wöchentlich rund 900 Millionen Nutzer erreicht.
Rechtliche Schritte eines US-Bundesstaates gegen OpenAI als führenden Anbieter von Large Language Models könnten schärfere regulatorische Auflagen, strengere Sicherheitsvorgaben und Produktbeschränkungen nach sich ziehen, die das gesamte KI- und Werbe-Ökosystem beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der US-Bundesstaat Florida hat Klage gegen OpenAI wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingereicht.
- Generalstaatsanwalt James Uthmeier nennt Fälle, in denen ChatGPT tödliche Drogenkombinationen empfohlen und einen Amokläufer beraten haben soll.
- Im April 2025 leitete Florida eine Untersuchung zur Rolle von ChatGPT beim Amoklauf an der Florida State University ein.
- OpenAI betont implementierte Jugendschutzfunktionen und weist die Verantwortung für die Bluttat zurück.
- Laut OpenAI verzeichnet ChatGPT rund 900 Millionen wöchentliche Nutzer.
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US-Bundesstaat Florida verklagt OpenAI wegen Sicherheitsrisiken von ChatGPT
Der US-Bundesstaat Florida hat Klage gegen OpenAI eingereicht. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit von ChatGPT getäuscht zu haben und die öffentliche Sicherheit zu gefährden. Laut der Klageschrift von Generalstaatsanwalt James Uthmeier soll ChatGPT unter anderem eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen Täter vor einem Amoklauf an der Florida State University beraten haben. OpenAI verwies auf bestehende Schutzmaßnahmen für Minderjährige wie Altersverifikation und elterliche Kontrollfunktionen, räumte jedoch ein, dass einige Funktionen erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik implementiert wurden. OpenAI weist die Verantwortung für den Angriff an der FSU mit zwei Toten und sechs Verletzten zurück und gibt an, dass ChatGPT wöchentlich rund 900 Millionen Nutzer erreicht.
Florida ermittelt gegen OpenAI wegen Verbindung zu ChatGPT im FSU-Shooting
Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, hat eine Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Grund sind angebliche Gefährdungen von Minderjährigen, potenzielle Risiken für die nationale Sicherheit sowie eine mögliche Verbindung zwischen ChatGPT und einer Schießerei an der Florida State University (FSU) im April 2025. Laut Uthmeier erkundigte sich der Tatverdächtige bei ChatGPT nach Reaktionen auf eine Schießerei an der FSU und nach den Stoßzeiten im Studierendenunion-Gebäude. Diese Chat-Verläufe könnten als Beweismittel dienen. Zudem verwies der Generalstaatsanwalt auf Fälle, in denen ChatGPT zum Suizid ermutigt haben soll, sowie auf Missbrauchsrisiken durch ausländische Akteure. OpenAI kündigte Kooperation an und stellte einen Leitfaden für Kindersicherheit vor. Die Untersuchung erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Drucks auf KI-Anbieter wegen KI-generierter Inhalte mit sexuellem Missbrauch von Minderjährigen; die Internet Watch Foundation zählte im ersten Halbjahr 2025 über 8.000 entsprechende Meldungen.
Generalstaatsanwalt in Florida leitet Ermittlungen gegen OpenAI nach FSU-Amoklauf ein
Die Generalstaatsanwaltschaft von Florida hat strafrechtliche Ermittlungen gegen OpenAI und ChatGPT eingeleitet. Anlass ist ein Amoklauf an der Florida State University am 17. April 2025. Der 20-jährige Täter Phoenix Ikner nutzte ChatGPT im Vorfeld, um Informationen über Munition, Personenströme auf dem Campus sowie Strategien für maximale Medienaufmerksamkeit abzufragen. Die Familie des Opfers Tiru Chabba reichte zudem eine Zivilklage ein und wirft dem Unternehmen vor, die Tat durch den Chatbot begünstigt zu haben. OpenAI weist jede Verantwortung zurück und betont, dass die bereitgestellten Daten öffentlich zugänglich waren und das Modell keine illegalen Handlungen gefördert habe. Rechtsexperten stufen eine Verurteilung wegen Mordes als juristisches Neuland und unwahrscheinlich ein. Realistischer seien Vorwürfe wegen Fahrlässigkeit, die jedoch interne Nachweise über wissentlich ignorierte Sicherheitsrisiken erfordern würden.
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