Beobachtetes Signal · 6. Mai 2026 · Podcast Episode · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
Fintech-Veteran André Bajorat: „Ich habe Revolut lange unterschätzt“
In einer Episode des Podcasts „Finance Forward“ erklärt der langjährige Fintech-Beobachter und Investor André Bajorat, dass er Revolut lange unterschätzt hat. Mittlerweile bewertet er die Multi-Produkt-Banking-Strategie der Londoner Neobank als entscheidenden Treiber für deren globalen Erfolg. Bajorat bezeichnet Revolut als die einzig wahre globale Neobank unter den Wettbewerbern und stuft den deutschen Rivalen N26 nach Führungswechseln – Mike Dargan ist neuer CEO, während die Gründer ausgeschieden sind – als potenzielles Übernahmeziel ein. Zudem werden im Podcast Branchenentwicklungen wie die 750-Millionen-Euro-Übernahme von Talon.One durch Adyen, der geplante Markteintritt von JPMorgan Chase in Deutschland sowie mögliche Herausforderungen durch Anthropic für Banken und Zahlungsdienstleister thematisiert. Abschließend spricht Bajorat über seine persönliche Erfahrung nach einer schweren Rückenverletzung und die Reaktion seines Arbeitgebers DWS.
Branchenkommentar zu Fintech-Strategien und Personalien; weist jedoch nur begrenzte direkte Relevanz für AdTech/MarTech auf und enthält keine technischen, regulatorischen oder marktbewegenden Entwicklungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Fintech-Investor André Bajorat hat Revolut nach eigener Aussage lange unterschätzt.
- Die Multi-Produkt-Strategie macht Revolut laut Bajorat zur einzigen globalen Neobank.
- Nach dem Weggang der Gründer und dem Eintritt von CEO Mike Dargan sieht Bajorat N26 als potenzielles Übernahmeziel.
- Im Podcast wurden Adyens Übernahme von Talon.One für 750 Millionen Euro und der geplante Deutschlandstart von JPMorgan Chase diskutiert.
- Mögliche Marktherausforderungen für Banken und Payment-Anbieter durch Anthropic wurden ebenfalls erörtert.
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7 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Finance Forward: OMR-Fintech-Highlights und aktuelle Marktentwicklungen
Der Finance Forward Newsletter des Manager Magazins fasst aktuelle Fintech- und Payment-Entwicklungen vom OMR-Festival zusammen. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lehnte das Übernahmeangebot von UniCredit öffentlich ab und forderte einen fairen Preis für Aktionäre. Fintech-Experte André Bajorat sprach in einem Podcast über Revolut, N26, KI im Banking und den Challenger Wero. Zu den Personal- und Unternehmensmeldungen zählen die Beförderung von Frank Keller zum Leiter des PayPal-Checkout-Geschäfts sowie die Ernennung von Anshu Bhardwaj zum CAITSO (Chief AI Transformation & Simplification Officer) bei PayPal. Nicolas Knecht baut das Deutschlandgeschäft von Plus1 auf, die Debtist-Gründer veräußerten eine Mehrheitsbeteiligung für über 100 Millionen Euro, und Coinbase-CEO Brian Armstrong kündigte einen Stellenabbau von 14 % an. Zudem zeigen EHI-Daten, dass Mobile Wallets 2025 einen Anteil von 19,3 % an den deutschen Kartenzahlungen erreichten.
Revoluts Rekordgewinn von 1,3 Mrd. Pfund unterstreicht Bankambitionen
Der Newsletter beleuchtet zwei wesentliche Entwicklungen: Erstens die breite Branchenkonsolidierung hinter dem Universal Commerce Protocol (UCP). Nach dem Ausstieg von Stripe aus dem rivalisierenden Agentic Commerce Protocol sind Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft, Meta, Salesforce und Stripe dem Tech Council beigetreten. Tests mit agentenbasiertem Instant Checkout zeigten jedoch eine geringe Conversion (ca. 1,18 %) und hohe Abbruchraten, woraufhin OpenAI seine Checkout-Funktion zurückzog. Zweitens belegen die FY25-Zahlen von Revolut mit 4,5 Mrd. Pfund Umsatz, 1,3 Mrd. Pfund Nettogewinn und 36 Mrd. Pfund an Einlagen bei einer extrem niedrigen Loan-to-Deposit-Quote von rund 6 % enorme Stärke. Analysen von J.P. Morgan und UBS heben die hohe Profitabilität durch Gebühren sowie die Kreditoptionen hervor, die durch die uneingeschränkte britische Banklizenz (März 2026) und den angestrebten US-Bankstatus ermöglicht werden.
Wirecard-Prozess vor Abschluss; Fintech-Updates zu Revolut und Ewor
Das Manager Magazin greift im Finance Forward-Newsletter das bevorstehende Sommerfinale im Münchner Wirecard-Prozess auf: Der ehemalige CEO Markus Braun ist wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, Marktmanipulation und Untreue angeklagt, bestreitet die Vorwürfe jedoch, während seine Verteidigung wiederholt Verzögerungsanträge stellt. Zudem beleuchtet der Newsletter wichtige Fintech- und VC-Entwicklungen: Revoluts Marketingchef Antoine Le Nel treibt nach rund 16 Millionen Neukunden im Vorjahr die globale Expansion voran und fokussiert sich auf den US-Markt. Investor Daniel Dippold hat rund 70 Millionen US-Dollar für den Berliner Inkubator Ewor eingesammelt, an dem auch Gründer von SumUp und Adjust beteiligt sind. Darüber hinaus verlängerte FlatexDegiro den Vertrag von CEO Oliver Behrens bis 2029, Mike Dargan hat seine Rolle als N26-CEO angetreten, Kalshi-Gründer Tarek Mansour erhält erhöhte TV-Präsenz in den USA, und Fußballer Erling Haaland erwarb ein isländisches Manuskript. Die Ausgabe entsteht in Kooperation mit OMR.
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