Beobachtetes Signal · 4. Nov. 2026 · Leadership Change · Quelle: Gründerszene (DACH Startups & Scaleups) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Finn-CEO Maximilian Wühr muss nach Einhorn-Runde gehen
Maximilian Wühr, Gründer und CEO des deutschen Auto-Abo-Startups Finn, ist nur vier Monate nach dem Erreichen einer Milliardenbewertung zurückgetreten. Der 31-Jährige bleibt im Advisory Board, während Patrick Oliver Schmidt, ein erfahrener E-Commerce-Manager, am 1. November 2026 die operative Führung übernimmt. Insidern zufolge war der Schritt nicht ganz freiwillig und wurde von den Investoren wegen der geplanten Börsenpläne forciert. Schmidts Erfahrung mit Wachstumsunternehmen und Kapitalmärkten – er führte die Global Fashion Group an die Frankfurter Börse – war ausschlaggebend. Der Wechsel erfolgt auch vor dem Hintergrund von Kundenbeschwerden und einer Klage der Verbraucherzentrale gegen Finns AGB.
CEO-Wechsel bei einem Einhorn-Startup im Auto-Abo-Bereich, relevant für die Mobilitätsbranche, aber nicht direkt für die AdTech- oder Marketing-Technologie-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Finn-Gründer Maximilian Wühr tritt als CEO zurück, sein Nachfolger wird Patrick Oliver Schmidt am 1. November 2026.
- Wühr bleibt als Berater und im Advisory Board tätig.
- Die Entscheidung wurde durch die IPO-Pläne der Investoren und den Wunsch nach einem CEO mit mehr Erfahrung in Wachstumsunternehmen beeinflusst.
- Finn erreichte im Juni 2026 eine Bewertung von einer Milliarde Euro und wurde damit zum Einhorn.
- Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Klagen gegen Finn wegen 14 beanstandeter AGB-Klauseln eingereicht.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Finn-Investor HV Capital war einst an Rocket Internet beteiligt.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
SevenVentures beteiligt sich über Media-for-Equity an Mobilitäts-Startup Finn
SevenVentures, der Investmentarm von ProSiebenSat.1, hat sich im Rahmen eines Media-for-Equity-Deals am Münchener Mobilitäts-Startup Finn beteiligt. Die Transaktion umfasst ein Bruttomediavolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich und ist Teil der Series-D-Finanzierungsrunde von Finn. Dabei nimmt das Unternehmen rund 100 Millionen Euro an frischem Eigenkapital auf und erreicht eine Bewertung von über einer Milliarde Euro, womit es den Unicorn-Status erlangt. Das 2019 gegründete Unternehmen Finn bietet ein All-inclusive-Auto-Abo an, bei dem Versicherungen, Steuern, Zulassung, Wartung und Verschleiß in einer monatlichen Rate abgedeckt sind. SevenVentures und Finn arbeiten bereits seit 2024 im Rahmen einer Medienpartnerschaft zusammen.
SevenVentures investiert per Media-for-Equity in Auto-Abo-Anbieter Finn
SevenVentures, der Venture-Capital-Arm von ProSiebenSat.1 Media, ist im Rahmen eines am 24. Juni 2026 bekannt gegebenen Media-for-Equity-Deals beim Mobilitätsunternehmen Finn eingestiegen. Die strategische Partnerschaft zielt darauf ab, den Bekanntheitsgrad zu steigern und das Wachstum des Auto-Abo-Modells von Finn zu beschleunigen. Finn vertreibt Auto-Abos, bei denen – mit Ausnahme des Kraftstoffs – Kosten wie Versicherung, Steuern und Wartung durch eine feste monatliche Rate abgedeckt sind. Diese Transaktion verknüpft reichweitenstarkes Medieninventar und Beteiligungskapital eines Broadcasters mit einem Consumer-Mobility-Startup, um dessen skalierbares Abonnementmodell im Markt zu stärken und die Markenpräsenz massiv auszubauen.
On: Gründer übernehmen nach überraschendem CEO-Abgang wieder die Führung
Der Schweizer Laufschuhhersteller On hat einen unerwarteten Führungswechsel angekündigt: CEO Martin Hoffmann tritt zurück und legt eine Pause ein, was intraday einen Kurssturz der Aktie von über elf Prozent und weitere Verluste am Folgetag auslöste. Die Mitgründer David Allemann und Caspar Coppetti übernehmen gemeinsam die CEO-Rolle sowie den Co-Vorsitz des Verwaltungsrats, während Mitgründer Olivier Bernhard weiterhin dem Vorstand angehört. Scott Maguire wird zum COO befördert, und Frank Sluis wechselt am 1. Mai als CFO von Ahold Delhaize zu dem Unternehmen. On verzeichnete 2025 einen Umsatz von über drei Milliarden Schweizer Franken und eine Bruttomarge von über 60 Prozent. Medienberichten zufolge stieg Hoffmanns Vergütung im vergangenen Jahr um rund 242 Prozent auf fast zehn Millionen Franken.
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