Beobachtetes Signal · 16. Aug. 2021 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Facebook verzeichnet starkes Q2 2021, warnt jedoch vor Wachstumsschwäche
Facebook hat starke Ergebnisse für das zweite Quartal 2021 vorgelegt und die Umsatz- sowie Gewinnerwartungen dank robuster Werbeerlöse übertroffen. Der Online-Werbeumsatz stieg im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 29 Milliarden US-Dollar, während der Nettogewinn auf 10,4 Milliarden US-Dollar kletterte. Weltweit nutzen inzwischen 3,5 Milliarden Menschen monatlich mindestens eine Facebook-App. Trotz dieser positiven Kennzahlen gab die Aktie nach der Veröffentlichung um rund 4 Prozent nach. Das Management warnte vor einer deutlichen Wachstumsverlangsamung im dritten und vierten Quartal, angetrieben durch regulatorische und plattformseitige Änderungen. Insbesondere Apples Update zur App Tracking Transparency (ATT), das die Einwilligung der Nutzer für das Tracking erfordert, sorgt für Gegenwind beim Ad-Targeting. Facebook rechnet damit, dass die Auswirkungen im dritten Quartal spürbarer sein werden als im zweiten.
Die Quartalszahlen einer großen Plattform mit konkret benannten datenschutzbedingten Gegenwinden haben massive Auswirkungen auf das gesamte AdTech- und MarTech-Ökosystem, insbesondere im Bereich Identity Management und Attribution.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Online-Werbeumsatz im Q2 2021 von 29 Mrd. USD, ein Anstieg von 56 % im Jahresvergleich.
- Nettogewinn im Q2 2021 in Höhe von 10,4 Mrd. USD.
- 3,5 Milliarden Menschen nutzen monatlich mindestens eine Facebook-App; MAUs erreichen 2,9 Milliarden (+7 % YoY).
- Aktienkurs fiel nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um rund 4 Prozent.
- Warnung vor verlangsamtem Wachstum in Q3 und Q4 durch Apples ATT-Update mit stärkeren Auswirkungen im Q3.
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TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
Musiker wegen KI-Streamingbetrugs verurteilt
Ein 54-jähriger Musiker in den USA wurde zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er einen groß angelegten Streaming-Betrug orchestriert hatte. Mit bis zu 10.000 Bots, Tausenden von Fake-Accounts und Tausenden von KI-generierten Songs manipulierte er zwischen 2017 und 2024 Streaming-Plattformen wie Apple Music, Amazon Music und YouTube. Die betrügerischen Streams generierten Millionen an Tantiemen. Zeitweise erreichten seine Songs im April 80,9 Millionen Streams und übertrafen damit Taylor Swift (9,3 Millionen). Das Gericht ordnete außerdem die Rückzahlung von über 8 Millionen Dollar an. Seine Verteidigung argumentierte, dass keine Musiker direkt geschädigt wurden, aber die Staatsanwaltschaft konterte, dass echte Künstler und Fans um Tantiemen gebracht wurden.
Apples Safari-Blockliste treibt Publisher zum Trusted Server
Mit dem neuesten Software-Update blockiert Apple Unternehmen, die Nutzer im Safari-Browser für gezielte Werbung verfolgen. Publisher reagieren nun dringend auf den Trusted Server des IAB Tech Lab, der die Werbeauktionen vom Gerät des Nutzers auf Server des Publishers verlagert und so die Blockliste umgeht. Publisher wie Paradium haben die Lösung bereits übernommen, andere prüfen ihre Optionen. Dies unterstreicht Apples wachsende Kontrolle über die digitale Werbung und wirft Fragen zur Marktmacht und zu den Auswirkungen auf die Publisher-Einnahmen auf. Da Apple sein eigenes Werbegeschäft ausbaut, verdeutlicht die Blockliste die veränderten Machtverhältnisse im Ad-Tech-Ökosystem.
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