Beobachtetes Signal · 1. Juli 2026 · Product Launch · Quelle: The Drum · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
EY fasst Agenturakquisitionen in Studio+ zusammen und neu gedacht
EY hat 37 bisherige Agenturakquisitionen in einer neuen Einheit namens Studio+ zusammengefasst, um Design und Kreativität ins Zentrum der digitalen Transformation zu rücken. Unter der Leitung von Pierre Beaufils vereint die Organisation Strategie, Business, Technology und Design unter einer Marke und beschäftigt rund 7.000 Mitarbeitende. Beaufils betont, dass Künstliche Intelligenz als Multiplikator dienen soll, der Zeit für tiefgehendere kreative Arbeit freisetzt, anstatt Prozesse nur zu beschleunigen. Studio+ verzeichnet ein zweistelliges jährliches Wachstum und konnte bereits einen globalen E-Commerce-Etat eines südkoreanischen Elektronikkonzerns zurückgewinnen, indem ein konsolidierter, markenübergreifender Ansatz angeboten wurde. Diese strategische Bündelung verdeutlicht, wie Beratungsunternehmen zunehmend traditionelle Agenturstrukturen herausfordern, um ganzheitliche Transformationsleistungen aus einer Hand anzubieten.
Die Reorganisation von Kreativagenturen in ein integriertes Beratungs- und Transformationsangebot durch EY erhöht den Wettbewerbsdruck auf klassische Agenturen und Strategieberatungen. Zudem zeigt der Einsatz von KI als kreativer Multiplikator, wie sich die Beschaffung von Kreativ- und Technologiedienstleistungen auf Markenebene nachhaltig verändern könnte.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EY hat 37 Agenturakquisitionen in der neuen Einheit Studio+ konsolidiert.
- Die Organisation vereint rund 7.000 Mitarbeitende unter einer Marke.
- Studio+ verbindet die Bereiche Strategie, Business, Technology und Design nahtlos miteinander.
- Laut Pierre Beaufils verzeichnet Studio+ ein zweistelliges Umsatzwachstum im Jahresvergleich.
- Durch das neue Setup konnte EY ein globales E-Commerce-Mandat eines südkoreanischen Elektronikherstellers zurückgewinnen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Pierre Beaufils, EY’s global deputy vice-chair for consulting, has taken a different route....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
EY-Marketingchef John Rudaizky reflektiert über den Wandel im B2B-Marketing
Nach 13 Jahren bei EY zieht sich John Rudaizky von seiner Position als Global Chief Brand and Marketing Officer zurück und wechselt in eine strategische Beraterrolle. Er betont, dass B2B-Entscheider emotionaler agieren als oft angenommen, und verweist auf die zunehmende Bedeutung von Kreativität, Storytelling und Brand-Building im B2B-Segment. Rudaizky, der 2014 im Rahmen der Vision-2020-Strategie zu EY kam, trieb maßgebliche Plattformen wie Better Questions, EY.ai und Studio+ voran und steigerte den Markenwert von EY im Brand-Finance-Ranking deutlich. Er warnt zudem davor, dass KI zwar den Durchschnitt outputseitig demokratisiert, aber den Wert unverwechselbarer kreativer Exzellenz erhöht, und unterstreicht die Wichtigkeit eines verantwortungsvollen KI-Einsatzes in professionellen Dienstleistungen.
Agenturen unter Druck: Neukalibrierung zwischen KI-Disruption und M&A-Welle
Im Rahmen eines Kamingesprächs auf den Cannes Lions betonten Andreas Roell, Gründer und CEO der Evros Group, und ADWEEK-CEO Will Lee die Notwendigkeit für Agenturen, ihre Geschäftsmodelle angesichts rasanter KI-Fortschritte und anhaltender Konsolidierungswellen neu zu kalibrieren. Parallel dazu stellte ADWEEK eine neue M&A-Sparte in Kooperation mit der Evros Group vor. Roell hinterfragte den tatsächlichen Mehrwert vieler aufkommender agentischer KI-Marketing-Tools und betonte, dass der entscheidende Gradmesser die Verbesserung der Kundenbindung sei. Vor allem traditionelle Agenturmethoden und proprietäre Inhouse-Daten bleiben laut Roell zentrale Differenzierungsmerkmale gegenüber Large Language Models. Die Diskussion spiegelt die breitere Debatte wider, wie Agenturen ihr Serviceangebot, ihren Technologieeinsatz und ihre M&A-Strategien anpassen müssen, um in einer von künstlicher Intelligenz geprägten Marktlandschaft nachhaltigen Mehrwert zu sichern.
Aufbau von Marketing-Teams mit KI-Agenten und virtuellen Kollegen bis 2027
Der Einsatz von 'Virtual Teammates' und Agentic AI in Marketing-Teams nimmt rapide zu, wie aktuelle Produktlaunches von Optimizely, Treasure AI, HubSpot und Asana zeigen. Bei der Integration dieser KI-Agenten sind eine präzise Rollendefinition, Rechtestrukturen und Governance entscheidend. Während Technologieanbieter spezialisierte Agenten für Kampagnenstrategie, SEO und Analytics bereitstellen, unterstreicht ein 100-Millionen-Dollar-Programm von EY die weiterhin zentrale Bedeutung menschlicher Problemlösungskompetenz. Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2027 über 40 % der Agentic-AI-Projekte scheitern werden, zugleich aber 33 % der Unternehmenssoftware bis 2028 agentische Funktionen bieten. Für die strategische Planung bis 2027 wird ein hybrider Ansatz empfohlen: Menschen delegieren operative Aufgaben gezielt an KI-Agenten, behalten jedoch die übergeordnete strategische Verantwortung, das Management und die finale Erfolgsmessung fest in der Hand.
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