Beobachtetes Signal · 22. Feb. 2026 · Policy Update · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Alternative iOS App Stores etablieren sich in EU und Japan
Der Digital Markets Act (DMA) hat den Weg für alternative App Stores auf Apple-Geräten in der Europäischen Union geebnet, während internationale Märkte wie Japan ähnliche Öffnungen durch das Mobile Software Competition Act (MSCA) vollziehen. Diese regulatorischen Eingriffe brechen das bisherige Monopol des App Store auf und ermöglichen alternative Distributionswege und Zahlungsmethoden. Apple verlangt für DMA-konforme Marktplätze jedoch strenge Notifizierungsprozesse, die Akzeptanz neuer kommerzieller Bedingungen sowie die Core Technology Fee. Mehrere Marktplätze wie AltStore PAL, Epic Games Store, Aptoide, Mobivention, Skich und Onside sind bereits aktiv oder testen den Markt. Dennoch zeigen Marktaustritte wie die Schließung von MacPaw’s Setapp Mobile im Februar 2026, dass komplexe Lizenzstrukturen und Gebührenmodelle weiterhin erhebliche Hürden für Entwickler darstellen. Diese Entwicklung verändert die Wirtschaftlichkeit von Apps und die Monetarisierungsdynamiken im Ökosystem nachhaltig.
Regulatorisch erzwungene Plattformänderungen durch DMA und MSCA brechen das Apple-Monopol auf, verändern die Ökonomie der App-Distribution und beeinflussen die Werbeinventar- und Zahlungsdynamiken in Europa und Asien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der EU Digital Markets Act ermöglicht den Betrieb alternativer App Marketplaces auf Apple-Geräten, erfordert jedoch eine Apple-Notifizierung und die Annahme spezieller DMA-Geschäftsbedingungen.
- Apple verlangt von Entwicklern alternativer Marktplätze in der EU die Zahlung einer Core Technology Fee (u. a. 0,50 Euro je erster jährlicher Installation für Marketplace-Apps).
- Das Mobile Software Competition Act (MSCA) in Japan schafft neue Vertriebswege und Provisionsstrukturen (10–21 % Kommission, 5 % In-App-Payment-Gebühr, 5 % Core Technology Fee, 15 % Store Services Kommission), um Zahlungsabwicklungen außerhalb des App Store zu erlauben.
- Zahlreiche alternative iOS Marketplaces wurden im Markt eingeführt: AltStore PAL, Epic Games Store (iOS in EU), Aptoide, Mobivention, Skich sowie Onside (Ausweitung auf Japan im Februar 2026).
- MacPaw stellte Setapp Mobile als EU-App-Store-Alternative am 16. Februar 2026 ein und verwies auf komplexe kommerzielle Bedingungen, die nicht zum eigenen Geschäftsmodell passten.
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Apple erlaubt App-Distribution und alternative Zahlungen außerhalb des App Stores in der EU
Ab Oktober gestattet Apple Entwicklern in der EU den Vertrieb von Apple-kompatiblen Apps sowie das Angebot alternativer Zahlungsmethoden außerhalb des hauseigenen App Stores. Downloads werden künftig über Websites von Drittanbietern und alternative Marktplätze ermöglicht. Dieser Schritt erfolgt infolge des regulatorischen Drucks der Europäischen Kommission, die Apple im April 2025 mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) belegt hatte. Die EU stuft Apple unter dem DMA als Gatekeeper ein und kündigte an, die operative Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen genau zu überwachen. Ziel der Anpassungen ist es, die Wahlfreiheit der Nutzer beim Bezug und der Bezahlung von Applikationen innerhalb der EU signifikant zu erhöhen.
Alternative iOS-App-Stores gewinnen an Traktion, doch der Goldrausch bleibt aus
Seit Apple im Jahr 2024 Drittanbieter-App-Stores auf iPhones und iPads in der EU zugelassen hat, ist ein wahrer Entwickler-Goldrausch ausgeblieben. Einige Marktplätze sind bereits gescheitert – so hat Setapp seinen Betrieb eingestellt –, während der im August 2024 gestartete Mobile Store von Epic Games bislang nur begrenzte Auswirkungen zeigte. Unabhängige Alternativen wie AltStore und Skich hingegen überleben und verzeichnen Wachstum: Die AltStore-Mitgründer Riley Testut und Shane Gill planen nach einer Finanzierungsrunde über 6 Millionen US-Dollar durch Pace Capital eine größere Expansion, und Skich meldet monatlich über 700.000 Downloads sowie 100.000 neue Website-Nutzer. Skich ist eine Partnerschaft mit Xsolla eingegangen, das ab Juli als Merchant of Record fungiert und Entwicklern eine einheitliche Provision von 15 Prozent bietet. Konkrete Umsatzzahlen gaben weder AltStore noch Skich bekannt. Skich hebt jedoch hervor, dass man im Vergleich zum App Store und Google Play eine granularere Entdeckung und höhere Download-Raten pro Nutzer erzielt.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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