Beobachtetes Signal · 16. Apr. 2026 · Law Enforcement Operation · Quelle: techcrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Europol kontaktiert 75.000 mutmaßliche Käufer von DDoS-Angriffen per E-Mail
Unter der Leitung von Europol hat eine globale, koordinierte Strafverfolgungsaktion namens Operation PowerOFF kommerzielle DDoS-for-Hire-Dienste ins Visier genommen. Behörden beschlagnahmten Server sowie Daten, was die Identifizierung und den Versand von Warnschreiben an über 75.000 mutmaßliche Nutzer dieser Dienste ermöglichte. Die Operation führte zu vier Festnahmen, der Abschaltung von 53 Domains und der Vollstreckung von 24 Durchsuchungsbefehlen. Der Bericht hebt hervor, dass solche Mietangriffe die Hürde für störende Attacken senken, und verweist zur Verdeutlichung der anhaltenden Bedrohung auf die Abwehr eines jüngsten DDoS-Spitzenwerts von 29,7 Tbps durch Cloudflare.
Die koordinierte Zerschlagung von DDoS-for-Hire-Plattformen und die Identifizierung von Nutzern minimieren Risiken für die Website-Verfügbarkeit und Werbe-Inventare, während Domain-Sperrungen und Festnahmen moderate Auswirkungen auf Publisher, CDNs und Ad-Plattformen haben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Europol koordinierte die Operation PowerOFF gegen kommerzielle DDoS-for-Hire-Dienste.
- Über beschlagnahmte Server identifizierte Europol mehr als 75.000 Verdächtige und sandte ihnen Warnungen.
- Die Operation resultierte in vier Festnahmen, 53 abgeschalteten Domains und 24 Durchsuchungsbefehlen.
- Cloudflare berichtete zuvor über die Abwehr eines DDoS-Angriffs mit einem Spitzenwert von 29,7 Terabit pro Sekunde.
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Strafverfolgungsbehörden zerschlagen internationales SocksEscort-Router-Botnet
Eine globale Koalition von Strafverfolgungsbehörden hat SocksEscort zerschlagen, einen kostenpflichtigen Proxy-Dienst auf Basis eines Botnets aus gehackten Heim- und Kleinbetriebs-Routern. Laut US-Justizministerium wurde die Infrastruktur für weitreichende Cyberkriminalität wie Kontoübernahmen, betrügerische Arbeitslosenansprüche, Ransomware-Angriffe, DDoS-Attacken und die Verbreitung von CSAM genutzt, was Millionenschäden verursachte. Europol berichtete, dass über 369.000 Router und IoT-Geräte in 163 Ländern kompromittiert und infizierte Geräte getrennt wurden. Das Cybersicherheitsunternehmen Black Lotus Labs, das die Operation unterstützte, gab an, dass das Botnet auf AVRecon-Malware basierte und seit Januar rund 280.000 Router umfasste. Die zugehörige Website wurde im Zuge der Operation beschlagnahmt.
Microsoft und BKA legen weltweit über 200 Hacker-Server lahm
Microsoft, Europol und das Bundeskriminalamt (BKA) haben in einer internationalen Operation mehr als 200 Command-and-Control-Server deaktiviert und die kriminelle Kontrolle über über 18.000 infizierte Computer unterbrochen. Der Schlag richtete sich gegen die Malware-Familien Amadey und StealC. Ermittler nutzten Künstliche Intelligenz, um das Reverse-Engineering von komplexem Code zu beschleunigen, während Microsofts Rechtsteam den US-RICO-Paragrafen anwendete, um mehrere Akteure als einheitliche Verschwörung zu behandeln und ein koordiniertes Vorgehen gegen die gemeinsam genutzte Infrastruktur zu ermöglichen. Diese Aktion baut auf früheren internationalen Einsätzen wie der Operation Endgame vom Mai 2024 auf.
Weltgrößte Botnetze Aisuru und Kimwolf durch internationale Operation ausgehoben
Deutsche und nordamerikanische Strafverfolgungsbehörden haben die Infrastruktur von Aisuru und Kimwolf zerschlagen, zwei der weltgrößten Botnetze für groß angelegte DDoS-Attacken. Das Bundeskriminalamt und die ZAC Nordrhein-Westfalen legten gemeinsam mit kanadischen und US-Behörden die global verteilte technische Infrastruktur lahm, nahmen jedoch vorerst keine Festnahmen vor. Ermittler identifizierten zwei mutmaßliche Administratoren und sicherten bei Durchsuchungen in Deutschland und Kanada umfangreiche Beweise, darunter Datenträger sowie Kryptowerte im fünfstelligen Bereich. Aisuru wird mit massiven IoT-basierten Angriffen in Verbindung gebracht, darunter ein von Cloudflare abgewehrter Rekordangriff von 31,4 Tbps. Kimwolf zielte vor allem auf Android- und Consumer-Geräte wie TV-Boxen ab. Zu den Hauptzielen vergangener Angriffe zählten öffentliche Dienste und Anwendungen wie die Deutsche Bahn mit ihrer DB-Navigator-App.
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