Beobachtetes Signal · 9. Apr. 2025 · Partnership · Quelle: Tech.eu · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Europas Antwort auf DeepSeek: Open Models und geteilte Infrastruktur
Der Artikel beleuchtet Europas strategische Reaktion auf DeepSeek mit Fokus auf Open-Source-Modelle, gemeinsam genutzte Infrastruktur und das Potenzial von Small Language Models (SLMs). Im Mittelpunkt steht das OpenEuroLLM-Konsortium aus 20 europäischen Forschungseinrichtungen und EuroHPC-Zentren. Zudem werden Perspektiven von Iris.ai-CEO Anita Schjøll Abildgaard und CTO Victor Botev vorgestellt, die für Effizienz, Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeit plädieren. Erwähnt werden auch die Partnerschaft von Iris.ai mit Sigma2 für High-Performance Computing sowie die Modell-Distillation-Technologie von Malted AI. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass Europas KI-Zukunft weniger in reiner Skalierung als vielmehr in spezialisierten, offenen und nachhaltigen Modellen liegt, die für Unternehmen und die AdTech-Branche wegweisend sein könnten.
Der Artikel beleuchtet Europas KI-Strategie, Open-Source-Modelle und SLMs, was die KI-Infrastruktur und die Modellverfügbarkeit für Unternehmen in ganz Europa, einschließlich AdTech, maßgeblich beeinflussen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- OpenEuroLLM ist ein Konsortium aus 20 europäischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und EuroHPC-Zentren.
- Iris.ai kooperiert mit Sigma2, um kleine Modelle mit 1 bis 9 Milliarden Parametern zu trainieren und anzupassen.
- Malted AI komprimiert Outputs großer Modelle für domänenspezifische Aufgaben durch Model Distillation und erzielt 10- bis 100-fache Kosteneinsparungen.
- Italien hat DeepSeek aus Sicherheitsgründen verboten, während andere Regierungen die Nutzung ebenfalls einschränkten.
- Europas Strombedarf für Rechenzentren wird sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“The launch of DeepSeek in February sparked discussions about Europe's position in the AI race....”
“Mistral AI (France) and Aleph Alpha (Germany) were most often mentioned as potential European competitors....”
“Mistral AI (France) and Aleph Alpha (Germany) were most often mentioned as potential European competitors....”
“OpenEuroLLM is co-led by Peter Sarlin (AMD Silo AI, Finland)....”
“OpenEuroLLM is co-led by Peter Sarlin (AMD Silo AI, Finland)....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen Open-Source-KI-Modellen
Die europäische Suchmaschine Ecosia hat ihren KI-Anbieter vom französischen Startup Mistral auf offene Modelle umgestellt, darunter chinesische wie Alibabas Qwen, Z.ais GLM und Moonshot AIs Kimi. CEO Christian Kroll zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die etwa ein Jahr hinter der Konkurrenz zurückliegen sollen, sowie von häufigen Serverüberlastungen. Ecosia nutzt nun Modelle über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in der EU betreibt, was die KI-Kosten halbierte und die Leistung verbesserte. Der Wechsel erfolgt, während Mistral Large 4 vorstellt, das stärkste Modell, das in Europa trainiert wurde und dessen Gewichte Ende Oktober veröffentlicht werden sollen. Trotz 38,4 Punkten im Intelligence Index belegt es Platz acht unter offenen Modellen, hinter sieben chinesischen Modellen. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der europäischen KI-Souveränität: Top-Open-Modelle stammen überwiegend aus China, auch wenn sie auf europäischen Servern laufen. Mistral hostet selbst chinesische Modelle wie GLM auf seiner Neocloud-Plattform, während CEO Arthur Mensch die Stärken von Large 4 etwa bei der Cyberabwehr betont.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen KI-Modellen
Die Berliner Suchmaschine Ecosia hat den französischen KI-Anbieter Mistral fallen gelassen und setzt nun auf offene Modelle, darunter chinesische wie Qwen (Alibaba), GLM (Z.ai) und Kimi (Moonshot AI), wie Politico berichtet. Ecosia-Chef Christian Kroll zeigte sich Berichten zufolge enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die der Konkurrenz rund ein Jahr hinterherhinken, und stellte auch Mistrals Souveränität wegen internationaler Investoren infrage. Die neuen Modelle bezieht Ecosia über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in acht EU-Ländern betreibt; dadurch halbierten sich die KI-Kosten bei gestiegener Leistung. Mistral hat derweil Large 4 veröffentlicht, ein Modell mit einer Billion Parametern, das in europäischen Rechenzentren trainiert wurde, aber im Ranking offener Modelle nur Platz 8 erreicht – alle sieben Modelle davor stammen aus China. Dies verdeutlicht das Souveränitäts-Dilemma: Selbst Mistral hostet inzwischen chinesische Modelle wie GLM in seiner Neocloud.
Windows führt Open-Weight-KI wie DeepSeek und Nvidias Nemotron ein
Microsoft positioniert Windows neu als Plattform für 'hybride Intelligenz' und ermöglicht KI-Agenten, die je nach Aufgabe lokal am PC oder in der Cloud laufen. Das Unternehmen kündigte die allgemeine Verfügbarkeit von Microsoft Execution Containers (MXC) an, integrierte Sandboxes, die den Zugriff von Agenten auf Dateien und Netzwerke kontrollieren, mit Unterstützung von Codex, GitHub Copilot, OpenClaw und anderen. Zudem stellt Microsoft neue lokal laufende Modelle vor, darunter MAI Code 1.1 Flash, Nvidias Nemotron und DeepSeek V4 Flash. Das Surface Laptop Ultra mit Nvidias RTX-Spark-Chip wurde vorgestellt und ist vorbestellbar. Copilot erhält erweiterte Befugnisse, um auf lokale Dateien zuzugreifen und Aufgaben auf Copilot+-PCs auszuführen, die in den kommenden Monaten ausgerollt werden. Dieser Schritt signalisiert eine weitere Loslösung von OpenAI, da Microsoft eigene MAI-Modelle baut und Alternativen integriert. Die Ankündigung folgt auf Rückschläge mit Recall und der Copilot+-Marke, doch Microsoft setzt nun auf einen sicherheitsorientierten Ansatz.
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