Beobachtetes Signal · 19. Feb. 2024 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
EU droht Apple mit 500 Millionen Euro Strafe wegen Streaming-Praktiken
Berichten der Financial Times zufolge plant die Europäische Union eine Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro gegen Apple wegen mutmaßlich unlauterer Praktiken im Streaming-Markt. Das Verfahren geht auf eine Beschwerde von Spotify aus dem Jahr 2019 zurück. Kritisiert werden Apples Monetarisierungsregeln im App Store, insbesondere die fehlende Möglichkeit für alternative Zahlungslinks sowie die App-Store-Provision, die lange bei 30 Prozent lag und im Januar auf 17 Prozent gesenkt wurde. Die EU-Kommission wertet dieses Verhalten als Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Künftig könnten Änderungen erforderlich sein, etwa die Freigabe von Links zu alternativen Zahlungsmethoden außerhalb des App Stores. Sowohl die EU-Kommission als auch Apple lehnten eine Stellungnahme ab. Angesichts starker Finanzzahlen mit rund 120 Milliarden US-Dollar Umsatz und rund 34 Milliarden US-Dollar Gewinn im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 dürfte Apple die Geldstrafe finanzielle verkraften können.
Regulatorische Maßnahmen gegen die Geschäftspraktiken großer Plattformen können weitreichende Auswirkungen auf die Monetarisierung und den Wettbewerb im gesamten Ökosystem haben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EU-Kommission plant offenbar Geldstrafe von 500 Millionen Euro gegen Apple wegen Praktiken im Streaming-Markt.
- Das Verfahren basiert auf einer Spotify-Beschwerde aus dem Jahr 2019 bezüglich der App-Store-Bedingungen.
- Die App-Store-Provision liegt seit Januar bei 17 Prozent (zuvor 30 Prozent).
- Die EU fordert möglicherweise die Zulassung von Links zu alternativen Zahlungsmethoden.
- Apple verzeichnete im Q1 FY2024 einen Umsatz von rund 120 Milliarden und einen Gewinn von rund 34 Milliarden US-Dollar.
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Apple kündigt nach EU-Druck App-Store-Änderungen an
Apple hat angekündigt, ab Oktober 2026 infolge behördlichen Drucks und Durchsetzungsmaßnahmen der EU wesentliche Änderungen an seinem App Store in der Europäischen Union vorzunehmen. Laut offiziellen Erklärungen von Apple und der Europäischen Kommission sollen diese Anpassungen EU-Nutzern mehr Auswahlmöglichkeiten beim Download und bei der Bezahlung von Apps bieten. Gleichzeitig erhalten Entwickler größere Freiheiten hinsichtlich der Distribution und der Monetarisierung von Apple-kompatiblen Anwendungen. Die Berichterstattung basiert auf Mitteilungen des US-Konzerns sowie der EU-Kommission und wird unter anderem von HORIZONT Online und der dpa getragen. Diese regulatorischen Eingriffe verdeutlichen den anhaltenden Druck auf geschlossene Ökosysteme, die Plattformregulierung im Zuge des Digital Markets Act konsequent umzusetzen, was weitreichende Auswirkungen auf die App-Monetarisierung und den Wettbewerb im App Store hat.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
Spotify startet Enterprise-Software-Seite technology.spotify.com
Spotify hat offiziell technology.spotify.com gestartet, eine neue Website, um seine internen Entwickler-Tools und Plattformen für externe Unternehmen bereitzustellen. Das Unternehmen bietet solche Produkte bereits seit 2020 an, darunter das Open-Source-Entwicklerportal-Framework Backstage, die Experimentierplattform Confidence (seit 2023), die Softwareentwicklungsplattform Portal (seit 2024) und Xirp, ein Tool zur Verwaltung von KI-Codierungsagenten. Spotifys SVP of Technology & Platform, Tyson Singer, ging auf Fragen zu diesem Schritt ein und erklärte, dass die interne Infrastruktur 777 Millionen monatlich aktive Nutzer unterstützt und die Tools agent-ready sind. Das Unternehmen hat keine Umsätze aus diesen Enterprise-Verkäufen bekannt gegeben, aber die neue Website formalisiert seinen Vorstoß in den Enterprise-Markt. Preise sind nicht aufgeführt; interessierte Unternehmen müssen den Vertrieb kontaktieren.
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