Beobachtetes Signal · 23. Feb. 2023 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
EU-Greenwashing-Richtlinie droht mit drastischen Strafen für irreführende Umweltwerbung
Angesichts rasant steigender, unbelegter Umweltaussagen bereitet die Europäische Kommission eine strenge Richtlinie gegen Greenwashing vor. Ein Entwurf der neuen ‚Green Claims‘-Vorgaben ist vor der offiziellen Präsentation am 22. März durchsickert. Demnach müssen Unternehmen künftig ökologische Aussagen mithilfe von Product Environmental Footprint (PEF) oder Organisation Environmental Footprint (OEF) nachweisen und die Berechnungen über den gesamten Produktlebenszyklus offenlegen. Selbst verliehene Umweltsiegel werden untersagt und durch unabhängige Zertifizierungen ersetzt. CO2-Kompensationen bleiben zwar zulässig, müssen jedoch transparent ausgewiesen werden. Unternehmen wie Refurbed und 1Komma5° gerieten bereits wegen Klimaneutralitäts-Versprechen rechtlich unter Druck. Bislang fehlten einheitliche EU-Regeln, weshalb Standards wie ISO 14068 als Referenz dienen. Bei Verstössen drohen empfindliche Geldstrafen.
Führt EU-weite Regulierungen für Umweltwerbung mit strengen Verifikations- und Strafanforderungen ein, was Marken und Medienkampagnen direkt betrifft, auch wenn die direkten Auswirkungen auf die AdTech-Infrastruktur eher gering ausfallen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Europäische Kommission plant eine ‚Green Claims‘-Richtlinie zur Bekämpfung von Greenwashing, deren Entwurf vor dem 22. März durchsickerte.
- Umweltaussagen müssen über den gesamten Produktlebenszyklus mittels PEF- oder OEF-Methodik belegt werden.
- Selbst erstellte Öko-Labels werden verboten; Zertifizierungen dürfen nur noch durch unabhängige Dritte erfolgen.
- CO2-Kompensation bleibt erlaubt, der genaue Anteil muss jedoch bei Klimaneutralitäts-Berechnungen offengelegt werden.
- Marktteilnehmer wie Refurbed und 1Komma5° mussten ihre bisherige Werbung mit Begriffen wie ‚klimaneutral‘ bereits anpassen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“So vermarktet sich Refurbed etwa nicht mehr als '100% klimaneutral'....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
Handel und Verbraucherschützer fordern strengere EU-Importregeln
Der Handelsverband Deutschland (HDE), der Markenverband und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordern gemeinsam strengere EU-Vorschriften für Waren aus Nicht-EU-Staaten. Unter Verweis auf 5,9 Milliarden geringwertige E-Commerce-Sendungen im Jahr 2025 argumentieren sie, dass die derzeitigen Kontrollen nicht ausreichen. Die Organisationen schlagen vor, dass Hersteller und Händler ohne EU-Niederlassung einen registrierten Bevollmächtigten in der EU benennen müssen, und dass Online-Plattformen vor der Freischaltung eines Angebots die Registrierung überprüfen sollen. Zudem sollen Plattformen haftbar gemacht werden können, wenn sie dieser Prüfpflicht nicht nachkommen. Die Initiative zielt darauf ab, die Position der Bundesregierung bei den Beratungen zum European Product Act zu beeinflussen, um faire Wettbewerbsbedingungen für EU-Unternehmen zu schaffen und den Verbraucherschutz zu stärken.
Gericht ordnet FCC-Antwort auf Fox-Lizenzklage an
Der D.C. Circuit Court of Appeals hat die FCC angewiesen, auf einen Mandamus-Antrag der Media and Democracy Project (MAD) zu antworten, der darauf abzielt, Maßnahmen gegen die Erneuerung der Sendelizenz eines Fox-eigenen Senders zu erzwingen. Der Antrag betrifft WTXF in Philadelphia, wo MAD behauptet, Fox habe falsche Behauptungen über die Präsidentschaftswahl verbreitet. Das Media Bureau der FCC wies die Beschwerde im Jahr 2023 ab, aber die Kommission hat seit 20 Monaten nicht über die Berufung abgestimmt. MAD argumentiert, dass diese Untätigkeit die gerichtliche Überprüfung blockiert. Die Anordnung des Gerichts verlangt von der FCC, ihre Behandlung des Falles zu erklären. Dieser Verfahrensschritt verdeutlicht Bedenken hinsichtlich der Transparenz der FCC und der Anwendung von Charakterqualifikationen für Rundfunklizenznehmer.
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