Beobachtetes Signal · 20. März 2019 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ

EU verhängt 1,49-Milliarden-Euro-Strafe gegen Google wegen AdSense-Wettbewerbsverstößen

Zusammenfassung des Signals

Die Europäische Kommission hat Google wegen des illegalen Missbrauchs seiner dominanten Marktstellung im Bereich der Online-Suchmaschinenwerbung mit einer Geldbuße in Höhe von 1,49 Milliarden Euro belegt. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager betonte, dass Google seine Marktmacht durch wettbewerbswidrige vertragliche Einschränkungen auf Websites Dritter zementiert und sich so vor Konkurrenz abgeschottet habe. Das Fehlverhalten erstreckte sich über ein Jahrzehnt und betraf AdSense for Search, wobei exklusive Klauseln die Integration von Suchanzeigen rivalisierender Anbieter auf Partner-Websites blockierten. Zu den Kernbestimmungen zählten Exklusivitäts- und Premium-Placement-Klauseln aus dem Jahr 2006 sowie eine Regelung von 2009, die eine schriftliche Genehmigung für fremde Anzeigen erforderte. Die Strafe entspricht rund 1,29 Prozent des Jahresumsatzes von Google. Die Kommission verwies darauf, dass das Verhalten keine Effizienzvorteile brachte, und drohte bei weiteren Verstößen mit zusätzlichen Sanktionen, was die strenge Haltung der EU im digitalen Werbemarkt unterstreicht.

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Hohe Konfidenz

Die EU-Kartellentscheidung gegen Google verdeutlicht die harte Gangart der Wettbewerbsbehörden im digitalen Werbemarkt und schränkt wettbewerbsbeschränkende Praktiken bei Intermediationsdiensten ein.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Die Europäische Kommission verhängte eine Geldbuße von 1,49 Milliarden Euro gegen Google wegen Missbrauchs der Marktführerschaft bei der Online-Suchwerbung.
  • Im Fokus stehen wettbewerbswidrige Vertragsklauseln in AdSense for Search, die Suchanzeigen von Wettbewerbern auf Drittseiten blockierten.
  • Das unzulässige Verhalten dauerte über zehn Jahre an und umfasste Exklusivitäts- sowie Premium-Placement-Klauseln seit 2006 und 2009.
  • Die Strafe macht rund 1,29 Prozent des Google-Jahresumsatzes aus; im Vorjahr gab es bereits eine Geldstrafe von 4,3 Milliarden Euro wegen Android.
  • Die Kommission betonte, dass Google ähnliche Praktiken künftig unterlassen muss, und schloss weitere Sanktionen nicht aus.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: OnlineMarketing.de•Veröffentlicht: 20. März 2019
Ursprünglicher Berichttitel: “1,49 Milliarden Euro: EU verhängt nächste Strafe gegen Google - | OnlineMarketing.de”

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