Beobachtetes Signal · 31. Jan. 2025 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
EU-Kommission will bis Sommer Startup- und Scale-up-Strategie vorlegen
Die Europäische Kommission hat eine spezielle EU-Startup- und Scale-up-Strategie angekündigt, die im zweiten Quartal 2025 im Rahmen ihres Wettbewerbskompasses vorgestellt werden soll. Ziel der Initiative ist es, regulatorische Hürden für junge Unternehmen zu senken, die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Wirtschaft zu verbessern, die Patentverwertung zu stärken sowie den fragmentierten Zugang zu Venture Capital, Talenten und Innovationsförderung zu adressieren. Ein vorgeschlagener „28. Rechtsrahmen“ soll ein einheitliches EU-weites Regelwerk für Gesellschafts-, Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrecht schaffen, wobei ein Gesetzesvorschlag für Ende 2025 oder Anfang 2026 erwartet wird. Weitere Maßnahmen umfassen die für das erste Quartal 2025 geplante „Spar- und Investitionsunion“ sowie ein gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank und privaten Investoren entwickeltes TechEU-Investitionsrogramm. Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen hinsichtlich der europäischen Wettbewerbsfähigkeit bei KI und anderen Zukunftstechnologien, ergänzt durch die Grassroots-Initiative „EU Inc“.
Eine EU-weite Startup-Politik könnte den Zugang zu Venture Capital erleichtern und regulatorische Reibungsverluste für europäische Tech-Startups verringern, stellt jedoch zum aktuellen Zeitpunkt eine allgemeine politische Initiative ohne spezifische AdTech-Maßnahmen dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die EU-Kommission legt bis zum zweiten Quartal 2025 eine Startup- und Scale-up-Strategie vor.
- Ein vorgeschlagener „28. Rechtsrahmen“ soll ein einheitliches EU-weites Regelwerk für Startups in den Bereichen Gesellschafts-, Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrecht schaffen.
- Die „Spar- und Investitionsunion“ ist für das erste Quartal 2025 zur Mobilisierung von privatem Kapital geplant.
- Das TechEU-Investitionsrogramm ist als Partnerschaft zwischen der Europäischen Investitionsbank und privaten Investoren konzipiert.
- Die Startup-Strategie zielt auf verbesserte Universitäts-Unternehmens-Kooperationen, Patentverwertung, Venture-Capital-Zugang und Talentemobilität ab.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“A TechEU investment program as a partnership between the European Investment Bank (EIB) and private investors is intended to be a new lever....”
Ontologie & Marktkonzepte
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EU und EIB starten Investorenpakt zur Schließung europäischer Scale-up-Finanzierungslücken
Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben den European Institutional Investors Pact (EIIP) ins Leben gerufen. Diese freiwillige Initiative soll langfristiges institutionelles Kapital gezielt in das europäische Technologie- und Scale-up-Ökosystem lenken. Der auf dem TechEU Equity Summit in Luxemburg vorgestellte Pakt adressiert primär das Defizit bei Spätphasenfinanzierungen über 100 Millionen Euro, um die Abwanderung von Wachstumsunternehmen zu verhindern. Bislang haben 13 institutionelle Investoren ihre Beteiligungsabsicht signalisiert, die vor allem über die mit 15 Milliarden Euro dotierte European Tech Champions Initiative (ETCI) 2.0 sowie den 5 Milliarden Euro schweren Scaleup Europe Fund umgesetzt werden soll. Strukturell gliedert sich der EIIP in ein politisches Dialogforum unter Führung der Kommission sowie eine von der EIB-Gruppe gesteuerte Investment-Plattform, die institutionellen Akteuren direkten Zugang zu Venture-Capital- und Growth-Equity-Assets eröffnet.
Morphotonics sichert sich 40 Mio. € für Display- und Data-Center-Expansion
Das niederländische Nanoimprint-Lithographie-Unternehmen Morphotonics hat in einer Serie-B-Finanzierungsrunde über 40 Millionen Euro eingeworben, um die Produktion seiner Display-Technologie zu skalieren und in den Markt für optische Komponenten in Data Centers zu expandieren. Zu den Investoren zählen neben den Bestandsinvestoren 3M Ventures, Innovation Industries und BOM auch neue Geldgeber wie Invest-NL, der EIC Fund, Ernij Next und die European Investment Bank. Morphotonics ist auf großflächige Nanoimprint-Lithographie spezialisiert, insbesondere auf die Cypris-Plattform zur Herstellung von Waveguides für Augmented Reality-Brillen. Das Kapital soll für Produktionskapazitäten, Produktentwicklung und Teamerweiterung genutzt werden. Seit September 2024 wurde die Belegschaft auf 60 Mitarbeiter verdoppelt; die nächste Maschinengeneration soll ab Anfang 2027 jährlich über 6 Millionen Waveguides produzieren. Zudem fokussiert sich das Unternehmen auf Co-Packaged Optics für Data Centers, wobei der Hardware-Umsatz derzeit 90 Prozent ausmacht.
Finnisches SMR-Startup Steady Energy plant Börsengang und sichert 40 Mio. Euro EIB-Kredit
Das finnische Nukleartechnologie-Startup Steady Energy, ein Spin-off des VTT, plant seinen Börsengang am Nasdaq First North Growth Market Finland im Zuge einer Fusion mit der Investmentgesellschaft 3North Partners (3NP). Das Unternehmen entwickelt den LDR-50-Kleinreaktor (SMR) für Fernwärme und strebt die Aufnahme von über 100 Millionen Euro an. Dies umfasst Zusagen über 69,8 Millionen Euro von institutionellen und strategischen Investoren wie Elo, Ilmarinen, Varma, Fortum und dem VC-Arm von Orlen sowie einen 40-Millionen-Euro-Wandelförderkredit der Europäischen Investitionsbank (EIB) – deren erste SMR-Finanzierung überhaupt. Steady Energy verfolgt zwei Geschäftsmodelle: traditionelle EPC-Verträge und Heat-as-a-Service (HaaS). Bei einem Ausgabepreis von 10 Euro je Aktie wird die Post-Money-Bewertung auf 330 Millionen Euro taxiert. Bis 2035 wird ein Umsatz von 500 Millionen Euro angestrebt, mit Kernmärkten in Finnland, Schweden, Polen und Tschechien.
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