Beobachtetes Signal · 15. Apr. 2026 · Conference Presentation · Quelle: Adweek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Emma Gredes vier goldene Social-Media-Regeln für Marken
Emma Grede, Serial Entrepreneur und Gründungsgesellschafterin von Skims, sprach auf der ADWEEK Social Media Week in New York über den Aufbau von Marken in Social Media, im Anschluss an die Veröffentlichung ihres neuen Buches „Start With Yourself“. Sie räumte mit dem Mythos des kalten Promi-Anrufs auf und kritisierte das ‚Alles-machen‘-Narrativ für Frauen. Grede formulierte vier Prinzipien für Marken: Priorisierung von Vertrauen und Authentizität beim Publikum, Fokus auf Produktqualität und Distribution statt auf reine Außendarstellung, Vermeidung einer zu starken Fixierung auf Viralität oder nackte Social-Metriken bei der Bewertung des Langzeitpotenzials sowie Nutzung der Kommentarspalten als Sensor für Kundenstimmung und echte Geschäftsentscheidungen. Sie nannte Bethenny Frankel als Beispiel für vertrauensgetriebenen Creator-Einfluss und betonte, dass Investorinnen und Investoren vor allem auf Produktqualität und Gründer-Härte statt auf reine Social Traction achten sollten.
Praxisnahe Orientierung zu Social- und Creator-Strategien von einer prominenten Gründerin prägt die Praxis von Marken, Agenturen und Marketern, bringt jedoch keine plattformweiten oder technischen Paradigmenwechsel mit sich.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Emma Grede ist Gründungsgesellschafterin von Skims und hat vor Kurzem ihr Buch „Start With Yourself“ veröffentlicht.
- Grede trat auf der ADWEEK Social Media Week Konferenz in New York auf.
- Sie präsentierte vier Prinzipien für Marken in Social Media: Vertrauen und Authentizität, Produktqualität vor Marketing, Skepsis gegenüber reiner Viralität sowie die Auswertung von Kommentaren.
- Grede nannte Bethenny Frankel als Beispiel für eine Creatorin, die gezielt Vertrauen zum Publikum aufbaut.
- Grede erklärte, dass soziale Viralität zwar ein Signal, aber keine verlässliche Investitionsbasis ist; sie achtet auf Produktqualität und Gründer-Härte.
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Annabel Harris: Wie Marken dem Algorithmus entkommen
Am Rande des CreatorFest erklärte Annabel Harris, Account Director bei The Goat Agency, gegenüber Hello Partner, dass Marken sich von kurzlebigen Trends lösen sollten. Stattdessen empfiehlt sie den Einsatz strategischer Momente wie dem London Marathon sowie die Wiederverwendung bewährter Creator-Inhalte für unerwartete Kanäle wie Digital Out-of-Home oder Blogs. Harris riet zudem zur Erschließung aufstrebender Communities wie Reddit, das in Großbritannien inzwischen das viertmeistbesuchte soziale Netzwerk ist. Zudem hob sie den Wert abonnementbasierter Creator-Modelle wie Substack hervor, da Creator zunehmend wie Journalisten agieren. Der Beitrag verweist zudem auf Untersuchungen von Sprout Social, wonach ein Drittel der Verbraucher das Aufspringen von Marken auf Trends als peinlich empfindet.
MSL UK: Jo Bromilow fordert mehr Eigenheit in Social Media
In einem Interview mit The Drum teilt Jo Bromilow, Director of Social and Influencer bei MSL UK, ihre Ansichten über die Zukunft der Social-Media-Führung. Sie betont die Bedeutung, die eigene Einzigartigkeit zu umarmen ("ein bisschen anders sein") und in Long-Form-Schreiben und Sprechen zu investieren, um der Besessenheit von Optimierung entgegenzuwirken, die durch formelhafte KI-generierte Inhalte verstärkt wird. Bromilow hebt die wachsende Bedeutung von Social Commerce und generativer Engine-Optimierung (GEO) hervor, warnt aber Marken davor, das Vertrauen und die Authentizität zu schützen, die Social Media für den Verkauf und das Training von LLMs effektiv gemacht haben. Sie kritisiert die Überbetonung kurzfristiger kommerzieller Vorteile, die das Influencer-Marketing untergraben können, und zeigt sich frustriert über inkonsistente Werbekennzeichnungsregeln und algorithmische Abhängigkeiten, insbesondere in eingeschränkten Kategorien wie HFSS. Sie plädiert dafür, auf weniger Plattformen mit mehr Absicht präsent zu sein und sich von Trends wie NFTs und dem Metaverse zu distanzieren, die zu Burnout geführt haben.
Founder-led Content: Gründer treiben Short-Form-Video-Strategien voran
Immer mehr Marken setzen auf ihre Gründer zur Erstellung von Short-Form-Social-Content, um Authentizität aufzubauen, Kundenbeziehungen zu vertiefen und B2B-Wholesale-Partnerschaften zu unterstützen. Insbesondere Gründer kleinerer Direct-to-Consumer-Marken (D2C) übernehmen zunehmend die Rolle von Creatorn und verwalten Social-Media-Accounts häufig eigenhändig. Branchenberichte belegen, dass Short-Form-Video aktuell den höchsten Return on Investment (ROI) unter visuellen Formaten liefert. Dennoch stehen Gründer vor operativen Hürden: Sie müssen die aufwendige Content-Produktion mit dem Tagesgeschäft vereinbaren, markenkonforme Authentizität wahren und Ressourcen effizient steuern. Fallbeispiele wie Kostarina, Seniq oder Nick Stenson Beauty zeigen, wie Gründer-Content – von Produkt-Insights bis zu persönlichen Einblicken – in Kombination mit E-Commerce-Intelligence (etwa via Triple Whale) das organische Wachstum und den Einstieg in den stationären Einzelhandel beschleunigt.
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