Beobachtetes Signal · 15. Okt. 2026 · Interview · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
eleQtron-CEO: Made in Europe allein reicht nicht für Wettbewerbsfähigkeit
In einem Interview mit Trending Topics spricht Jan Henrik Leisse, CEO und Mitgründer des deutschen Quantencomputing-Startups eleQtron, über Technologie, Finanzierung und Strategie. eleQtron, ein Spin-off der Universität Siegen, hat eine Series A über 57 Millionen Euro eingesammelt, angeführt von Schwarz Digits und dem EIC Fund. Im Gegensatz zu Konkurrenten, die Laser verwenden, steuert eleQtron die Ionen in seinen Quantencomputern mit Mikrowellen (MAGIC-Technologie) und baut mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik eine eigene Chipfertigung auf. Leisse warnt vor Hype und betont, dass Quantencomputer klassische Rechner nicht ersetzen, sondern als Spezialwerkzeuge dienen werden. Er unterstreicht die Dringlichkeit der Post-Quanten-Kryptografie für Banken und Behörden angesichts des Risikos 'Harvest now, decrypt later'. Er anerkennt den globalen Wettbewerb, betont die Stärke Europas bei Ionenfallen und stellt klar, dass technologische Wettbewerbsfähigkeit die Eintrittskarte ist, 'Made in Europe' ein Zusatzfaktor. Das Unternehmen plant eine größere Series B in der Zukunft, möglicherweise mit internationalen Investoren.
Der Artikel bietet Einblicke in die Technologie und Strategie eines deutschen Quantencomputing-Startups, relevant für die breitere Tech- und KI-Infrastruktur, aber es ist ein Einzelinterview ohne unmittelbare branchenweite Auswirkungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eleQtron hat eine Series-A-Finanzierung über 57 Millionen Euro eingesammelt, angeführt von Schwarz Digits und dem EIC Fund.
- eleQtron verwendet die mikrowellenbasierte MAGIC-Technologie zur Steuerung von Ionen in seinen Quantencomputern, was es von Laser-basierten Ansätzen unterscheidet.
- Das Unternehmen baut mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik (Fraunhofer ENAS und ISIT) eine Chipfertigung auf.
- Mitgründer Christof Wunderlich hat sich im Juli 2025 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen; Michael Johanning ist nun CTO.
- CEO Jan Henrik Leisse sagt, dass eine Series B deutlich größer ausfallen wird als die Series A, Details stehen noch aus.
- Das Unternehmen basiert auf Ionenfallen-Technologie, ein Spin-off der Universität Siegen.
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Quint Computing sammelt 9,1 Mio. € für Quanten-Chip-Technologie
Das deutsche Quantencomputing-Startup Quint Computing hat in einer ersten Finanzierungsrunde 9,1 Mio. € eingesammelt, angeführt von Vsquared, mit Beteiligung von Quantonation, Nucleus Capital, Faber, Vanagon Ventures und ZOHO.VC sowie Branchenexperten wie Prof. Mikko Möttönen. Das Unternehmen erhielt zudem einen Pathfinder-Zuschuss von 2,2 Mio. € vom Europäischen Innovationsrat (EIC). Quint wurde im Oktober 2025 von den Quantenphysikern Prof. Michael Hartmann und Prof. Christopher Eichler sowie dem Ökonomen Dr. Jona Stinner gegründet und ist aus der Forschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hervorgegangen. Das Startup entwickelt eine patentierte supraleitende Quantenchip-Architektur, die Fehler direkt auf Hardware-Ebene verhindern soll und Systemkomplexität, Hardware-Anforderungen und Energieverbrauch um den Faktor 100 reduzieren könnte. Die neuen Mittel sollen in den Ausbau des Forschungs- und Ingenieurteams sowie die Entwicklung des Quantenprozessors fließen.
Europas Quantum-Startups brauchen mehr als Forschungsförderung
Laut dem McKinsey Quantum Technology Monitor 2026 erreichte die weltweite Investition in Quantum-Technologie-Startups im Jahr 2025 11,15 Milliarden Euro (12,6 Milliarden US-Dollar), ein 6,3-facher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil öffentlicher Quellen fiel jedoch drastisch von etwa einem Drittel im Jahr 2024 auf nur 3 %. Die Autorin Marie Lepske argumentiert, dass öffentliche Mittel oft in Forschungsinfrastruktur, Universitäten und Ausbildung fließen, was das Ökosystem stärkt, aber nicht direkt Startup-Kapital bereitstellt. Sie betont, dass Gründer über die Schlagzeilen hinausschauen müssen, um zu verstehen, wohin das Geld tatsächlich fließt und was es finanzieren kann. Obwohl Europa eine starke Forschungsbasis hat – 22 % der globalen Quantum-Publikationen und 17 % der meistzitierten Arbeiten – führt dies nicht automatisch zu Finanzierung für skalierende Unternehmen. Der Artikel schlussfolgert, dass europäische Gründer private Kapitalquellen planen müssen, da Ökosystemförderung und Unternehmensfinanzierung unterschiedliche Zwecke erfüllen.
QuantrolOx erhält 12 Mio. € für Quantensoftware
QuantrolOx, ein anglo-finnisches Spin-off der Universität Oxford, hat 12 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierung aufgenommen. Die Runde wurde von IW Capital angeführt, mit Beteiligung des Europäischen Innovationsrats (EIC) Fund und Transpose Capital. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Finnland entwickelt Software, die die Abstimmung und Steuerung von Quantencomputern automatisiert und damit einen zentralen Engpass der Quantenindustrie adressiert. Laut Unternehmen kann ihr maschineller Lernansatz Quantengeräte in weniger als 70 Minuten abstimmen und übertrifft damit menschliche Benchmarks. Die Mittel sollen das kommerzielle Wachstum beschleunigen und die Expansion in den US-Markt finanzieren. Zu den bestehenden Investoren gehören Hoxton Ventures und Hermann Hauser. Mitgründer und CEO Vishal Chatrath betonte die Rolle des Unternehmens bei der Industrialisierung von Quantenhardware und der Festlegung von Industriestandards.
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