Beobachtetes Signal · 19. Apr. 2023 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Elektronische Arbeitszeiterfassung noch am selben Tag gefordert
Das deutsche Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die elektronische Arbeitszeiterfassung durch Arbeitgeber noch am selben Kalendertag vorschreibt. Dieser Vorstoß folgt auf richtungsweisende Urteile des EuGH und des Bundesarbeitsgerichts, wonach Arbeitszeiten lückenlos erfasst werden müssen. Dem Entwurf zufolge kann die Zeiterfassung durch Arbeitgeber, Arbeitnehmer selbst oder durch Dritte erfolgen, wobei Arbeitgeber verpflichtet sind, Beschäftigte auf Anfrage über die erfassten Zeiten zu informieren. Ausnahmen sind für Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern sowie für Tarifpartner in größeren Unternehmen vorgesehen, bei denen auch eine manuelle Erfassung zulässig sein kann. Der Entwurf wird derzeit geprüft. Arbeitnehmervertretungen kritisieren mangelnde Klarheit und mögliche Belastungen, während Befürworter wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil argumentieren, dass eine präzisere Zeiterfassung Arbeitnehmer durch den Abbau unbezahlter Überstunden schützen kann.
Gesetzesentwurf zur elektronischen Zeiterfassung mit moderatem Einfluss auf die Wirtschaft; zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verabschiedet.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Gesetzentwurf zur elektronischen Zeiterfassung am selben Tag vorgelegt.
- Urteile des EuGH und des Bundesarbeitsgerichts machen die elektronische Zeiterfassung verpflichtend.
- Die Erfassung kann durch Arbeitgeber, Mitarbeiter oder Dritte erfolgen; Arbeitgeber müssen auf Anfrage Auskunft erteilen.
- Ausnahmen gelten für Kleinstunternehmen bis zehn Mitarbeiter und teilweise für Tarifpartner in größeren Unternehmen.
- Der Entwurf wird geprüft; Gewerkschaften kritisieren Unklarheiten, während Befürworter den Abbau unbezahlter Überstunden hervorheben.
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Kassenpflicht ab 100.000 Euro Umsatz: Bitkom fordert praxistaugliche Regeln
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Shira Lazars What's Trending erreicht siebenstellige Umsätze
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Comscore-Daten: AI-Discovery fragmentiert sich zunehmend über ChatGPT hinaus
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