Beobachtetes Signal · 6. Aug. 2025 · Product Launch · Quelle: Tech.eu · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Ecosia und Qwant starten unabhängigen europäischen Suchindex
Ecosia hat in seiner 16-jährigen Geschichte erstmals eigene Suchergebnisse eingeführt, die auf einem Joint Venture mit Qwant namens European Search Perspective (EUSP) basieren. EUSP hat mit Staan eine souveräne und datenschutzkonforme Suchinfrastruktur für Europa entwickelt. Noch bis Jahresende sollen Ecosia-Nutzer in Frankreich 30 Prozent ihrer Suchergebnisse über diesen unabhängigen Index erhalten. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Giganten zu verringern und die digitale Vielfalt sowie den Wettbewerb in Europa zu fördern. EUSP ist so strukturiert, dass externe Investitionen möglich sind und auch andere Technologieunternehmen Zugang erhalten, was Innovationen im Bereich generative KI und Datenschutz unterstützt. Der Vorstoß unterstreicht die Notwendigkeit, Europas Infrastruktur von US-Stacks unabhängig zu machen.
Ecosia und Qwant etablieren einen unabhängigen europäischen Suchindex, der die Abhängigkeit von US Big Tech verringert und eine souveräne Alternative für Search und KI schafft, was weitreichende Auswirkungen auf Search Advertising und Datenschutz in Europa haben kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ecosia und Qwant gründeten das Joint Venture European Search Perspective (EUSP) zur Entwicklung des Staan-Suchindex.
- EUSP entwickelte Staan als souveräne, datenschutzkonforme Suchinfrastruktur für den europäischen Markt.
- Ecosia-Nutzer in Frankreich erhalten bis Ende 2025 rund 30 Prozent ihrer Suchergebnisse aus dem unabhängigen europäischen Index.
- Es ist das erste Mal in der 16-jährigen Unternehmensgeschichte von Ecosia, dass eigene Suchergebnisse ausgespielt werden.
- Die Struktur von EUSP ermöglicht externe Investitionen und steht auch anderen Tech-Unternehmen offen.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Green search engine Ecosia is now delivering its own search results for the first time....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen Open-Source-KI-Modellen
Die europäische Suchmaschine Ecosia hat ihren KI-Anbieter vom französischen Startup Mistral auf offene Modelle umgestellt, darunter chinesische wie Alibabas Qwen, Z.ais GLM und Moonshot AIs Kimi. CEO Christian Kroll zeigte sich enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die etwa ein Jahr hinter der Konkurrenz zurückliegen sollen, sowie von häufigen Serverüberlastungen. Ecosia nutzt nun Modelle über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in der EU betreibt, was die KI-Kosten halbierte und die Leistung verbesserte. Der Wechsel erfolgt, während Mistral Large 4 vorstellt, das stärkste Modell, das in Europa trainiert wurde und dessen Gewichte Ende Oktober veröffentlicht werden sollen. Trotz 38,4 Punkten im Intelligence Index belegt es Platz acht unter offenen Modellen, hinter sieben chinesischen Modellen. Der Fall verdeutlicht das Dilemma der europäischen KI-Souveränität: Top-Open-Modelle stammen überwiegend aus China, auch wenn sie auf europäischen Servern laufen. Mistral hostet selbst chinesische Modelle wie GLM auf seiner Neocloud-Plattform, während CEO Arthur Mensch die Stärken von Large 4 etwa bei der Cyberabwehr betont.
Ecosia wechselt von Mistral zu chinesischen KI-Modellen
Die Berliner Suchmaschine Ecosia hat den französischen KI-Anbieter Mistral fallen gelassen und setzt nun auf offene Modelle, darunter chinesische wie Qwen (Alibaba), GLM (Z.ai) und Kimi (Moonshot AI), wie Politico berichtet. Ecosia-Chef Christian Kroll zeigte sich Berichten zufolge enttäuscht von der Qualität der Mistral-Modelle, die der Konkurrenz rund ein Jahr hinterherhinken, und stellte auch Mistrals Souveränität wegen internationaler Investoren infrage. Die neuen Modelle bezieht Ecosia über die deutsche Plattform Melious, die offene KI-Modelle auf Servern in acht EU-Ländern betreibt; dadurch halbierten sich die KI-Kosten bei gestiegener Leistung. Mistral hat derweil Large 4 veröffentlicht, ein Modell mit einer Billion Parametern, das in europäischen Rechenzentren trainiert wurde, aber im Ranking offener Modelle nur Platz 8 erreicht – alle sieben Modelle davor stammen aus China. Dies verdeutlicht das Souveränitäts-Dilemma: Selbst Mistral hostet inzwischen chinesische Modelle wie GLM in seiner Neocloud.
Outlook blockiert MSIX-Dateien als E-Mail-Anhänge
Microsoft hat angekündigt, dass Outlook den Empfang von MSIX-Dateianhängen blockieren wird, um die Verbreitung von Schadsoftware über E-Mails zu verhindern. Die Änderung betrifft sowohl das klassische Outlook für Windows als auch das neue Outlook für Windows sowie andere Clients wie Outlook im Web. Die Entscheidung folgt auf die zunehmende Nutzung von MSIX-Dateien in Phishing- und Malware-Angriffen. Die Sperrung wird schrittweise eingeführt, beginnend mit einem kontrollierten Rollout und dann auf alle Nutzer ausgeweitet. Microsoft empfiehlt, alternative sichere Methoden für den Dateiaustausch zu verwenden. Dieses technische Update ist Teil der umfassenderen Sicherheitsverbesserungen für Outlook-Clients.
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