Beobachtetes Signal · 16. Okt. 2026 · M&A - Announced · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
EZB genehmigt UniCredit-Erhöhung der Commerzbank-Beteiligung
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Plan der UniCredit genehmigt, ihren Anteil an der Commerzbank über die Schwelle von 30 Prozent hinaus zu erhöhen und weitere Zukäufe ohne Obergrenze zu erlauben. UniCredit-Chef Andrea Orcel bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Übernahme. Die Bank rechnet bis zum Jahresende mit weiteren Genehmigungen, darunter von Kartellbehörden, und will dann rund 50 Prozent der Stimmrechte halten und die Kontrolle übernehmen. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin und der Bund, der 13,3 Prozent hält, hatten Bedenken geäußert, während die EZB grenzüberschreitende Bankenfusionen unterstützt. UniCredit hatte sich bereits über Derivate 49 Prozent der Anteile gesichert.
Obwohl dies ein bedeutendes Banken-M&A-Ereignis ist, steht es nicht in direktem Zusammenhang mit der AdTech-, MarTech- oder Werbebranche. Die Nachricht betrifft eine Bankenübernahme, die nicht unter die angegebenen Relevanzkriterien fällt. Daher ist die Bedeutung gering.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EZB genehmigt UniCredit die Aufstockung der Commerzbank-Beteiligung über 30% und weitere Zukäufe ohne Obergrenze.
- UniCredit erwartet restliche Genehmigungen, einschließlich Kartellbehörden, bis Ende 2025.
- UniCredit wird nach Genehmigungen rund 50% der Stimmrechte halten und Kontrolle übernehmen.
- Die deutsche Bundesregierung hält 13,3% an der Commerzbank und hat Bedenken.
- UniCredit hatte sich zuvor über Derivate-Konstruktionen 49% der Anteile gesichert.
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“UniCredit kündigte die EZB-Entscheidung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Übernahme der Commerzbank an.”
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UniCredit forciert Commerzbank-Übernahme: Führungsspitze um Orlopp und Weidmann vor Ablösung
UniCredit-CEO Andrea Orcel strebt im Rahmen der avisierten Übernahme der Commerzbank offenbar die Neubesetzung der Führungsebene an. Laut Insiderberichten von Reuters fordert Orcel den Rücktritt von CEO Bettina Orlopp sowie des Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Weidmann. Zudem weist die italienische Großbank die Forderung der Bundesregierung nach zwei Aufsichtsratssitzen zurück. Der Bund, der weiterhin 13,3 % der Commerzbank-Anteile hält, pocht auf eine adäquate Repräsentanz im Gremium und will drohenden Stellenabbau verhindern. Bei einem Treffen mit Orcel betonte Finanzminister Lars Klingbeil, dass die Commerzbank börsennotiert bleiben und ihr starkes Engagement im Mittelstandsgeschäft fortführen müsse. Da UniCredit inzwischen Zugriff auf rund 50 % der Anteile hält, gilt ein erfolgreicher Vollzug der Übernahme im Markt als weitgehend unvermeidbar.
BaFin verhängt Bußgeld gegen Nomura wegen Stimmrechtsmitteilungen
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat gegen die japanische Bank Nomura eine Geldstrafe von 320.000 Euro verhängt, weil sie im Rahmen des Übernahmeangebots der UniCredit für die Commerzbank Stimmrechtsmitteilungen nicht rechtzeitig übermittelt hat. Die Verstöße ereigneten sich im Mai und Juni dieses Jahres. Nomura hatte über Equity Swaps Stimmrechte an der Commerzbank gesichert, wodurch UniCredit auf einen Stimmrechtsanteil von 47,6 Prozent kommt. Die BaFin schreibt die Übermittlung innerhalb von vier Handelstagen beim Über- oder Unterschreiten bestimmter Schwellen vor. Die Strafe ist für Nomura vergleichsweise gering, da die Bank im letzten Geschäftsjahr einen Rekordgewinn von rund 2 Milliarden Euro erzielte. Die abschließenden aufsichtsrechtlichen Verfahren werden voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen.
UniCredit-Commerzbank-Spannungen und Klarna-US-Banklizenzantrag
Der aktuelle Finanz-Forward-Newsletter beleuchtet europäische Bankenentwicklungen, Betrugsfälle im Start-up-Umfeld, Fintech-Strategien und Krypto-Auswirkungen. UniCredit steht vor der Bekanntgabe, wie viele Commerzbank-Aktien im Rahmen des erweiterten Übernahmeangebots andienen lassen wurden, was Fragen zu künftigen Gesprächen auf Führungsebene aufwirft. Gründer Maximilian Block deckte einen Betrugsfall auf, bei dem Täter eine gefälschte Website unter Nutzung amtlicher Registerdaten erstellten, um Investoren vor dem Start seines Fonds Valhallion zu täuschen. Zudem hat Klarna eine US-Banklizenz für Klarna Bank USA in Utah beantragt und Gary Harding als Leiter benannt. YouLend vermeldete ein Kreditvolumen von 150 Millionen Euro für Restaurants über Just Eat Takeaway und Lieferando. Der Wechsel von Trade Republic zu einer eigenen Handelsplattform ging mit einem Einbruch des Handelsvolumens an der LS Exchange um 93 Prozent einher. Nansen-Analysen zum $TRUMP-Memecoin beziffern den Nettoverlust für Investoren auf 3,81 Milliarden US-Dollar.
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