Beobachtetes Signal · 11. Mai 2026 · Lawsuit · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Dua Lipa verklagt Samsung auf 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz
Die britische Sängerin Dua Lipa hat in Kalifornien Klage gegen Samsung eingereicht und fordert 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Dem südkoreanischen Elektronikkonzern wird vorgeworfen, ein urheberrechtlich geschütztes Backstage-Foto der Künstlerin aus dem Jahr 2024 ohne Lizenz oder Vergütung auf Fernsehverpackungen verwendet zu haben. Die von Variety veröffentlichte Klageschrift wirft Samsung vor, fälschlicherweise den Eindruck einer Produktendorsements erweckt zu haben. Sie stützt sich auf Urheberrechtsverletzungen, Markenrechtsverstöße sowie die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und argumentiert, dass die unbefugte Nutzung ihre Markenidentität geschädigt habe. Laut Aktenlage hatte Lipa das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr zur Entfernung aufgefordert, woraufhin die Nutzung jedoch fortgesetzt worden sein soll. Die Klage fordert finanzielle Entschädigung sowie die sofortige Unterlassung der Bildverwendung.
Diese prominente Klage gegen einen globalen Markenriesen verdeutlicht die erheblichen Risiken bei der unautorisierten Nutzung von Prominentenbildern in Marketing und Packaging, was Auswirkungen auf Brand Safety, Lizenzierungspraktiken und Freigabeprozesse bei Advertisern und Agenturen haben kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Dua Lipa reicht Klage in Kalifornien ein und fordert 15 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Samsung.
- Gegenstand ist die unerlaubte Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Backstage-Fotos auf Fernsehverpackungen.
- Die Klage umfasst Urheberrechtsverletzungen, Markenverstöße sowie die Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
- Laut Unterlagen ignorierte Samsung eine vorherige Aufforderung zur Entfernung des Bildmaterial im vergangenen Jahr.
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Swatch fordert 170 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Samsung wegen Watch Faces
Die Swatch Group fordert im Rahmen eines Markenrechtsstreits am High Court in London 170 Millionen US-Dollar Schadenersatz von Samsung. Hintergrund sind 26 digitale Smartwatch-Watch-Faces, die laut Swatch stark an bekannte eigene Marken erinnern. Die betreffenden Apps wurden im Vereinigten Königreich sowie in der EU rund 160.000 Mal heruntergeladen und als Plagiate exklusiver Uhrendesigns eingestuft. Samsungs Rechtsbeistand weist die Forderung als maßlos zurück und betont, dass Swatch keinerlei wirtschaftlicher Schaden entstanden sei. Bereits 2022 urteilte der High Court, dass bestimmte Watch-Face-Anwendungen im Galaxy App Store Markenrechte von Swatch verletzt haben; dieses Urteil wurde Ende 2023 vom Court of Appeal bestätigt. Derzeit verhandelt das Gericht über die konkrete Schadenersatzsumme, während parallel geführte Verfahren in den USA auf den Ausgang des britischen Prozesses warten.
Spotify fordert 300 Millionen US-Dollar von Anna's Archive
Spotify und drei große Musiklabels haben vor einem US-Gericht ein Versäumnisurteil beantragt, nachdem die Betreiber der Schattenbibliothek Anna's Archive eine einstweilige Verfügung ignoriert hatten. Die Plattform gab Ende 2025 an, eine Spotify-Metadatendatenbank mit rund 86 Millionen Musik- und Audiodateien exfiltriert zu haben. Nach einer gerichtlichen Verfügung im Januar 2026 veröffentlichte Anna's Archive im Februar 2,8 Millionen Spotify-Tracks, was später als Versehen deklariert wurde. Die Kläger beziffern den Gesamtschaden auf 322 Millionen US-Dollar – 300 Millionen für Spotify sowie 22 Millionen, aufgeteilt auf Universal, Sony und Warner. Letztere berechneten ihre Forderung anhand gesetzlicher Höchstsätze für rund 150 identifizierte Songs. Die Kläger bezeichneten die Forderung als extrem konservativ und fordern zudem Domainsperren, während die Plattform über alternative Domains weiterhin erreichbar ist.
Patentstreit um Streaming-Technologie: Huawei verklagt RTL
Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat beim Einheitlichen Patentgericht in Mannheim eine Patentklage gegen die RTL Group eingereicht. Der Vorwurf lautet auf Verletzung von MPEG-DASH- und HEVC-Technologien für das adaptive Video-Streaming zur Reduzierung von Lade- und Pufferzeiten. Die Klage ist Teil einer breiteren Welle rechtlicher Auseinandersetzungen um Videocodecs und Streaming-Lizenzen. Bereits im November 2025 hatte RTL eine Nichtigkeitsklage gegen ein anderes Huawei-Patent beim UPC in Paris eingereicht. Huawei führt zudem ähnliche Verfahren gegen Unternehmen wie Disney und Meta. Auch weitere Patentinhaber wie Nokia und InterDigital treiben entsprechende Rechtsstreitigkeiten voran, die Hardware-Hersteller und Streaming-Anbieter betreffen.
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