Beobachtetes Signal · 25. Sept. 2026 · Financials · Quelle: Retail-News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Negativ
Disapo nach Douglas-Verkauf insolvent, Investor gesucht
Die niederländische Online-Apotheke Disapo ist insolvent, die Verfahren wurden Mitte September 2026 für die Hauptgesellschaft disapo.de Apotheke B.V. und die China-Gesellschaft Disapo BA B.V. eröffnet. Der Betrieb wurde weitgehend eingestellt, deutsche Kunden können nicht mehr bestellen. Das 2004 gegründete Unternehmen wurde 2022 von Douglas übernommen, aber nach einem Strategiewechsel im August 2024 an MYA Health verkauft, was zu einem Verlust von 5,9 Millionen Euro für Douglas führte. Die Pläne von MYA Health, Disapo in ein digitales Gesundheitsangebot zu integrieren, scheiterten. Ein erneuter Verkauf an Interessenten aus Deutschland und China kam wegen fehlenden Kapitals nicht zustande. Verbindlichkeiten von rund 2,2 Millionen Euro sind aufgelaufen. Insolvenzverwalter Thomas Caron sucht nun Investoren für das 7.500 Quadratmeter große Logistikzentrum in Heerlen.
Die Insolvenz einer Online-Apotheke ist ein Nischenereignis mit begrenzter Bedeutung für die Ad-Tech-Branche, weist aber auf anhaltende Herausforderungen bei der E-Commerce-Monetarisierung hin.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Disapo ist insolvent, die Verfahren wurden Mitte September 2026 für beide Gesellschaften eröffnet.
- Douglas verkaufte Disapo im August 2024 an MYA Health, mit einem Verlust von 5,9 Millionen Euro.
- Disapo hat Verbindlichkeiten von rund 2,2 Millionen Euro gegenüber Lieferanten.
- Das Logistikzentrum in Heerlen mit 7.500 Quadratmetern wird Investoren angeboten.
- Der Betrieb wurde weitgehend eingestellt; deutsche Kunden können nicht mehr bestellen.
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1 verknüpfte Unternehmen“Disapo wurde 2022 von Douglas übernommen....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Depot-Betreiber GDC stellt Geschäftsbetrieb zum 30. September 2026 komplett ein
Die Betreibergesellschaft GDC Deutschland GmbH stellt ihren Geschäftsbetrieb zum 30. September 2026 vollständig ein. Dies markiert den vorläufigen Höhepunkt der zweiten Insolvenz der bekannten Handelskette Depot, wodurch rund 730 Arbeitsplätze wegfallen. Inhaber und Geschäftsführer Christian Gries plant zwar, die Marke Depot über eine neue Gesellschaft mit einem stark verkleinerten Filialnetz neu zu starten, jedoch werden sämtliche bestehenden Arbeits- und Mietverträge beendet. Nach mehreren Schließungswellen schrumpfte das Filialnetz von über 300 Standorten im Sommer 2024 auf schätzungsweise 50 Geschäfte bis August 2026. Dieser Fall verdeutlicht den anhaltenden Druck auf den Nonfood-Einzelhandel durch Online-Plattformen, Discounter und hohe Fixkosten im stationären Geschäft.
Adenauer & Co. startet Sanierung nach mutmaßlichem Millionenbetrug
Der Premium-Casual-Wear-Filialist Adenauer & Co. hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, nachdem das Unternehmen nach eigenen Angaben Opfer eines mutmaßlichen Millionenbetrugs im Zusammenhang mit dem Aufbau von Produktionsstrukturen in der Türkei wurde. Die akuten Liquiditätsprobleme seien nicht auf sinkende Nachfrage, sondern auf diese massiven finanziellen Verluste zurückzuführen. Laut der Kanzlei VOIGT SALUS wurde das Verfahren nach einem entsprechenden Antrag vom Mai eröffnet. Adenauer & Co. betreibt rund 59 Stores in mehreren europäischen Ländern und beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb läuft während der Restrukturierungsmaßnahmen uneingeschränkt weiter. Dabei wird das Management von externen Turnaround-Experten unterstützt, während ein gerichtlich bestellter Sachwalter die Gläubigerinteressen wahrt. Zudem sucht das Unternehmen aktiv nach Investoren, um die langfristige Zukunft der Marke abzusichern.
Depot begins second wave of store closures
Depot has moved forward with the next phase of its restructuring under insolvency proceedings: according to the publisher's reporting, 27 stores have been notified that they must be vacated. The retailer aims to exit the insolvency process by the autumn. The article is published by Lebensmittelzeitung and includes image credits to IMAGO; the publisher is part of DFV Mediengruppe / Deutscher Fachverlag GmbH.
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