Beobachtetes Signal · 1. Okt. 2026 · Funding · Quelle: Tech.eu (European Tech & Deals) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Berliner KI-Labor Deepslate sammelt 7,7 Mio. Euro für Speech-to-Speech-KI
Das Berliner KI-Modell-Labor Deepslate hat eine Seed-Runde über 7,7 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist die Münchener 42CAP, weitere Beteiligungen kommen von Alstin Capital, SIVentures und mehreren Business Angels. Deepslate trainiert eigene Speech-to-Speech-Modelle, die gesprochene Sprache direkt verarbeiten, ohne den Umweg über Text. Versicherer, Contact Center und Plattformen setzen die Technologie bereits ein. Das 2023 von Paskal Paesler und Jan Brachthäuser gegründete Unternehmen nutzt eine Architektur mit getrenntem Speech-Encoder und -Decoder, die über trainierbare Projektoren an ein austauschbares Sprachmodell angeschlossen sind. Deepslate hostet seine Modelle in der Telekom Cloud in Deutschland, ist nach ISO 27001 zertifiziert und kostet bis zu 2 Cent pro Gesprächsminute. Das 15-köpfige Team investiert in Modelltrainings, Vertrieb und Produktionsumgebungen in europäischen Rechenzentren.
Diese Finanzierung unterstreicht die Entstehung europäischer KI-Infrastruktur, insbesondere bei Speech-to-Speech-Technologie, die für Voice-AI-Anwendungen in Werbung und Kundeninteraktion relevant ist. Sie betont die wachsende Bedeutung von Datensouveränität und Kosteneffizienz bei KI-Bereitstellungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Deepslate sicherte sich 7,7 Millionen Euro in einer Seed-Runde.
- Lead-Investor ist 42CAP; Alstin Capital, SIVentures und Business Angels beteiligten sich ebenfalls.
- Deepslate entwickelt eigene Speech-to-Speech-KI-Modelle, die die Textumwandlung überspringen.
- Das Unternehmen wurde 2023 von Paskal Paesler und Jan Brachthäuser gegründet.
- Deepslate ist nach ISO 27001 zertifiziert und hostet seine Modelle in der Telekom Cloud in Deutschland.
Verknüpfte Unternehmen
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Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Klang sammelt 1,32 Mio. € ein und veröffentlicht offenes Schwedisch-Sprachmodell
Klang, ein in Helsingborg ansässiges KI-Startup, hat 1,32 Millionen Euro (15 Millionen SEK) bei einer Bewertung von 13,2 Millionen Euro (150 Millionen SEK) eingesammelt. Die Finanzierungsrunde wurde von Johan Lenander, Emil Sjödin und Daniel Gadd angeführt. Das Unternehmen ist auf die Transkription, Zusammenfassung und Analyse von Gesprächen spezialisiert. Klang hat außerdem Pianissimo veröffentlicht, ein Open-Source-Sprachmodell für Schwedisch und seine Dialekte, das lokal auf Standard-Laptops läuft. Das Modell basiert auf Nvidia Parakeet und erreicht laut eigenen Angaben eine Genauigkeit, die mit KB Whisper Large vergleichbar ist, aber etwa 60-mal schneller ist. Die Mittel sollen für die KI-Entwicklung und internationale Expansion verwendet werden, insbesondere in den Nordics, Benelux, der DACH-Region und Japan. Das Unternehmen hat seine Plattform bereits in Japan gestartet.
Smallest.ai sichert sich 13 Mio. US-Dollar für Voice-AI
Das Ende 2024 gegründete Startup Smallest.ai hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 13 Millionen US-Dollar eingeworben, um ein leichtgewichtiges, sprachspezifisches KI-Modell für echtzeitfähige Conversational Agents zu entwickeln. Die Runde wurde von Seligman Ventures angeführt, unter Beteiligung von Sierra Ventures und 3one4 Capital. Damit steigt das Gesamtkapital auf über 21 Millionen US-Dollar. Die Architektur von Smallest.ai setzt auf ein kompaktes Echtzeit-Sprachmodell für unmittelbare Interaktionen mit menschlichem Klang und greift nur bei Bedarf auf größere Basis-LLMs zurück. Das Unternehmen adressiert primär Enterprise-Kundenservice-Anwendungsfälle – einschließlich der Verarbeitung von Akzenten, Mehrsprachigkeit und geräuschintensiven Umgebungen. Zu den bestehenden Kunden zählen RingCentral und Truecaller. Als Wettbewerber im dynamischen Voice-AI-Markt gelten ElevenLabs, Cartesia sowie der regionale Anbieter Sarvam. Geleitet wird das Unternehmen von Gründer und CEO Sudarshan Kamath.
Treble Technologies sichert sich 18 Millionen Dollar für Akustik-Simulationsplattform
Das 2020 in Reykjavík gegründete Startup Treble Technologies hat in einer Series-A-2-Erweiterungsrunde 18 Millionen US-Dollar (ca. 15 Millionen Euro) eingeworben. Angeführt wurde die Finanzierung von der Paladin Capital Group, unter Beteiligung von KOMPAS VC, Frumtak Ventures und dem European Innovation Council Fund. Das Gesamtkapital steigt damit auf über 40 Millionen US-Dollar. Treble bietet eine Cloud-Plattform, die mittels physikbasierter Akustiksimulation das Verhalten von Schall in realen Umgebungen modelliert, synthetische Audiodaten generiert und digitale Zwillinge von Räumen, Fahrzeugen sowie Endgeräten erstellt. Dadurch verkürzen Kunden wie Amazon und Logitech ihr Hardware-Prototyping von Monaten auf wenige Tage. Das frische Kapital soll die Expansion in den US-Markt vorantreiben und die Weiterentwicklung in den Bereichen Physical AI, World Models sowie Sprachschnittstellen für Wearables und Robotik finanzieren.
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